So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. B. Gies.
Dr. B. Gies
Dr. B. Gies, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 47
Erfahrung:  Radiologie, Neurologie, TCM
48564278
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. B. Gies ist jetzt online.

Vielen Dank zu Ihrer Antwort auf meine Frage zum CT Befund.

Kundenfrage

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort auf meine Frage zum CT Befund. Mittlerweile lag ich im Krankenhaus und habe nun einen VD Befund, welcher durch eine Biopsie der Kalotte Aufschluss bringen soll.
Die Diagnose lt. Entlassungsbericht lautet:
VD auf Langerhans-Histiozytose mit Kalottendefekt, Intercostalneuralgie rechts...
Leider habe ich dazu momentan keine Verlaufsdiagnose bzw. genauere Erklärung bekommen. Ist die Biopsie nun der Schlüssel und was erwartet mich nun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. B. Gies hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Abend!

Bei der Langerhans-Histiozytose unterscheidet man drei Formen, wobei das eosinophile Granulom die häufigste ist und am ehesten auf Sie zutrifft.

Hier finden sich meist in der Markhöhle der Knochen (häufig Schädelknochen, Oberschenkel und Rippen) Tumore, die aus sogenannten Langerhans-Zellen bestehen.

Die Symptomatik besteht dabei aus einem teils nächtliche lokalisiertem Knochenschmerz.

Die Ursache der Erkrankung ist ungeklärt. Trotz klonalen Ursprungs gibt es keinen eindeutigen Beweis für eine Bösartigkeit der Tumore.

Die Tumoren verschwinden z. T. von selbst oder aber nach einer lokalen Exzision bzw. Bestrahlung. Sie sollten das weitere Procedere (ggf. auch nur Nachbeobachtung mittels CT- oder MRT-Kontrollen) mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Die Interkostalneuralgie bedeutet übersetzt ein "Schmerz, der durch einen direkt unterhalb der Rippen verlaufenden Nerven" verursacht wird. Ob dies evtl. auch mit der Langerahsn-Histiozytose in Zusammenhang steht (Befall auch der Rippen mögl, siehe oben), kann ggf. durch ein normales Röntgen der Rippen in dem Bereich der Schmerzen erfolgen (fall noch nicht geschehen) - falls dort kein knöchernder Defekt wie im Schädel zu sehen ist, ist ein Zusammenhang eher unwahrscheinlich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Dr. B. Gies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Habe noch die Frage offen, zu der Kalotten-Biopsie. Ist sie erforderlich und wenn ja wie wird sie vorgenommen?

Experte:  Dr. B. Gies hat geantwortet vor 6 Jahren.
In der Regel erfolgt eine örtliche Betäubung der Haut und Entnahme einer kleines Knochenstücks in der betroffenen Region. Dieses Stück ist so klein, das man Defekt kaum sieht und die Haut darüber wieder mittels Naht (wenige Stiche) verschlossen wird. Die Gewebsprobe wird dann unter dem Mikroskop von einem Pathologen untersucht, um die Verdachtsdiagnose zu bestätigen oder eine andere Ursache für die Läsion nennen zu können.
Dr. B. Gies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Was bedeutet die Bestätigung der Langerhans-Histiozitose für mich. Und ist eine Chemo-Therapie die Lösung?

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Habe gerade einen Anruf von meiner KH erhalten, nach RR mit dem KH wurde eher eine nicht so gute Prognose erstellt. Wie soll ich das verstehen? Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Kann die Diagnose für mich auch bösartig sein?
Experte:  Dr. B. Gies hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo!
Ich kann Ihre Sorge verstehen, aber bevor die Biopsie nicht entnommen und die Diagnose durch eine mikroskopische Untersuchung des Gewebes gestellt worden ist, kann man keine wirkliche Aussage bzgl. bezüglich der Bedeutung für Sie treffen - wie bereits erwähnt gibt es bei der Langerhans-Histiozytose drei Unterform - die häufigste Form, ist prinzipiell eher gutartig. Die Therapie besteht z.B. aus eine lokalen Entfernung der Läsion oder aus einer lokalen Bestrahlung. Eine Chemotherapie kommt bei der gutartigen Form nicht in Frage. Häufig verschwindet die Läsion aber auch wieder von alleine und wird nur nachkontrolliert. Das hängt aber wirklich von Ihrem Befund ab und kann nicht pauschalisiert werden.
Wenn ihr KH also sagt, dass die Prognose nicht so gut ist, würde ich mir das im einzelnen von dem behandelnden Arzt erklären lassen. Nur dieser kann in Zusammenschau mit sämtlichen Befunden (Bildbefund, Laborwerte und dann auch Gewebsprobe) die richtigen Schlüsse ziehen und dann auch eine Aussage über die Prognose stellen. Wie gesagt würde ich vorerst die Biopsie abwarten, bevor ich mir zu viele Sorgen mache.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Experte:  Dr. B. Gies hat geantwortet vor 6 Jahren.
Zur letzten Frage: Das kann man ohne den Biopsiebefund noch nicht sagen. Vielleicht bestätigt sich die Langerhanszellhistiozytose auch gar nicht - auch dann kommen sowohl bösartige als auch gutartige Ursachen für die Läsion in Betracht. Ich rate daher auf jeden Fall dazu, die Sache abklären zu lassen. Aber sich vorab zu sehr "verrückt" zu machen, führt aktuell nicht weiter und ist vielleicht auch völlig unnötig.