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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 9871
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Höllering ist jetzt online.

Hallo, am 20.August wurde ich mit Tachykardie-Attacken ins

Kundenfrage

Hallo,
am 20.August wurde ich mit Tachykardie-Attacken ins Krankenhaus gebracht. Man behielt mich übers Wochenende da, behandelte erst mit Betablockern, dann Verapamil, was bei 120mg die Tachykardie dann auch in Schach hielt. Die Diagnose lautete "vermutete Supraventrikuläre Tachykardie", näheres wurde nicht ermittelt.
Während der Attacken hatte ich Angina-artige Schmerzen, die v.a. in der Kehle und im Unterkiefer auftraten.
Nach Entlassung blieben die Schmerzen, und so wurde ich nach einem Monat auf 5 mg Bisoprolol umgestellt. Die Schmerzen sind besser, aber immer noch da, wie ein Computervirus im Hintergrund.
Ich bin 45 Jahre alt, habe vorher noch nie Herzprobleme gehabt, leide allerdings seit 10 Jahren unter Rheumatoider Arthritis. In der Klinik wurde Ultraschall durchgeführt, was keinerlei Anomalien am Herz zeigte. Über das EKG wurde ich nicht informiert, und ein Belastungs-EKG wurde bis heute nicht gemacht (Ich lebe in England, und hierzulande muss man um jegliche Facharzt-Massnahme bitten und betteln...). Mit Glück gelang es mir, einen Folgetermin für den 17. November zu bekommen, wovon ich mir allerdings nicht viel verspreche. Die hiesigen Kollegen meinen, ich hätte mit Rheumatoider Arthritis einfach ein höheres Risiko für Herzerkrankungen. Fertig.
Die permanenten leichten Angina-Schmerzen, sowie die Nebenwirkungen von Bisoprolol (ich verliere pro Tag etwa 4 Stunden an Müdigkeit und Lethargie, fühle mich deprimiert, solange die Wirkung anhält, und bin generell in meiner Arbeit sehr eingeschränkt, was natürlich auch finanziell sehr negativ zu Buche schlägt) machen mich doch etwas nervös. Hat der 3tägige Tachykardie-Anfall einen permanenten Schaden bewirkt? Wie gehe ich damit um? Ist es behandelbar? Und wie?
Für Ihre Antwort wäre ich sehr dankbar!
Mit freundlichem Gruß
Petra Muths
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Patientin,
dass die Tachykardieattacken einen permanenten Schaden angerichtet haben, müssen Sie nicht befürchten. Jedoch sollte die Ursache näher abgeklärt werden. Eine Ergometrie/BelastungsEKG ist der erste Schritt, nur leider bei Frauen häufig nicht aussagekräftig genug, besser wäre eine Myokardszintigraphie oder ein Herzkatheter als Goldstandard, um eine Herzkranzgefäßenge auszuschließen. Ihre Beschwerden sprechen sehr dafür.
Was das Bisoprolol angeht, so sollte auf einen anderen kardioselektiven BBlocker umgestellt werden, z.B. Nebivolol. Darunter geht es den Patienten meistens nicht so schlecht, Lethargie oder andere psychovegetative Nebenwirkungen werden eigentlich nicht beobachtet, unter Bisoprolol leider häufiger.
Darüber hinaus wäre eine genauere Definition der Supraventrikulären Tachykardie wichtig (Vorhofflimmern? Torsaden?).
Es ist zwar richtig, dass eine rheumatoide Arthritis Herzerkrankungen begünstigen kann, aber der Zusammenhang mit den Herzrhythmusstörungen sind ein wenig weit hergeholt.
Sollten Sie keine Magenprobleme haben, wäre die Einnahme von Aspirin 100 zu erwägen.

Halten Sie mich gerne auf dem Laufenden, alles Gute für Sie!

Freundliche Grüße,
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Herr Dr. Leinung,

 

meinen allerherzlichsten Dank für den Tip, von Bisoprolol auf Nebivolol umzusteigen. Das habe ich vor zwanzig Tagen getan, und ich kann jetzt sagen, dass Nebivolol nicht nur viel effizienter in Hinblick auf die Tachykardie und die Angina-Symptome ist, sondern auch die Nebenwirkungen drastisch reduziert sind. Ich bin zwar nach Einnahme immer noch müde, erhole mich aber viel schneller, und ich kann wieder FREI ATMEN!!! (Mit Bisoprolol hatte ich zeitweise das Gefühl, ersticken zu müssen).

Jetzt kommt eine weitere Frage: Am 17. November hatte ich ein EKG, das keinerlei Befund ergab. Alles normal! Der Kardiologe hat daraufhin ein Dobutamin-Stress-Echokardiogramm geordert, welches am 4.Januar durchgeführt werden soll. Was das ist und wie es funktioniert, darüber habe ich nachgelesen. Nun hat die Klinik hat mich aufgefordert, 48 Stunden zuvor meine Betablocker abzusetzen.

Verstehe ich, aber - ich habe ganz furchtbare Angst davor. Logischerweise muss natürlich das Herz "normal" auf die simulierte Belastung reagieren, aber...was tue ich, wenn die Tachykardie wieder "anspringt"? Nebivolol hält sie ja gut in Schach, nur ab und zu spüre ich ganz kurzzeitig die extreme Beschleunigung meines Herzschlags - meist unter Psychostress. Das dauert aber höchstens ein paar Sekunden und ist mit tief Ein- und Ausatmen meist schnell erledigt.

Aber volle zwei Tage OHNE medikamentöse "Bremse"? Und was soll erst werden, wenn die Arythmie während des Tests zuschlägt und dann nicht mehr unter Kontrolle zu bringen ist? Ich will auf keinen Fall noch einmal in diesem Krankenhaus stationär behandelt werden müssen, dafür war das erste Mal einfach zu traumatisch. Eher sterben....?

Was sagen Sie dazu, als Fachmann? Ist dieses Problem lösbar? Wenn ja, wie?

Vielen herzlichen Dank im voraus,

Petra Muths

Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Frau Muths,
es freut mich sehr, dass Ihnen das Nebivolol so viel besser bekommt! Was aber Ihr Streßecho angeht, so habe ich folgende Bedenken:
Ihre B-Blocker 48 h vor der Untersuchung abzusetzen, halte ich für gefährlich. Gerade bei BB kann es beim abrupten Absetzen zum Rebound kommen, also überschießender Blutdruckreaktion und nicht vorhersehbaren Rhythmusereignissen. Wären Sie hier in Deutschland, würde ich Ihnen empfehlen, lieber gleich einen Herzkatheter durchführen zu lassen. In der gleichen Sitzung könnte man theoretisch auch eine elektrophysiologische Untersuchung durchführen, falls man Anhaltspunkte (EKG) hat, dass diese Untersuchung weiterführende Ergebnisse bringt. Allerdings entzieht es sich meiner Kenntnis, ob Sie in England so schnell an eine diese Untersuchung herankämen. Falls dies ohne große Verzögerung möglich wäre, würde ich Ihnen empfehlen, auf andere Diagnostik zu verzichten und gleich "in medias res" zu gehen, denn durch den Katheter kann man Kranzgefäßverengungen gleich therapeutisch beheben, wohingegen das Streßecho diese lediglich detektiert - und das mit geringerer Sensitivität.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Herr Dr. Leinung,

 

Lebensrettung online! Vielen lieben Dank!

Ich werde morgen oder Freitag in der Kardiologie anrufen und das Problem des "rebound" ansprechen. Sieht so aus, als wäre der Test kontraindiziert, zumindest zu englischen Bedingungen. (Habe gerade noch ein paar (amerikanische) Materialien zum Stresstest durchgesehen, und dort werden die Betablocker am Morgen vor dem Test abgesetzt, keinesfalls früher!)

Katheteruntersuchung wäre prima, ist aber nur mit extremer Verzögerung möglich - in der NHS Satzung sind 18 Wochen als Wartezeit bei fachärztlichen Leistungen festgelegt, und da ich den Kardiologen erst am 21.Februar sehen werde und ihn dann um eine Katheteruntersuchung bitten kann....na, rechnen Sie sich's selbst aus!

Im Moment geht es mir mit Nebivolol gut genug, um ein - fast - normales Leben führen zu können. Das will ich nicht aufs Spiel setzen. Andererseits möchte ich aber auch gerne - endlich! - wissen, was mit mir los ist.

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten - möglicherweise wird der Test ja abgesagt, wenn die Patientin zu viele Bedenken hat. ;)

Für heute noch einmal vielen herzlichen Dank!

Petra Muths

Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen! Freue mich über Ihre Rückmeldung!
Ich wünsche Ihnen beschwerdefreie Feiertage und alles Gute!

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