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Mustermann
Mustermann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 114
Erfahrung:  Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin und Intensivmedizin.
48484863
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Mustermann ist jetzt online.

Sehr geehrte rztin/Arzt Betreff Struma Mein Alter 48

Kundenfrage

Sehr geehrte Ärztin/Arzt

Betreff : Struma
Mein Alter 48 Jahre männlich mittleres Übergewicht
Ich habe eine 5 fachvergrößerte Schilddrüse die die Luftröhre zu 75% einengt, viele Verknotungen , hatte bereits vor 30 Jahren eine Strumaoperation, hier blieb ein Rest Schilddrüse erhalten.
Laborwerte liegen jetzt im Mittelwert nur Humanes Thyreoglobulin liegt bei 253 ng/ml.
Alle Ärzte raten mir zu einer Totaloperation, also komplette Schilddrüse raus, ich würde gerne einen kleinen Teil behalten, die Ärzte waren vor einer erneuten OP in ca. 10 Jahren wobei die Gefahren für mich größer werden.
Was halten Sie von davon, muß eine Totaloperation der Schilddrüse sein? Wie sinnvoll ist es, wenn ein kleiner Teil meiner eigenen Schilddrüse drinbleibt, wissen Sie einen guten Arzt der im Raum Regensburg die Behandlung/OP dürchführt.
Für Ihre Hilfe und Ratschlag wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Tel. 0163 63 90 222

Mit freundlichen Grüßen Karl Böckl
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Tag. Gerne beantworte ich Ihre Frage. Selbstredend kann ich hier keine Diagnose stellen oder Therapien einleiten, sondern nur allgemein beraten.

Der Rat zur Totaloperation kommt daher, dass Sie -aus welchem Grund auch immer- nach Ihrer ersten OP nun ein Rezidiv= erneutes Auftreten der Erkrankung aufweisen. Die Komplikationsrate steigt mit jeder erneuten OP dramatisch an (Lähmung des Stimmbandnerven, Verlust der Nebenschilddrüsen mit Störung des Knochenstoffwechsels). Somit sollte das Problem nun ein für allemal beseitigt werden. Ein gewichtiges Problem in Ihrem Fall ist die Einengung der Luftröhre. Dauerhafter Druck hierauf kann zu einer "Tracheomalazie" = Verlust der Steifheit der Röhre mit Kollaps bei der Einatmung führen. Dies kann im schlimmsten Fall (sehr selten) einen dauerhaften Luftröhrenschnitt notwendig machen. Dies bedeutet, dass Sie nicht mehr allzulange warten sollten mit der Behandlung.

Bei sehr hohem OP-Risiko sollte auch noch diskutiert werden, ob eine Radiojodtherapie eine Alternative sein könnte, wobei sie in Ihrem Fall wegen der Impression der Luftröhre eigentlich nicht Methode der ersten Wahl ist. Damit die Radiojodtherapie Erfolg haben kann, muss das Schilddrüsengewebe auch gleichmäßig und gut Jod aufnehmen.

Fragen Sie danach.

Ein kleiner Rest Schilddrüsengewebe hat nur wenig Nutzen, da Sie sowieso zur Rezidivprophylaxe regelmäßig Schilddrüsenhormon einnehmen müssten.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
<p>Hallo Herr Dr. Seidl</p><p>Diese Antworten habe ich bereits schon von meinem behandelnden Arzt erhalten, welche Alternativmöglichkeiten gäbe es und warum kann ein kleiner Teil der Schilddrüse nicht regulierend im Zusammenspiel mit Hormonen/Jod eine bessere Alternative sein.<br />Wieviel Zeit würde für eine Veränderung durch Radiojodtherapie nötig sein bis ein spürbarer Rückgang des Gewebes eintritt?<br />Wissen Sie einen Arzt im Raum Regensburg der gut ist ?<br />Kostet jede Antwort erneut oder ist es eine Einmalbezahlung, bis die Antworten zufriedendstellend ist und von mir akzeptiert wurde?<br />Danke für Ihre Bemühungen<br />Karl Böckl</p>
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 7 Jahren.

Zunächst: Nur wenn Sie "Akzeptieren" klicken, wird der gebotene Betrag fällig.

Wenn meine Antwort mit der Ihres Hausarzt übereinstimmt, ist das ja schon einmal ein gutes Zeichen, dass Sie über den wenig befriedigenden Inhalt unzufrieden sind, verstehe ich.

Mir ist keine weitere Therapie bekannt, Schilddrüsengewebe zu reduzieren, als die hier schon diskutierten. Es gibt keine Tabletten oder ähnliches, was hier helfen könnte. Auch aus dem Bereich der alternativen Heilmethoden gibt es nichts wirksames, da diese Methoden regulativ wirken, aber keine Gewebe in ihrem Aufbau verändern.

Natürlich könnten Sie mit dem Chirurgen besprechen, dass er wieder ein Schilddrüsenrest beläst. Dies wäre jedoch letztendlich so wenig, dass das hiervon gebildete Schilddrüsenhormon kaum ins Gewicht fiele. Zudem ist das Schilddrüsenhormon keines mit stark schwankenden Spiegeln, so wie etwa das Insulin, so dass Sie - wenn einmal die richtige Dosis gefunden wurde- mit Schildrüsenhormon-Tabletten optimal behandelt sind. Das Problem des Restes wäre, dass dieser wieder wuchern könnte- so wie es ja schon bereits bei Ihnen passiert ist- und Sie wieder vor der jetzigen Problematik stünden.

Vor der Radiojodtherapie müsste mit einer Szintigrafie getestet werden, ob Ihre Schilddrüse gleichmäßig Jod aufnimmt, dies ist die Vorraussetzung. Da ich nicht Strahlentherapeut bin, kann ich Ihnen leider auf Ihre Frage nach der Schnelligkeit der Verkleinerung der Schilddrüse keine Antwort aus eigener Erfahrung geben. Es ist eben auch eine Methode die nur in bestimmten fällen zur Anwendung kommen kann, Ihr Fall wäre jetzt nicht die klassische Indikation.

Die Frage nach dem besten Arzt ist schwierig zu beantworten. Ideal wäre ein Krankenhaus, in dem Endokrinologen, Chirurgen und Strahlentherapeuten Ihr Problem miteinander besprechen können und so die beste Lösung für Sie finden. In der Uniklinik müssten diese Fachrichtungen alle vertreten sein.

Wichtig ist, dass Sie Vertrauen zu Ihrem Arzt haben. Sehr nützlich ist es auch, sich umzuhören, wie es anderen Patienten in den verschiedenen Krankenhäusern ergangen ist.

Ich verstehe Ihre Skepsis sehr gut, deshalb ist Ihr Weg, sich verschiedene meinungen einzuholen sehr gut. Sie müssen am Schluß überzeugt sein, den richtigen Weg zu gehen,damit auch im Falle einer Komplikation Sie dies für sich akzeptieren können.