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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
32376790
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Christian Lee ist jetzt online.

sehr geerte damen und herren, seid drei jahren (JEDEN TAG)

Kundenfrage

sehr geerte damen und herren,
seid drei jahren (JEDEN TAG) habe ich einen druck und schmerzen im nacken,kopfbereich und gesicht bzw.nasenbereich,augen und stirn und im kieferbereich.dazu kommt auch so ein schwindel (schwankschwindel),wenn ich mich schnell nach links rechts bewege beim arbeiten dann ist der schwindel sehr schlimm.ich habe auch schmerzen am hinterkopf (gleich über dem nacken):seid drei jahren renne ich von arzt zu artz und keiner kann finden was ich habe.ich war schon beim orthaopäden,augen arzt,blutuntersuchungen,ekg,schwindelambulanz,schmerzklinik,belastungs ekg,ruhe ekg,neurologen,internisten,röntgen hws,mrt hws,mrt schädel,allesss ohne befund....
ich weiss nicht mehr was ich machen soll,mein lebenqualität ist so gut wie garnicht mehr vorhanden,meine familie (meine frau und 1 jährige tochter leiden sehr drunter) ich kann nicht mehr bitte helfen sie mir...
das komische ist wenn ich diese schmerzen habe,fängt dieser schwinde an der mich kaputt macht......
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,
das Problem bzw. die Zusammenhänge scheinen mir so einfach dass ich mich kaum getraue Ihnen - nach diesen unzähligen medizinischen Untersuchungen - diese Vermutung zu äussern. Natürlich ist es keine Diagnose und bloss eine Vermutung, das möchte ich schon klarstellen.

Gerade die Tatsache dass alle bisher alle Untersuchungen offensichtlich im Sande verliefen. Insbesondere dass auch die bildgebenden Untersuchungen (Röntgen, CT, MRT und was die Technik so alles an schönen Bildern liefern kann) keinen abnormen, das Problem erklärenden Befund zeigten wäre recht typisch für die nicht selten zu beobachtende Ursache:

Den Zusammenhang des Schwindels mit der Intensität der Schmerzen beschreiben Sie ja eindrücklich. Nebst den offenbar im (fast) ganzen Kopfbereich lokalisierten Schmerzen, empfinden Sie denn überhaupt keine Schmerzen im Hals- und/oder Schulterbereich? Kein Spannungsgefühl an diesen Regionen?

Jedenfalls ist dies ein nicht selten zu beobachtender Zusammenhang:
die übermässige Spannung (= erhöhter Ruhetonus) der Halsmuskulatur (vorne-seitlich, seitlich, seitlich-hinten, hinten oder seltener auch ringsherum lokalisiert), im Volksmund auch einfach "Verspannung" genannt, verursacht bei manchen Menschen Schmerzen im Kopf-/Gesichtsbereich. Je nachdem welche Muskelbereiche betroffen sind machen sich verschiedene Schmerzregionen im Kopf bemerkbar.

So führen Verspannungen der vorderen/seitlichen Halsmuskulatur meist zu Schmerzen im Bereiche des diesseitigen Ohrs, ausstrahlend oft bis zur Augenhöhle. Gerade diese Muskel führen auch zu Schwindel, oft verbunden mit Übelkeit (evtl. bis zum Erbrechen). Auch echte Sehstörungen, "Sehen wie durch eine Mattscheibe" wird gel. beschrieben, wird ab und zu beobachtet. Bei genauer Beobachtung des Auges der betroffenen Seite kann manchmal sogar ein sog. Nystagmus (==> Wikipedia) beobachtet werden.

Sind die Verspannungen nur im Nackenbereich lokalisiert, so finden sich eher haubenförmig in die Schädelkalotte einstrahlende Kopfschmerzen.

Wenn schliesslich "alles" verkrampft ist, dann können auch alle diese Symptome gleichzeitig auftreten.

Hab jemals ein erfahrener (!) Physiotherapeut die Muskulatur während eines starken Schmerzzustandes beurteilt? Falls meine Vermutung stimmt - und je länger ich an diesen Zeilen schreibe und darüber nachdenke, desto sicherer erscheint mir dieser Zusammenhang - so würde eine solche Fachperson die extreme Verspannung sofort bemerken. Allerdings sollte dies auch jeder Arzt bemerken.

Sie können evtl. selbst die 'Probe aufs Exempel' machen:
Warten Sie ab bis es wieder einmal derart verrückt schmerzt und schwindelt. Dann tasten Sie selbst die Halsmuskel ringsherum kräftig ab. Insbesondere kneifen und drücken Sie die vorderen-seitlichen Halsmuskelpartien. Greifen Sie sich direkt hinter dem Ohr an den Rand der Schädelkalotte und drücken Sie kräftig auf den Muskel der unmittelbar unterhalb des Knochenvorsprunges (Processus mastoideus ==> Wikipedia) ansetzt und nach unten-vorne zieht. Tasten Sie sich diesem Muskel entlang (lässt sich gut mit Daumen+Zeigefinger fassen) nach unten bis zum Schlüsselbein (Ansatzpunkt). Dann gehen Sie etwa 1-2 cm nach oben und tasten die unmittelbar weiter hinten angrenzende Muskulatur (Musculi scaleni ==> Wikipedia) kräftig ab. Wird dabei der Schwindel verstärkt, evtl. auch eine Übelkeit ausgelöst? Evtl. entsteht dabei auch ein Ohrgeräusch und/oder ein starker hinter das Ohr oder gegen das Auge ausstrahlender Schmerz.

Insbesondere falls sich solche Zusammenhänge bestätigen sollten, dann wäre der Zusammenhang dieser Art praktisch bewiesen!

Was kann nun gemacht werden? Manchmal besteht der Auslöser in einer Blockierung eines Wirbels, ein Problem das von einem Chiropraktor gelöst werden kann.

Ich selbst habe sehr viele Beobachtungen mit sog. Infiltrationen der betroffenen Muskel gemacht. Dabei verwendete ich stets bloss ein Lokalanästheticum niedriger Konzentration (Lidocain verdünnd auf 0.25%) das ich in 5ml/Injektion-Portionen in die verspannten Muskel infiltrierte (schwarze Nadel nehmen). Werden die entscheidenden Muskel dabei 'erwischt', so kommt es meistens schlagartig zur lokalen Schmerzfreiheit. In Ihrem Fall sind mit Sicherheit eine grosse Zahl von Muskel betroffen, so dass eine ganze Serie von Infiltrationen (in die Muskel, nicht bloss in die Haut wie bei Neuraltherapie!) und dies wahrscheinlich in mehreren Sitzungen (evtl. 4-5x) notwendig ist.

Die Technik ist eingentlich sehr einfach: Licocain in einer 5'er Spritze aufziehen, den verspannten (und druckschmerzhaften!) Muskel suchen, mit Zeige- und Mittelfinger der Gegenhand den Muskel gut fixieren, desinfizieren und infiltrieren. Voraussetzung ist dabei nur ein Gefühl für den Spannungszustand des Muskels und eine genügend aber nicht zu tiefe Infiltration (pro Injektion Depots setzen in mehreren Tiefenlagen).

Interessanterweise ist der Therapieeffekt erfahrungsgemäss fast immer anhaltend, sofern (wie erwähnt evtl. in mehreren Sitzungen) die übermässigen Verspannungen vollständig beseitigt sind. Also nur geringe Rückfallgefahr, aber gekonnte Physiotherapie (Muskeldehnung /-kräftigung) wäre evtl. zusätzlich hilfreich.

Lieber Patient, es würde mich wirklich sehr wundern wenn es nicht dieser Zusammenhang wäre!

Suche Sie einen Arzt der bereit ist diese mögliche Ursache abzuklären und allenfalls die (etwas unkonventionelle) Therapie durchzuführen.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung: Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
Christian Lee und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

danke für ihre antwort herr orthopäde,

ich werde das mal beobachten ud zur kenntnis nehmen was sie mir geschrieben haben.

wenn ich noch fraen dazu habe werde ich mich melden und sie auf de laufenden halten .

danke nochmal....

Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
ich muss noch eine Korrektur anbringen:
Ich bin "nur" Facharzt für Allgemeinmedizin und zusätzlich Mikrobiologe ('Facharzt für Labormedizin in Medizinischer Mikrobiologie').
Jedoch hatte ich auch während meiner 12-jährigen Praxistätigkeit die Angewohnheit beibehalten gut zu beobachten und detailliert zu dokumentieren. In diesem Kontext sind mir dann die beschriebenen Zusammenhänge zunehmend aufgefallen und ich begann mit den (ebenfalls sehr ausführlich dokumentierten) Infiltrationstherapien. Dabei versuchte ich die Verläufe bzw. die erzielten Resultate stets objektiv-kritisch zu hinterfragen und habe wenn möglich auch Misserfolge analysiert. Auf diese Weise kann ich auf eine Erfahrung mit insgesamt etwa 18'000 Infiltrationen (einzelne Infiltrationspunkte) bei total vielleicht etwa knapp 1'000 Patienten zurückblicken.

Mir ist Wissenschaftlichkeit (=kriische Überprüfung, Dokumentatioin und Therapiekontrolle) immer sehr wichtig gewesen. Auch kritische Gegenargumente habe ich immer sehr genau geprüft:

- Häufig besteht die Überzeugung, dass der Therapieeffekt ohnehin nur kurzfristig anhalten würde. Als (ehemaliger) Hausarzt von etwa 3000 Personen mit gutem Überblick über die Therapieverläufe darf ich sagen, dass Rückfälle vorkommen, jedoch viel eher die Ausnahme als die Regel sind.

- ein Punkt ist die Erklärung der beobachteten Phänomene. Es ist für mich keine Frage mehr, dass an der Entstehung der Probleme sog. 'neuro-muskuläre Regelkreise' ('Nervenreflexe' mit Umschaltungsstellen im Rückenmark und weiter zentral) essentiell beteiligt sind. Diese können durch das Lokalanästhetikum unterbrochen werden.

- falls es stets zu Rückfällen kommt, so ist in der Regel eine sog. "pathologisch-anatomische", allenfalls auch eine lokal-physiologische Ursache vorhanden die wenn möglich gezielt korrigiert werden muss: z.B. patholog. Verknöcherugen (osteophytäre Randzacken) an arthrotischen Gelenken etc.

Die überwiegende Mehrzahl meiner (dokumentierten!) Verläufe waren jedoch erfreulich erfolgreich. Sonst hätte ich ja diese Art Behandlung gar nicht erst in dieser Weise ausgeübt und weiterentwickelt.

Ich empfehle Ihnen sich einen Arzt mit Interesse an solchen Zusammenhängen zu suchen. Es ist keine 08:15-Medizin sondern erfordert eine gründliche körperliche Untersuchung mit Erhebung des muskluären Lokalbefundes (unter Korrelation mit den vorhandenen RX, CT und MRT-Bildern) und dann eine kleine Serie von Therapiesitzungen mit gezielten Infiltrationen der lokalisierten Muskelverspannungen.

Nicht jeder Arzt wird sich dafür intererssieren, das kann ich Ihnen voraussagen. Ein Problem ist, dass dieses Verfahren nicht in den Lehrbüchern der Orthopädie zu finden ist. Der leitende Arzt einer orthopädischen Universitätsklinik sagte mal zu mir: "wissen Sie, wir sind sehr froh wenn niedergelassene Ärzte solche Methoden anwenden und wir haben auch erstaunliche Erfolge beobachtet. Wir können dies jedoch selbst nicht tun, weil die Methoden noch nicht wissenschaftlich gesichert publiziert wurden. Und für eine eigene Studie dieser Technik ist mein Chef (Chefarzt) nicht zu haben"...

So wünsche ich Ihnen viel Glück, und hoffe dass die Vermutung zutrifft und Ihnen geholfen wird.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX

Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 23.10.2010 um 12:15 Uhr EST

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