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OrthopaedeDdorf
OrthopaedeDdorf, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 864
Erfahrung:  Orthopädie und Unfallchirurgie, Osteopathie, Sportmedizin, Akupunktur, spez. Schmerztherapie
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OrthopaedeDdorf ist jetzt online.

Nach einem Treppensturz im Jahr 2007 bekam ich im Schulterbereich

Kundenfrage

Nach einem Treppensturz im Jahr 2007 bekam ich im Schulterbereich sehr starke Schmer-
zen. Es wurde links- u. rechtsseitig an der Uni Regensburg operiert. Nach Aussage der be-
handelnden Ärzte wurde beidseitig u.a. eine Ruptur festgestellt. Ich bin 65 Jahre. Kann das,
wie meine Unfallversicherung behauptet, nur eine Verschleißerscheinung sein? Die Versiche-
rung streitet eine unfallbedingte Dauerschädigung ab. Vielen Dank.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Patient,

von gutachterlicher Seite werden - insbesondere wenn Versicherungsansprüche seitens des Patienten geltend gemacht werden wollen - Schulterverletzungen häufig auf vorhergehende Verschleißerscheinungen zurückgeführt. Leider ist dies auch schwer zu entkräften, da selbstverständlich im Laufe des Lebens an den größeren Gelenken, insbesondere der Schulter, Verschleißerscheinungen auftreten. Allerdings muß man sich als Patient nicht mit dieser Aussage abfinden.
Was Sie tun können, um einer Durchsetzung Ihrer Versicherungsansprüche näher zu kommen, ist, ein Gegengutachten erstellen zu lassen. Dabei gibt es die Möglichkeit, dies kostenpflichtig über einen bestellten gutachterlich tätigen Arzt/Orthopäden zu tun. Darüber hinaus können Sie sich auch an die Ärztekammer Ihres Bundeslandes wenden und dort zu erfragen, ob in Ihrem Falle ein kostenloses Gutachten erstellt werden kann(die Modalitäten variieren von Bundesland zu Bundesland).
Eine Garantie, dass das Gegengutachten in Ihrem Sinne ausfällt, gibt es leider nicht, da der Gutachter je nach vorliegendem Befund entscheiden muß. Von Vorteil ist daher, wenn Sie sich an einen Orthopäden oder entsprechenden Fachkollegen wenden, der Sie schon länger kennt und behandelt und Ihnen aufgrund seiner bisherigen Befunde bescheinigen kann, dass die Ruptur tatsächlich am ehesten auf den Sturz zurückzuführen ist.
Ich hoffe, das hilft Ihnen ein wenig weiter! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
MfG
Experte:  OrthopaedeDdorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lieber Patient,
das ist eine häufig gestellte Frage in der täglichen Praxis. Sowohl bei Unfallversicherungen privater als auch beruflicher Art.
Aus meiner Erfahrung muss ich Ihnen ehrlicherweise sagen, dass Schadensersatzansprüche diesbezüglich sehr schwierig sind. Um Sicher zu gehen, ist es bei den Eingriffen sinnvoll, vorher seine Bedenken mitzuteilen, damit der Operateuer Gewebsproben in die Pathologie schicken kann und dies auf eine Verletzung contra Verschleiss hin untersucht. Das Ergebnis ist dann sehr hilfreich bei dem Wunsch auf Anerkunnung eines Unfalls und entsprechendem Schadensersatz.
Wenn es um die Berufgenossenschaft geht, ist die Anerkennung ohne dieses Ergebnis oder einen Hinweis des Operateurs im Op-Bericht, dass es keine verschleissreaktionen sah und nur eine frische Ruptur, chancenlos.
Aehnliches gilt für die privaten UNfallversicherer, daher ist auch hier das Pathologieergebnis oder ein Hinweis im OP Bericht sinnvoll. Sprechen Sie nochmal mit dem Operateur. ABER, mit 65 haben die meisten Menschen schon einen Vorschaden in der Muskelmanschette, die dann spontan reissen kann oder durch einen UNfall. Sie sehen, es ist nicht so einfach. Aber versuchen Sie Ihr Glück.
Gern helfe ich weiter, haben Sie noch Fragen, ansonsten
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden darüber.
VG und gute Besserung,
wenn diese info hilfreich war, bitte mit " akzeptieren" honorieren. Diese allgemein Info ersetzt nicht die Untersuchung vor Ort oder in meiner Praxis

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