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Dr. med. Hoyer
Dr. med. Hoyer, Arzt, Ass.Prof. (USA)
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 17
Erfahrung:  Uni. Hamburg, Würzburg, Pittsburgh(USA), Acc&Emerg.London, Innere, Intensiv, Anästh, Pain, Infekt.
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Und was tu ich nun am besten Konsum einstellen logisch,is

Kundenfrage

Und was tu ich nun am besten? Konsum einstellen logisch,is aber nicht so einfach,was kann ich tun? Zum Entzug kommt noch dazu,das ich JEDEN tag seit ca 8jahre kiffe,so ca einen Bonkopf alle 30min,also so ca 7-10g grass,wie andere leute ihre zigaretten im takt rauchen,lass ich die bong blubbern!!! Möchte aber auf keinenfall einen Entzug in der psychatrie machen,was gibt es für andere wege?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wenn Sie auf keinen Fall einen stationären Entzug machen wollen, ist es das Gesündeste und das Einfachste, den Konsum schrittweise zu reduzieren. Auf keinen Fall sollten Sie von einem Tag auf den anderen einfach aufhören (sog. kalter Entzug). Zwar sind die Entzugserscheinungen bei Amphetaminen wie Speed nicht so stark ausgeprägt wie beim Opiatentzug (wie z.B. Heroin), aber seien Sie darauf gefaßt, dass Sie Depressionen, ein erhöhtes Schlafbedürfnis und längere Phasen der Antriebslosigkeit durchmachen können. Deshalb reduzieren Sie langsam und stetig.
Was Ihren Cannabiskonsum angeht, so kann ein abruptes Stoppen zur Psychosen, Depressionen, aber auch Agitiertheit/Unruhe und ebenfalls Schlaflosigkeit führen. Schlimm können auch die intensiven nächtlichen Träume werden. Daher auch hier: langsames Ausschleichen.
Bei jedem Entzug ist es wichtig, nicht auf andere Drogen umzusteigen. Manche Exuser nehmen plötzlich exzessiv Schlaftabletten oder Stimmungsaufheller oder fangen an zu trinken. Eine wirksame Methode gegen diesen Alternativgebrauch ist z.B. Sport.
Falls Sie Schlafprobleme beim Entzug von Speed bekommen sollten, ist eine kurzzeitige Einnahme von Benzodiazepinen vertretbar, jedoch macht auch diese Substanzgruppe irgendwann abhängig. Alternativ können Sie auch "Kytta-Sedativum" (40 Dragees gibt's rezeptfrei in der Apotheke) versuchen.
Noch ein Wort zum Sport: Gerade für Bong-Kiffer ist Sport ein Reizwort, aber die Erfahrung zeigt, dass damit die Entzugserscheinungen von den Exkonsumenten am besten vertragen werden. Am besten einfach ausprobieren.

Zur Ergänzung - nur zur Info: Bei einem Entzug in der Klinik wird versucht, die Entzugserscheinungen mit Medikamenten zu unterdrücken. So werden z.B. Medikamente gegen Schlaflosigkeit und Krampfanfälle verabreicht.

Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Foren und Selbsthilfe-Gruppen, die hilfreiche Tipps geben können, z.B. die "Grasshopper" in Berlin, das Gleiche gilt natürlich auch für die Amphetamine:
http://www.suchtundselbsthilfe.de/forum/stoffgebundene-s%FCchte/9330-speed.html

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen und passen Sie auf sich auf! Lassen Sie sich von suchtfernen Freunden unterstützen!

MfG

Verändert von OnlineDoc am 16.10.2010 um 23:08 Uhr EST
Experte:  Dr. med. Hoyer hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Tag lieber Patient,

 

der Link nochmal "anklickbar":

 

http://www.suchtundselbsthilfe.de/forum/stoffgebundene-s%FCchte/9330-speed.html

 

...kleine Serviceleistung. Der Weg des Kollegen "OnlineDoc" ist sehr gut - viel Erfolg!