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Bergmann
Bergmann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  20j. Berufserfahrung in Kinder-, Jugendmedizin, Dermatologie, innere Medizin
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Bergmann ist jetzt online.

guten Abend liebe Kinder rzte, meine Tochter ist gerade

Kundenfrage

guten Abend liebe Kinderärzte,

meine Tochter ist gerade 8 J. geworden. Seit Jahren schwimmt sie, tanzt Ballett und ist trotz ihrer sehr schmalen und kleinen Statur sehr schnell und muskulös.

Seit 10 Tagen merkt sie dass sie nur langsam laufen kann und wenn sie im im Spiel rennen muss, folgen ihre Beine bzw. Füsse ihr nicht. Ich dachte erst an Muskelnkater, doch das hält an und jetzt beschwert sie sich über andauernde Schmerzen in den Waden, und steife Fussgelenke wenn sie schnell gehen will.

Vor einem Jahr hatte sie schwäche in den Knien beim Rennen, so etwas wie Wattegefühl, sodass sie anstatt Rennen plötzlich langsam auf die Knie durch diese Schwäche runtergebogen wurde.

Was könnte das sein. Zu welchem Arzt wäre es

ratsam zu gehen?
Vielen Dank
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

gibt es in der Familie andere Kinder, die ebenfalls "Muskelbeschwerden" haben?

Beste Grüße

Dr. G.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Nein, es geht um Einzelkind.

DANKE

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Muskelschmerzen treten bei sehr vielen Kindern auf - häufig wird keine Ursache gefunden und die Beschwerden hören von alleine nach einer Weile wieder auf.

Wenn die Beschwerden gedoch nicht spontan enden, sollte eine Vorstellung beim Kinderarzt erfolgen.
Es gibt diverse Erkrankungen im Kindesalter die zu Muskelbeschwerden / - schwäche führen können. Zu diesen zähen die sogenannten Muskeldystrophien, Stoffwechselerkankungen oder auch kindliches Rheuma. Allein durch das Fehlen einer familiäre Häufung sind jedoch viele der möglichen Erkrankungen äußerst unwahrscheinlich.

Eine endgültige Klärung ob nun eine Situation vorliegt in der einer weitere Abklärung von nöten ist oder nicht, kann jedoch nur vor Ort erfolgen.

Der nächstbeste Schritt ist daher sicherlich Ihren Kinderarzt aufzusuchen. Er kann nach einer körperlichen Untersuchung und Betrachtung des Gangbildes schon eine erste Aussage treffen.

Ich hoffe das hilft weiter,

Dr. G.
Bei Rückfragen stehe ich gerne zu Verfügung, ansonsten wäre ich Ihnen für das Drücken des Akzeptieren Knopfes sehr dankbar!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

 

Der Kinderarzt wird auf jeden Fall aufgesucht.

 

Kann ich im vorab meiner Tochter mit irgendeinem Präparat helfen. Morgen weis sie nicht rech wie sie beim Sport etwas mitmacht, also werde ich um Befreiung bitten, damit sie sich nich schämt wegen ihrer "Langsamkeit". Sie ist in eine neue schule gekommen, letztes Jahr hat sie die 3 Klasse übersprungen. Wie oft bzw. wie wahrscheinlich kann Psychologie oder Kümmer so eine Wirkung zeigen?

 

Danke

Vielleicht fehlen ihr vitaminen oder Magnesium? Gibt es etwas was ich ihr wegen häufigem Sport und bei ihrer Zierlichkeit als Zugabe ohne zu schaden geben könnte?

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Abend,

 

die Symptome Ihrer Tochter passen sehr gut zu folgender Erkrankung:

 

Seit einigen Jahren beobachten wir in unserer Kinderarztpraxis zunehmend das Vorkommen einer noch nicht näher bezeichneten Virusinfektion mit erheblicher Beteiligung der Muskulatur. Diese Erkrankung wird auch vom Robert Koch Institut verfolgt, um sie näher zu erforschen.

Die Kinder klagen über dieselben Symptome wie Ihre Tochter. Die Diagnose kann man durch eine Blutabnahme sichern. Außer den üblichen Zeichen einer Virusinfektion findet man eine erheblich erhöhte Creatinkinase (CK) sowie eine erhöhte CK-MB.

Beides sind Substanzen, die normalerweile in Muskelzellen sind und bei vermehrtem Zelluntergang ins Blut ausgeschwemmt werden.

 

Die CK-Werte sind teils bis über 2000mg/dl, normal wäre 0 bis 190 mg/dl.

Die CK-Werte zeigen die Beteiligung des Herzmuskels.

 

Es gibt keine spezielle Therapie außer körperlicher Schonung !!

 

An Hand der Blutwerte kann man sehen, wie lange sich die Patienten schonen müssen.

 

Die Erkrankung kommt bei 1 bis 2 von 1000 Patienten in einer Kinderarztpraxis vor.

 

Alle mir bekannten Fälle wurden wieder gesund, allerdings normalisieren sich die Werte in einem individuell sehr verschieden langen Zeitraum, nämlich zwischen einer Woche und bis zu drei Monaten!

 

Die Erkrankung hat noch keinen eigenen Namen und ist vielen Kollegen auch als eigenständige Krankheit noch nicht bekannt.

 

Eine Blutabnahme würde Ihnen in jedem Fall Gewißheit geben.

 

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben, und auch ich würde mich über ein "akzeptieren" freuen.

 

Freundliche Grüße.

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