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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

habe seit j nner 2010 tinitus bei einem digitalr ntgen wurde

Kundenfrage

habe seit jänner 2010 tinitus
bei einem digitalröntgen wurde eine hyperlordose der mittleren und caudalen HWS festgestellt.
ist das der auslöser des tinitus , bin 58 jahre und seit 1967 als konditor beschäftigt .
gibt es für mich hilfe !!
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !

Tinnitus ist eine Hörwahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung im Gehirn. In seltenen Fällen kann es tatsächlich einen Zusammenhang mit der Halswirbelsäule oder den Kiefergelenken geben. Dies ist aber sehr selten der Fall bzw. häufig eher indirekt, dazu gleich mehr.

Als Auslöser bzw. mit Aussicht auf Behandlungserfolg spielt die Wirbelsäule dann eine Rolle, wenn der Tinnitus durch Kopfbewegungen und / oder Kieferbewegungen ausgelöst und deutlich verändert werden kann. Das ist aber seltenst der Fall. In 3 Jahren Arbeit in einer Tinnitusklinik habe ich das so vielleicht 2 bis 3 mal erlebt.

Häufiger ist, dass man angespannt ist, wenn man Tinnitus hat. Weil der Tinnitus ja nervt, ist man innerlich angespannt. Das führt zu Verspannungen (oder Verstärkung vorbestehender Verspannungen) und damit auch zu einer Fixierung der Beschwerden. Es ist also ein Teufelskreis. Sicher kann da physikalische Therapie und oder Wärme auch ein wenig lindern.

Die eigentliche Behandlung ist ein Ignorieren bzw. besser Verlernen des Ohrgeräusches. Dazu wendet man z.B. die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) an. Dabei wird ein mehr oder weniger leises Rauschen aus allen Frequenzen (sog. weisses Rauschen) über eine Art Hörgerät abgegeben. Das Gehirn verlernt den Zusammenhang von innerer Anspannung und Ohrgeräusch über einige Wochen und Monate.

Ich habe bei mir selber die Erfahrung gemacht, dass Ohrgeräusche wieder verschwinden, wenn man sie ignorieren kann. Seitdem ich nicht mehr in der Klinik dort arbeite, habe ich auch keinen Tinnitus mehr.

Weitere Informationen erhalten sie beispielsweise von der Deutschen Tinnitusliga, die ich sehr empfehlen kann.
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung: Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Alf Neuhaus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Abend,

Tinitus als Symptom für HWS-Beschwerden ist möglich und hinreichend in der Literatur beschrieben, betrifft aber eher die obere HWS. Die lordothische ´Fehlhaltung´der mittleren und unteren HWS sind eher Haltungs-/ Berufsbedingt (langes Sitzen bei geringer Kopfbewegung -Komputer, Berufsfahrer-), oder degenerativ verursacht (sog. Alterserscheinung). In Ihrem Fall würde ich eine Beteiligung der HWS eher ausschließen, aber mit den Übungen für HWS und BWS weitermachen, und wenn Ihnen die Wärme gut tut, dann auch damit fortfahren. Es ist auch beschrieben das ein Tinitus meistens genauso unverhofft wieder verschwindet wie er gekommen ist, vermutlich tatsächlich aufgrund von Gewöhnung an das Geräusch (wie als wenn Sie in der Nähe der AUtobahn wohnen und nach einiger Zeit die Autos nicht mehr hören, aber jeder Besucher Sie fragen würde wie Sie denn dort schlafen können). Viel Glück und gute Besserung.