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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Meine Frau ist vor ca. einem

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Meine Frau ist vor ca. einem halben Jahr gefallen. Bluterguss im Knie ca. 4 Monate lang
Seit dem Fall ist Sie sehr gereizt. Hat beim Laufen Gleichgewichtsstörungen, die mit der Zeit immer schlimmer wurden.
Sie ist in der Zwischenzeit öfter gefallen.
Bin schon mit Ihr 1 Woche auf der Insel zum entspannen gewesen. Beim Spazieren habe ich sie an der Hand genommen, damit Sie nicht fällt.
Kurzzeitgedächtnis ist nicht in Ordnung. Hat Probleme am PC und sonst auch.
Teilweise etwas verwirrt. ( Bekommt nicht mehr alles auf der Reihe ).
Habe Sie vorsichtig aus den Bürotätigkeiten unserer Firma herausgenommen.
Kommentar: "bin zu nichts mehr zu gebrauchen- ihr wollt mich abschieben "
Keine Schwindelanfälle, keine Kopfschmerzen, keine Gehörprobleme.
Unruhiger Schlaf, nervöse Zuckungen, kurzer Atem beim Schlaf.
Schläft beim Fernsehen öfter ein.Sehr schreckhaft
Meine Frau kann Nachts schlecht schlafen, weil sie in den Füßen ( Fußballen ) von den Zehen kribbeln hatte. Dieses Kribbeln hat sich nach vorne in den Zehen verlagert.
Vor ca 4 Monaten war sie bei einem Neurologen. Befund: alles oK.
Ausserdem hat Sie seit der Zeit einen trockenen Reitzhusten und keine feste Stimme mehr. War damit beim HNO-Arzt:keinen besonderen Befund: Stimmbänder etwas dicht aneinander.
Meine Frau hat auch Wasser unten in den Beinen vor den Füssen ( Fußgelenk Enkel )
und weil sie auch noch den Reizhusten hat, war Sie beim Kardiologen. Befund alles ok.
Sie hat einen 2. Neurologen aufgesucht. Der hat Sie in die Röhre geschickt. Kopf Befund alles ok. Leichten Schleudergang festgestellt. Gleichgewichtsübungen verschrieben.
Großes Blutbild machen lassen. Befund alles oK.
Zeckentest: alles ok
Schilddrüse, Hormone, Magnesium, Großer Zuckertest sind nach meiner Meinung nicht gemacht worden.
Vom Heilpraktiker hat sie jede Menge Vitamin B gespritzt bekommen.
Bei einer Ärztin die Ostheopatie macht, ist sie in Behandlung 1. Sitzung:
Prognose Atlaswirbel verschoben.
Bei einen weiteren Ostheopaten 2 x behandelt worden Nacken verhärtet ( Atlaswirbel ?)
Am Dienstag hat sie einen Termin beim Orthopäden
Am Donnerstag Termin bei der Ärztin mit Ostheopatie.
Da bisher keine merkliche Besserung eingetreten ist, bitten wir um Vorschläge, wie und wo wir eine weitere Untersuchung machen lassen können.
Eine Private Einweisung in eine namhafte Klinik / Arzt ? NEUROLOGIE ?
Wo können wir die besten Ärzte / Professoren für diesen Fall konsultieren ?

Wir bitten um Nachricht, wie wir weiter verfahren sollen.
Herzlichen Dank im Voraus.

Albert Ulferts
Lütjenweg 11
26802 Moormerland
Tel. 04954- 2111
Fax 04954 - 3235
e-mail:[email protected]
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Abend !

 

Ein paar Nachfragen :

Wie alt ist ihre Frau ?

Wurde sie gynäkolologisch untersucht bzw. auf etwaige hormonelle Schwankungen untersucht ?

Scharcht sie bzw hat sie Atemaussetzer ?

Wie lange schon bestehen die Schlafprobleme ? Ist sie morgens erholt und ausgeschlafen ?

 

Sie beschreiben Kurzzeitgedächtnissstörungen und ein Bagatellisieren von Defiziten. Ist eine Demenz-Diagnostik durchgeführt worden, d.h. speziellere Tests z.B. in einer spezialisierten Gedächtnissprechstunde / Memory-Klinik ?

drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Alter 54
Schnarcht nicht
Aussetzer nicht bekannt
hormonelle Schwankungen nicht untersucht
Schlafprobleme schon länger.
Alzheimer test gemacht
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
meine Fragen wurden nicht beantwortet
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 6 Jahren.

Zunächst wäre meine erste Vermutung eine dementielle Störung gewesen, so dass ich entsprechende Gründliche Diagnostik auch hinsichtlich weiterer Systematrophien angeraten hätte. Nun ist sie aber ja diesbezüglich von 2 Neurologen untersucht worden, so dass ich persönlich auch eine 3. Diagnostik bei einem "Experten" nicht empfehlen kann.

 

Sie haben ja nun schon etliches an Diagnostik hinter sich, ohne dass es zu einer Klärung oder Besserung kam. Daher wage ich mich an eine etwas ungewöhnliche Erklärung heran

 

Meine 2. Hypothese bezieht sich auf die Schlafstörung. Stark vereinfacht ist es so, dass im Schlaf ja eine Art "Aufräummechanismus" für emotionale Erlebnisse erfolgt. Das erfolgt im sog. REM-Schlaf. Wenn nun der Schlaf gestört ist (und / oder durch Schlafmittel und andere Faktoren gestört wird) verschiebt sich der normale Schlaf-Wach-Rhythmus UND die Aufräumfunktion des Gehirns kann nicht regelrecht ablaufen.

Die Folgen können ähnlich wie bei einem zugemüllten PC sein. Er wird störanfälliger, langsamer und es kommt zu Aussetzern. Diese "Aussetzer" könnten den körperlichen Symptomen bei ihrer Frau entsprechen.

 

Medikamentös könnte man hier zunächst versuchen mit dem Schlafhormon Melatonin z.B. als Circadin 2 mg zur Nacht eine Besserung des Schlafs zu erzielen. Damit würde auch der Traumschlaf besser. Daneben würde ich aber auch versuchen, den "Datenmüll" einmal therapeutisch anzugehen. Hier wird es nun recht speziell, weil dieser Ansatz von herkömmlichen Therapeuten nicht verfolgt wird. Schauen Sie aber bitte einmal auf www.emoflex.de was ich meine.

 

Möglicherweise könnten ihnen aber auch Schlafmediziner weiterhelfen. Ich selber habe vor Jahren mein PJ im damaligen Kreiskrankenhaus Aurich gemacht, wo es ein Schlaflabor gibt.

 

Die 3. Hypothese wäre auch eher in das psychotherapeutische Fachgebiet hineingehend. Die Ansammlung von Symptomen lässt an eine sog. Somatisierungsstörung denken. Also letztlich medizinisch nicht hinreichende Beschwerden, die zumindest nicht einer organische Störquelle zuzuordnen sind, aber im Schweregrad stark belastend sind. Hier wäre eine genauere Diagnostik durch einen Facharzt für Psychotherapeutische Medizin angesagt.

 

Fazit : Ich persönlich glaube nicht, dass es eine hinreichende neurologische Erklärung gibt. Die neurologische körperliche Untersuchung schliesst schon 90 Prozent möglicher Ursachen aus, die durchgeführte Komplettuntersuchung die restlichen 10 Prozent. Insofern macht es keinen Sinn, ihnen nun Experten für Neurologie zu nennen, die doch wieder bei mehr oder weniger Null mit der Diagnostik anfangen würden.

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