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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

ich bin zu ostzeiten 15 monate in dem geschlossenem jugendwerkhof

Kundenfrage

ich bin zu ostzeiten 15 monate in dem geschlossenem jugendwerkhof torgau gewesen.mit 18j bin ich enlassen worden.am 02 mai 2007 bin ich rehabilitiert worden. ich habe einen tollen sohn und einen lieben mann! und trotzdem bin ich an manchen tagen so tief am boden und zweifle am sinn des lebens.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !

Haben Sie denn in irgendeiner Form noch Bilder / Videos / Gerüche etc im Kopf, die sie an diese Zeit ungewollt erinnern ? Fühlen sie sich DADURCH so in Mitleidenschaft gezogen ?

Es kann ja auch andere Gründe geben, dass sie immer wieder mal Gefühlsregulationsprobleme haben (möglicherweise schon seit der ganz frühen Kindheit). Ich möchte damit nicht die Zeit in Torgau beschönigen, mir geht es nur um die diagnostische Frage : Haben Sie Symptome einer (komplexen) Posttraumatischen Belastungsstörung oder aber einer anderen psychischen Problematik, die zu Stimmungs- und Selbstwertproblemen führt.
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
meine mutter ist so gaube ich alkoholikerin schon soweit ich denken kann. wir sind damals vom jugendamt von der schule abgeholt worden. ich habe noch vier geschwister. alle sind in verschiedene heime gekommen. habe heute auch zu keinen kontakt.weil ich festgestellt habe das es mir nicht gut tut!
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Das "blöde" an so einer Situation ist häufig, dass sie eben im Elternhaus nicht genügend Bindung bzw. Stabilität erhalten haben (weil ihre Mutter das schon nicht konnte). Sie sind dann buchstäblich vom Regen in die Traufe geraten. Statt Stabilität, Wärme, Empathie und eben die Chance zur Nachreifung haben sie eben das genaue Gegenteil in der Einrichtung erfahren.

Hier ist Therapie häufig schwierig, weil eine "Nachreifung" ja kaum gelingt. Das Auffangen der fehlenden "Stabilisierung" ist eine grosse Aufgabe, weil sich ja im späteren Leben diese Instabilität bzw. Probleme sich selber emotional "zu halten" immer und immer wieder zeigt.

Toll ist, dass sie es "trotzdem" zu einer Beziehung mit einem tollen Mann und einem Sohn gebracht haben. Da können sie wirklich stolz sein und das ist eine prima Ressource in ihrem Leben.