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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

ich wurde bisher auf Pers nlichkeitsst rung diagnostiziert.

Kundenfrage

ich wurde bisher auf Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Ich merke aber zunehmend, dass ich unter starken Angstzuständen leide. Kann man Angstzustände mit einer Persönlichkeitsstörung vergleichen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen !

Wie sie vielleicht wissen, unterscheiden Psychiater und Psychologen (mindestens) 2 Achsen von psychischen Problemen. In der 2. Achse werden die sog. Persönlichkeitsstörungen beschrieben, die man auch als eine Art Überlebensstrategie im Umgang mit anderen Menschen bzw. eben sehr schwerwiegenden negativen Erlebnissen in der frühen Kindheit ansehen kann. Häufig hat sich auch als Schutz gegen Angst oder Traumatisierung dann eine Art Schutzglocke mit eingefahrenen Überzeugungen und Verhaltensmustern ergeben, die man dann als Psychiater als Persönlichkeitsstörung diagnostiziert.

In der 1. Achse werden dann aber die eigentlichen psychischen Symptome klassifiziert. Das kann eine Depression, eine Essstörung, Zwänge oder eben eine Angststörung sein. Man hat also bei Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung praktisch immer "Läuse und Flöhe", d.h. mindestens eine (meist weit mehr) Störungen aus der Achse 1, die sich aber im Verlauf des Lebens auch mal verändern können.

Ihre Angstzustände sind also quasi auch Teil der Persönlichkeitssstörung bzw. die Persönlichkeitsstörung eben auch ein Versuch mit Angst bzw. emotionaler Instabilität umzugehen.

Daher wird in der Therapie BEIDES angegangen.
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sollte ich dann mit der medikamentösen Behandlung fortfahren, da ich gelesen habe das diese die Symtome lindern aber nicht die Angst bekämpfen.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja. Die Medikation ist grundsätzlich eine Unterstützung und Hilfe. Wenn es nicht gerade Benzodiapezine sind, wird man eben auch gleichzeitig eine Pharmakotherapie und eine Psychotherapie empfehlen. Sonst "flackert" die Angst und die Depressionen immer und immer wieder auf und macht es fast unmöglich, in der Therapie "angstfrei" zu arbeiten.
Sicherlich lösen die Medikamente die zugrundeliegende Problematik und Entwicklung nicht. Aber sie stabilisieren in aller Regel schon.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Dann sagen sie mir doch bitte was Seroquel für ein Medikament ist. Dieses Medikament nehme ich zur Zeit.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Seroquel ist ein sog. atypisches Neuroleptikum. Ursprünglich eher für die Behandlung von Psychosen gedacht und entwickelt, wird es eben auch zur "Reizabschirmung" bzw. gegen innere Ängste und Unruhe von Psychiatern eingesetzt. Ich erkläre es meinen Patienten auch manchmal so : Seroquel macht eine etwas dickere emotionale "Haut". Man wird nicht ganz so schnell von emotionalem Stress um sich herum durcheinander gewürfelt.

Dafür dämpft es aber auch Gefühle und Antrieb (und kann ein wenig das Gewicht nach oben treiben).

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