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Dr.med.24h
Dr.med.24h, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 89
Erfahrung:  Arzt
47820508
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Liebe Experten, ich bin Dipl.-P d., Dipl.-Soz.p d., Sprachheilp d.

Kundenfrage

Liebe Experten,
ich bin Dipl.-Päd., Dipl.-Soz.päd., Sprachheilpäd. und Integrative Lerntherapeutin.Während meiner 2. Dipl.Arbeit habe ich mich viel mit ADHS beschäftigt und einen Elterntrainerschein absolviert. In der Lerntherapieausbildung sowie im Studium wurde dies auch thematisiert. Jahrelange Erfahrungen in der Jugendhilfe habe ich ebenfalls in diesem Bereich.
Ich möchte mich nun psychotherapeutisch weiterbilden. Lohnt es sich einen HP/Psychotherapie zu machen? Gibt es Ausnahmen, um eine reguläre Krankenkassenzulassung zu bekommen? Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapieausbildung dauert berufsbegleitend ja 5 Jahre und bezieht sich dann auch nicht auf Erwachsene. Kann ich als HP/Psy. ADHS, LRS usw. diagnostizieren? Wie anerkannt ist das denn? Gibt es eine Möglichkeit, dass Krankenkassen ADHS-Therapien, Spieltherapien (welche Ausbildungen gibt es in diesem Bereich) übernehmen? (wenn ich diesen kleinen HP habe)? Ich habe gehört, dass es Ausnahmefälle gibt und sich die gesetzlichen Krankenkassen mehr öffnen.
LG B.Bau
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.med.24h hat geantwortet vor 6 Jahren.

Liebe Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage.

Als HP/Psy können Sie praktisch alles anbieten (auch Bachblüten), wenn Sie Ihre Kompetenz nicht überschreiten (keine Psychosen, keine akute Suizidalität usw.); allerdings gibt es keine Möglichkeit der Kassenzulassung. Darüberhinaus dürfen Sie keine verschreibungspflichtigen Medikamente verordnen. De facto dürften Sie -selbst wenn Sie eine gutgehende HP-Psy Praxis haben, nicht so oft ADHS zu Gesicht bekommen - und müssten dann den Patienten letztendlich weiterverweisen, wenn Globuli und Co. nichts helfen.

Wie Sie ganz richtig schreiben, ist die KJ die einzige nicht-ärztliche und nicht-psychologische Therapeutengattung, die am KV-System teilnimmt.

Zugegeben, 5 Jahre klingen lang - aber die Weiterbildung für Ärzte und Psychologen dauert genauso lang, nach dem Studium! Das werden Sie also nicht argumentieren können, warum Sie mit einem eigentlich "nichttherapeutischen" Studium in zwei Jahren fertigsein wollen; ich baue da auf Ihr Verständnis.

Aber warum wollen Sie denn gleich allein, auf sich gestellt in eigener Praxis tätig werden?

Die Ausbildungsinstitute für die KJ bieten ja während der Ausbildung fundierte supervidierte Mitarbeit in Ihren Ambulanzen an, wobei man bereits Geld verdient- das wäre immerhin eine Option. (z.B. das CIP)

Eine kürzere Ausbildung wäre vielleicht noch die Ergotherapie - da wären Sie wiederum auf eigenen Füßen in eigener Praxis. Den Schwerpunkt Kinder, Lernen, Konzentration gibt es da auch.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Auf jeden Fall viel Erfolg auf Ihrem Weg!

Liebe Grüße,

Dr.med.24h und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort,

 

ja, aber in den Instituten bekommt man sehr wenig Geld. Überall steht, dass eine Tätigkeit während des KJ-Studiums eigentlich wie eine "Assistenzärztin" angesehen wird. Leiter wird man aber nicht so bezahlt.

Eine Ergotherapie-Ausbildung auf Berufsfachschulebene kommt natürlich nicht infrage, da ich ja bereits in solchen Ausbidungsinstituten als Lehrkraft arbeiten kann:-)

Ich unterrichte derzeit an einer Fachschule für SP. Warum ein Nichttherapiestudium? Also, ich kann ja sowohl Sprachstörungen therapieren (Dipl.-Sprachheilpäd), als auch Lernstörungen (Integrative Lerntherapeutin).

Ich suche derzeit eine Ausbildung, die ich nebenbei absolvieren kann (ohne das Arbeitsgebiet komplett zu wechseln).

In Bezug auf die Bachblüten bekommte ich immer unterschiedliche Antworten. Einer sagt, dass dies möglich ist, weil manche Gemütszustände zu den "Psych. Störungen" gehören und andere sagen, dass ich grundsätzlich nichts anmischen darf.

Wie gesagt suche ich etwas, was ich anbieten kann, was von der KK bezahlt wird. Diese Präventionskurse AT/ PMR werden ja in meiner Berufsgruppe bezahlt, wenn ich diese anbiete. Das geht ja auch bei Präventionskursen für Kinder oder Erwachsene, in Bezug auf Lernen ADHS und Co. Kennen Sie sich damit aus??

LG B.

Experte:  Dr.med.24h hat geantwortet vor 6 Jahren.

Liebe B.,

vielen Dank für die Antwort.

Das "Nichttherapeutische" Studium sollte keine Wertung Ihrer Ausbildung sein, sondern war nur im Sinne der Gesetzeslage, als den Approbationsberufen. Auch Ergotherapeuten sind übrigens in meinen Augen Therapeuten, und die Tatsache einer Berufsfachschulausbildung oder eines Studiums sagt noch nichts über die Qualität aus, aber das nur am Rande.

Also, für Sie gibt es ein paar Fakten, die Ihnen vielleicht weiterhelfen:

  • Es werden zwar einzelne Leistungen wie AT oder PMR als "Zielleistung" von den Kassen gezahlt, aber strenggenommen nur für Gesunde als Vorsorgeprogramm (auch wenn hier natürlich auch z.B. Schmerzgeplagte teilnehmen). Für die Behandlung von Kranken wäre eine Diagnosestellung und Indikationsstellung durch den Behandler kennzeichnend, das ist nicht erlaubt. Wie sie selbst sagen, Präventionskurse - überspitzt gesagt sind das Kurse für gesundes Kochen auch, also keine Behandlung von Kranken, keine Ausübung der Heilkunde.
  • ADHS ist eine Erkrankung, also keine Chance.Die Kassen dürfen das also nicht bezahlen, weil rechtlich nicht zulässig. Davon abgesehen, wie gross schätzen Sie die Lobby von bisher nicht organisierten einzelnen Therapeuten im Gegensatz zu lange bestehenden , großen Ärzte- und Psychotherapeutenverbänden in derartigen Verhandlungen ein?
  • Es ist richtig, dass sie als HP-Psych nur psychotherapeutisch tätig sein dürfen. Das Mischen von Medikamenten wäre strenggenommen auch für Voll-HP ein Problem, wegen des Arzneimittelgesetzes, das aber für den Fall der Homöopathika eine Ausnahme vorsieht (weil chemisch gesehen ja nichts drin ist).
  • Aber wenn Sie als HP-Psych eine Empfehlung aussprechen, ein nicht verschreibungspflichtiges Präparat (Bachblüten, Irgendetwas D10 usw.) in der Apotheke zu kaufen, wird sie keiner belangen können. Tausende Hebammen machen das hierzulande (meiner Ansicht nach im rechtlichen Graubereich), aber solange auf Ihrem Merkzettel für den Patienten nicht "Rezept" steht, ist es auch keines.
  • finden sich 61 Dipl.Päd. - allesamt als HP-Psy zugelassen, sofern nicht zusätzl. Dipl.-Psych. Es gibt keinen mit Kassenzulassung.
  • Interessant als Versuch für Sie wäre, in einem Medizinischen Versorgungszentrum tätig zu werden, in dem auch PT angeboten wird. Diese Versorgungsform steht unter ärztlicher Leitung, und die Therapeuten stehen im Angestelltenverhältnis. Diese Form wird in Zukunft nach verbreiteter Meinung sowieso die Einzelpraxen verdrängen.
  • Mein Rat hierzu wäre, entsprechende Kollgen/innen mit Ihrer Ausbildung z.B. über dieses Portal auszusuchen, und gezielt anzusprechen. Dieser Erfahrungsaustausch dürfte sie am schnellsten ans Ziel bringen.

Alles Gute und viel Erfolg!

 

Liebe Grüße

 

  • Die Kassen

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