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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Hello wir kommen aus Paris, Unser sohn der gerade eine schwere

Kundenfrage

Hello wir kommen aus Paris, Unser sohn der gerade eine schwere scheidung hinter sich hat und vor ein paar jahre schwere depression mit psychose erlebte, hat sein job quittiert, er ist 27 will mit seinen eltern nicht diskutieren un keine mediakamente nehmen. wir muessen wieder nach paris aber nicht ihn so lassen. er meint er kann allein fungieren, will nicht nach frankreich: es ist aber klar verschlossen und lost in his own world, what is there to do bitte ?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !

Es ist ausgesprochen schwierig, aus den wenigen Angaben ohne ein Gespräch mit ihrem Sohn eine Aussage zu treffen. Eine Wesensänderung und Ablehnung von Hilfe ist aber gerade bei der Vorgeschichte einer Depression mit psychotischen Merkmalen auf jeden Fall als sehr ernst zu sehen. Es könnte sich jetzt um eine erneute psychotische Entgleisung mit Rückzugsverhalten handeln, möglicherweise aber auch nur um eine Persönlichkeitsvariante (wie sprechen da von schizoiden Merkmalen).

Anlaufstellen für ihren Sohn wäre entweder der Hausarzt (im Idealfall eben wirklich ein Arzt, der die gesammte Familie noch kennt) oder der Psychiater. Leider sind hier Wartezeiten von Wochen bis Monaten die Regel. Hilfreich wäre, wenn er an einer psychiatrischen Tagesklinik behandelt würde bzw. dort in einer sog. Institutsambulanz einer Psychiatrie eine Anlaufmöglichkeit hätte. Notfalls so, dass auch aufsuchend eine Betreuung im Notfall erfolgen könnte. Das ist aber fast nirgendwo möglich.

Eine ganz akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht wohl nicht. Das wäre die rechtliche Grundlage für eine Unterbringung in einer Klinik gegen den Willen ihres Sohnes.

Sie können somit wenig machen. Es gibt noch den Sozialpsychiatrischen Dienst (am Gesundheitsamt), die sich ggf. auch aufsuchend um Patienten kümmern, die krankheitsbedingt keine Krankheitseinsicht haben. Eher aber sollte man wirklich über Freunde, Pastor, Hausarzt oder andere Angehörige versuchen, ihn zur Aufnahme einer Therapie aus eigenen Stücken zu motivieren.
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Adressen für Tageskliniken oder Reha-Einrichtungen kann ich leider nicht nennen, da ich den Wohnort ihres Sohnes nicht kenne. Zuständig ist immer die Psychiatrie am Wohnort bzw. dem sog. "Sektor" der Versorgung. Reha- oder Kureinrichtungen werden auch eine zu lange Vorlaufzeit für seine Problematik haben.