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docapplepie
docapplepie, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 203
Erfahrung:  Facharzt Neurologie und Psychiatrie, Schwerpunkt Gerontotherapie (Altersmedizin), Notfallmedizin
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Guten Tag, meine Nichte ist gerade erst 23 Jahre und ist 2x

Kundenfrage

Guten Tag,
meine Nichte ist gerade erst 23 Jahre und ist 2x an der LWS operiert worden. Mittlerweile ist in einer Schmerzklinik Fibromyalgie diagnostisiert worden. Sie ist dort mit Teledin ganz gut eingestellt worden, musste aber leider das Medikament wieder absetzten, weil der Darm komplett seinen Dienst eingestellt hatte und sogar der V.a. Ileus bestand. Nun gibt man ihr Fentamyl-Pflaster, was die Schmerzen nur unzureichend dämmt und sie mit dem Kreislauf auch noch Schwierigkeiten hat. Was können wir noch versuchen, um das Schmerzgedächtnis endlich auszuschalten, denn physische Gründe der Schmerzen liegen angeblich nicht vor. Herzlichen Dank für Ihre Mühe. K. Kaben
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo!
Die Diagnose und Behandlung einer Fibromyalgie ist heute durch eine sehr aktuelle Leitlinie der medizinischen Fachgesellschaft unterstützt. Hier ist zu erkennen, dass es sich um eine Somatisierungsstörung handelt, die sich vor allem oder ausschließlich durch körperliche Beschwerden äußert (das bedeutet genau was Sie sagen: es gibt ein Schmerzgedächtnis, was gestört ist, aber keine physischen Ursachen der Dauerschmerzen). Die Behandlung ist aber interessanterweise vor allem eine Behandlung der Nerven - und hier der Schmerznerven und der Empfindungsnerven im zentralen Nervensystem. Gemäß der Leitlinie werden daher Medikamente eingesetzt, die eigentlich für andere Erkrankungen im ZNS, nämlich Depressionen (z.B. Amitriptylin, Venlafaxin, Duloxetin) und Epilepsien (z.B. Gabapentin, Pregabalin), entwickelt worden sind und die in der Regel recht gut helfen. Oft muss man mehrere Medikamente kombinieren, um die Nebenwirkungen gering zu halten und eine gute Wirkung zu erzielen, aber dadurch kann man Fibro-Patienten auch meist ziemlich gut helfen. Suchen Sie in Ihrer Nähe einen Neurologen/ Psychiater, der sich mit Fibro auskennt oder einen Schmerztherapeut (meist Anästhesist), denn eine solche Behandlung geht nur "live" und nicht per Internet. Verweisen Sie auf die aktuelle Leitlinie und dann werden Sie schnell merken, ob sich jemand wirklich mit dem Thema auskennt oder nur so tut. MfG P.T.

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