So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an drhippokrates.
drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
28345046
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
drhippokrates ist jetzt online.

Hallo und guten Morgen,ich bin 58 Jahre alt (w) und habe

Kundenfrage

Hallo und guten Morgen,
ich bin 59 Jahre alt (w) und habe nun seit 2 Jahren Tag für Tag nach einer neuen Arbeit gesucht. Angst und Panikattacken, Schwindel, Übelkeit, Kontrollverlust - alles hat sich in den letzten Wochen bei mir auf dem Höchststand gezeigt, weil ich - wenn ich keine neue Arbeit mehr finde - meine Wohnung verkaufen muss. Als ehem. Bedienstete der Arbeitsagentur rutscht man dann in HartzIV. Nun habe ich seit 2 Wochen eine Arbeit. Juhuuuu, alles könnte so schön sein, wie es früher einmal war.....aber......warum kommt mein Körper mit der neuen Situation nicht zurecht. Unruhegefühle, Angst, Panik, Schwindel, a l l e s   ist geblieben wie vorher. Woran liegt das? Morgen gehe ich zu einem Fest, würde am liebsten zu hause bleiben. Ausgeprägte Hypochondri macht sich zudem breit. Lungenkrebs, Leukämie und was ich nicht alles noch haben könnte.
Was sagen Sie dazu?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job ! Es ist doch klar, dass sie verunsichert sind und unter Druck stehen. Seit 2 Jahren mindestens ist ihr Leben in Turbulenzen. Eine Jobzusage ist toll, aber doch noch keine Lösung für eine Angststörung.

Jetzt wäre einerseits der Zeitpunkt, sich Hilfe direkt zu suchen. Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen und über Medikamente, ggf. Psychotherapie etc sprechen. Leider dauert es lange, bis eine Psychotherapie losgeht.
Daher wäre wichtig, an alte Ressourcen und Stärken, soziale Kontakte etc anzuknüpfen. An das zu denken, was Stabilität bedeutet. Nicht die Unsicherheit siegen lassen.

Hierzu auch eine kleine Übung (weitere Tips ggf. in dem Buch Der innere Garten von Michaela Huber).

Einmal angenommen, ihr Leben wäre bisher idealtypisch verlaufen und sie wären jetzt schon wohlbehalten und zufrieden im neuen Job. Gelöst, vital, gesund. Bei Tieren würde man vielleicht von artgerechter Haltung sprechen, bei einer Pflanze vom idealen Standort mit guten Wachstumsbedingungen. Nehmen wir also an, sie hätten maximalen Handlungsspiel-RAUM. Und nehmen wir mal diesen Raum als Vorstellung wörtlich, besser noch bildlich :

Welche Farbe hätten die Wände eines Raumes, der für sie ideale Bedingungen bedeutet ?
Welcher Fussboden wäre in dem Raum (Teppich, Sand, Stein, Holz ?)
Wäre es eher warm oder eher kühl ?
Welches Licht wäre in dem Raum ?
Gehört ein Duft oder Geräusch dazu ?

Wie würden Sie sich jetzt fühlen, wenn sie in diesem Raum wären ?

drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wieso die Angst noch da ist, wird ganz andere Gründe als der Job haben. Sie werden in ihrem Leben Erfahrungen mit Unsicherheit / Irritationen gemacht haben. Die werden jetzt aktiviert. Auch der 1. Arbeitstag ist eine Unsicherheit. Hier wäre eben wirklich eine Psychotherapie sinnvoll und zielführend als meine Spekulationen.

Angst ist auch ein Warnzeichen, dass eben irgendwas in ihrem "Gleichgewicht" oder Erfahrungsschatz nicht in Ordnung ist. Eine Art "Alarmsirene", die möglicherweise noch zu unrecht auf Alarm steht. Warum das so ist, weiss man nicht immer selber. Hier kann dann eben die Aufarbeitung mit einer Therapeutin hilfreich sein.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Medizin