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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
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Christian Lee ist jetzt online.

Ich habe in einer medizinischen Fernsehsendung vor einigen

Kundenfrage

Ich habe in einer medizinischen Fernsehsendung vor einigen Monaten von einem Fachmann für Pfeiffersches Drüsenfieber in Hamburg gehört,habe leider den Namen vergessen.Die Tochter von Freunden ist chronisch erkrankt, sie hat schon viele Therapien versucht, z.Z.hat sie wieder einen Rückfall, und das mitten in den Diplomprüfungen.Könnensie mir weiter helfen?
Christel
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

Verursacher für das Pfeiffer'sche Drüsenfieber ist EBV, das sog. 'Epstein-Barr-Virus'. Hier stellt sich wohl zuerst die Frage wie solide die Diagnose einer "chronischen EBV-Infektion" abgestützt ist. Falls die Diagnose bloss auf den Nachweis von IgM-Antikörpern beruht wäre ein grosses Fragezeichen zu machen. Eine ganze Reihe anderer Infektionen kann ähnliche Bilder machen, am ehesten etwa:
  • CMV (Zytomegalisvirus)
  • Toxoplasmose (Toxoplasma gondii)
  • HHV 6 und HHV 7 (Humanes Herpesvirus 6 & 7)
Es wird zwar ein äusserst selten bestätigtes Bild einer chronisch aktiven EBV-Infektion beschrieben, doch kann diese Vermutung zuverlässig bloss durch den Nachweis grosser Mengen der Erbsubstanz (des Virusgenoms) im zirkulierenden Blut erhärtet werden.

In den 90'er Jahren wurde EBV sehr oft als Ursache des sog. "chronic fatigue syndrome" (CFS) vermutet, was aber mit den neuen molekularen Testmöglichkeiten nicht bestätigt werden konnte (von seltenen Fällen mit aktiver Leberentzündung u.a. abgesehen).

Es wäre sicher zu empfehlen die Patientin nochmals gründlich infektiologisch zu evaluieren. Dazu gehört vor allem auch der Zytomegalievirus-Nachweis (CMV) aus einer Urinprobe u.a.m.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX
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falls die Antwort hilfreich war, danke XXXXX XXXXXür die Honorierung mit "Akzeptieren"
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Meine Frage war, wer der Experte aus Hamburg war, der in der TV- Sendung über Pfeifferschers Drüsenfieber berichtet hat. Ansonsten sind wir selbstverständlich über die Krankheit sehr gut informiert .Es wurden bisher verschiedene Fachleute in der BRD und der Schweiz konsultiert.

Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,
ich könnte mir vorstellen dass Sie das sog. "Naturheilzentrum T.C. Hollmann" meinen, der offenbar auch eine Dèpendence in Hamburg hat (http://www.naturheilpraxis-hollmann.de/Index.htm)?

Der Heilpraktiker hat eine recht ausgedehnte Site mit sehr vielen und eindrücklich wirkenden Referenzen. Sie erscheinen mir allerdings sehr durcheinandergewürfelt mit teilweise absolut seriösen und dem heutigen virologischen/immunologischen Kenntnisstand entsprechenden Beiträgen. Andere Beiträge hingegen führen zu Reaktionen die von Stirnrunzeln bis zu ganz andern Reaktionen gehen, als Beispiel (unter vielen) sei etwa die sog. "Decoder Dermograpie" genannt.

In der naturwissenschaftlichen Medizin ist, wie bereits erwähnt, der Kenntnisstand schon lange internationalisiert. Wenn ein Forscher oder eine Forschergruppe neue Entdeckungen gemacht hat, so wird er diese immer in einer renommierten Wissenschaftszeitschrift publizieren und nicht als gut zu hütendes Geheimis bei sich aufbewahren. Wird eine Erkenntnis, besonders wenn sie noch als spektakulär oder gar bahnbrechend bezeichnet wird, hingegen nicht publiziert, dann gibt es immer Gründe die meist recht naheliegend sind. Eine Publikation in einer hochkarätigen Zeitschrift, etwa 'Nature' oder 'Science' unterzubringen ist ja der Traum fast aller forschenden Wissenschaftler (ein bisschen Eitelkeit und Ehrgeiz stecken natürlich auch dahinter).

Deshalb ist die Aneignung speziellen Fachwissens, aber noch nicht von Erfahrung (!), heute weltweit jedermann möglich der Zugang zu diesen Quellen hat und vom Kenntnisstand her in der Lage ist die Artikel überhaupt zu verstehen.

tut mir leid Ihnen nicht helfen zu können. Selbstverständlich brauchen Sie meine Antwort nicht zu akzeptieren.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX

Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 30.07.2010 um 19:17 Uhr EST

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