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Doc4You, Dr. med. univ.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 251
Erfahrung:  Neurochirurgie, Wirbelsäulen Chirurgie, Intensivmedizin, Neurologie
38338851
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Eine Mutter (Rechtsanw ltin) beschuldigt mich (ich bin Kieferorthop din

Kundenfrage

Eine Mutter (Rechtsanwältin) beschuldigt mich (ich bin Kieferorthopädin mit eigener Praxis), ihren kleinen Sohn (nicht volljahrig) im Rahmen einer faktisch abgeschlossenen
kieferorthopädischen Behandlung mit einer abschließenden, zu Dokumentationszwecken
grundsätzlich üblichen (lege artis??) Röntgenaufnahme des Kiefers/der Zähne vorsätzlich
und eigenmächtig 'körperverletzt' zu haben, da diese abschließende Röntgenaufnahme
weder von Mutter/Vater 'eigens' autorisiert worden sei.
Ein Schaden ist für mich nicht erkennbar - die Röntgenaufnahme wurde mit der
bei modernen Rundum-Röntgengeräten üblichen geringen Strahlenbelastung durchge-
führt - und scheint auch nicht zu erwarten.
Die Mutter fordert (bislang) nur meine Verzicht auf Liquidation der erfolgreich erbrachten
kieferorthopädischen Leistung.
Was tun? Wie ist die Rechtslage?
M. f. G. gez. Dr. N. D.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Kardiologie Herz Rhythmus hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend,
Ihre Frage sollte eventuell in einem Anwaltsforum gepostet werden. Ärzten ist ja eine rechtliche Beratung nicht zulässig. Da Sie das nun wissen, hier mein Rat/ Eindruck:
Meines Wissens ist die Verquickung der Zwei Rechtsbelange (Ihre Rechnung und die Anschuldigung der Körperverletzung) nicht zulässig. Sie haben also Anspruch auf die Bezahlung Ihrer Rechnung. Ob Sie auf die Durchsetzung dieses Anspruches besser verzichten und die Leute auf nimmer wiedersehen ziehen lassen hängt davon ab, wie hoch die Aussichten sind, Sie wegen der mehr als fraglichen Körperverletzung zu belangen.
Generell muß m. E. über eine Röntgenaufnahme aufgeklärt werden. Wenn dies unterblieb werden Sie es sicher in Zukunft auf die generelle Behandlungsaufklärung draufsetzen,
Körperverletzung liegt m.E. nach nicht vor da kein offensichtlicher Schaden entstand.
Anders ist die Sache wenn in 30 J ein Glioblastom entsteht und Sie haben nicht aufgeklärt.
Ich würde mich an Ihrer Stelle an die (Bezirks) Ärztekammer wenden, dort sind normalerweise Mediatoren, Juristen und die können Ihnen sicher weiterhelfen.
Alles Gute,

Verändert von Kardiologie Herz Rhythmus am 28.07.2010 um 19:43 Uhr EST
Experte:  Doc4You hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend,
hier eine Anmerkung:

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem Grundsatzurteil vom 3.12.97 -2 StR 397/97- (NJW 1998, Seite 833 ff.) entschieden, daß medizinisch nicht gerechtfertigte Röntgenuntersuchungen auch bei nicht nachweisbaren Körperschäden eine vorsätzliche Körperverletzung darstellen und strafrechtlich geahndet werden können.

Ich weiss das in unserem Klinikbetrieb Röntgenaufnahme die nicht "Standard Care" sind Aufklärungspflichtig sind.

Hinzu kommt bei Ihnen noch das der Patient Minderjährig ist...

somit liegt die Beweispflicht bei Ihnen zu belegen, dass sie über die geplante Röntgenaufnahme aufgeklärt haben.

Da es sich um eine Fachperson handelt würde ich mir überlegen bei der Sache in die Offensive zu gehen, obwohl wie ja schon vom Kollegen beschrieben die beiden Sachen nichts miteinander zu tun haben.

Beste Grüße

Doc4You, Dr. med. univ.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 251
Erfahrung: Neurochirurgie, Wirbelsäulen Chirurgie, Intensivmedizin, Neurologie
Doc4You und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Grundsätzlich bin ich mit Ihrer Antwort zufrieden - ich sehe das auch so, dass eine
Körperverletzung im Sinne sichtbarer/akuter Schäden nicht vorliegt. Außerdem haben
die Patienteneltern vor Behandlungsbeginn den vorgelegten (auch von den Kranken-
kassen geforderten) Behandlungsplan unterschrieben. Dieser umfasst naturgemäß alle
für eine kieferorthopädische Behandlung notwendigen Behandlungsschritte bis zum
Ende der individuellen, personenbezogenen Behandlung.
Was mich an Ihrer Antwort stört, ist dass sie nicht von einem qualifizierten Medizin-
rechtler/Fachanwalt für Arzthaftungsrecht kam. Ich hätte also erwartet, dass
die Antwort von einem zu Rechtsauskünften berechtigten Juristen kommt.
gez. Dr. N. D.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Nur als Anmerkung :

Dann wäre es sinnvoll gewesen, die Frage an die Juristen unter einer anderen Rubrik bei JustAnswer) zu stellen bzw. sich ggf. direkt an die Kassenärztliche Vereinigung zu stellen. Unter Medizin sind halt "nur" ärztliche Kolleginnen und Kollegen.