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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Hallo, ich bin 26 Jahre alt und m nnlich. Ich leide seit

Kundenfrage

Hallo,

ich bin 26 Jahre alt und männlich.

Ich leide seit 3 Jahren an Depressionen mit Anpassungsstörung. Damit kann ich eigentlich ganz gut umgehen.

Doch in letzter Zeit (seid 3 Monaten) leide ich an einer art benommenheitsgefühl (wie als würde ich hundemüde sein und neben mir stehen). Was mich schon ziemlich ''stresst''.
Habe vor 3 Moanten mit dem rauchen aufgehört und habe auch ein tabletten umstellung gehabt von Mirtazapin 45mg (von heut auf morgen abgesetzt wegen sehr starken nebenwirkungen) auf Cipralex 10mg.

Durch das absetzen von Mirtazapin bekam ich eine Angst,-und Panikstörung. Welche aber mit Cipralex gut im griff ist.

Mir ist auch aufgefallen das ich schnell aggressiv und launisch werde.


Liegt das an meiner Depression? Wenn ja wann geht das wieder weg...fühle mich ja teilweise so Ängstlich in meinem Denken das ich denke, ich würde irgendwann abdrehen...?! Schizophren bzw. Psychotisch zu sein/werden.


Bitte um Hilfe. Mit meinem Psychologen habe ich auch darüber gesprochen, welcher mich fragte ob schon mal auf ADS getestet worde?!

MFG R.L.




Woran kann das liegen? Ich schlafe normal 7-8 stunden.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !
Ich versuche mal zu sortieren (bin selber "ADS-Experte"...)

1. ADS / ADHS ist eine obligat im Kindesalter beginnende Störung. Sie hätten also schon mindestens in der Grundschule auffällig "anders" im Sinne von Entwicklungsstörungen, Störungen der Aufmerksamkeitssteuerung und ggf. auch motorischer Unruhe sein müssen. Testen kann man das schon, es sind nur Experten schwer zu finden.
2. Wenn sie seit 3 Jahren eine Depression haben, stellt sich für mich die Frage : Durchgängig ? Also eher wie eine dysthyme Störung und nicht rezidivierend mit dazwischen liegenden Phasen der Beschwerdefreiheit ? Haben sie dabei ein Gefühl der Gefühllosigkeit oder eher ein negatives "Brodeln", so dass quasi alte emotionale Erlebnisse oder Verletzungen nicht zur Ruhe kommen ?
Wenn der 2. Fall bei ihnen vorliegen sollte, greifen übliche Behandlungen selten. Irgendwie klingt es für mich danach.

Wenn sie ihr Benommenheitsgefühl näher beschreiben sollte. Wie sähe es aus,wenn sie es wirklich bildlich beschreiben sollten ?
Welches Gewicht hätte die Benommenheit, wenn es eine Plastik davon gäbe ?
Welche Form ?
Welche Farbe ?
Wäre die Oberfläche rauh oder glatt ?
Warm oder eher kalt ?
Statisch oder veränderlich ?

Komische Frage vielleicht....
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
also ich kann nur soviel sagen, das die depressionen in phasen kommt...mal kürzer mal länger...der benommenheitszustand und auch das nicht erwähnte Tinnitus geräuch in den ohren (war bei HNO - o.b. diagnostitiert - alles ok. sollte psychisch sein) kam erst nach dem absetzen des Mirtazapin. Hatte ja dadurch kreislaufprobleme und war nur in mich gekehrt über 4 monate hin. deswegen dann auch das absetzen.

den zustand des benommenseins:

- warm
- kribbelig
- eher statisch
- farbe: weiß (transparent)
- Oberfläche: rauh
- form: tunnel
- gewicht: leicht



Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Versuchen Sie sich mal dieses Benommenheitsgefühl als 3 D Form vor ihrem inneren Augen vorzustellen.

Diesen weissen Tunnel. Wenn es geht unscharf machen bzw an der Seite vorbei "schauen".

Jetzt tippen sie sich mal 10 mal abwechselnd auf die rechte und linke Schulter (alternativ 10 Augenbewegungen von Rechts nach Links)

Augen zu und wieder auf.

Es kann sein, dass sich dieser "Tunnel" verändert. Dann ruhig weiter machen.

Angenommen es gäbe eine virtuelle Zeitleiste. Auf der einen Seite Vergangenheit, auf der anderen Seite Gegenwart und Zukunft. Könnten sie dieses "weisse Gefühl" wie Graffitipunkte auf dieser Leiste "erscheinen" lassen ? D.h. überall da, wo das Benommenheitsgefühl war bzw. ist ?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
all das ist nicht möglich...dieses Benommenheitsgefühl scheint wie ''auf drogen'' bzw. alkohol zu sein. Aber eben nicht anhaltend aber dafür immer wiederkehrend....

Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Derartige Symptome haben einige meiner Patienten auch. Eine Antwort ist da aber nicht so einfach. Ich persönlich sehe es nicht als herkömmliche Depression, aber ein typischer Entfremdungszustand ist es auch nicht. Es ist eher wie ein dissoziativer Nebel, was sonst aber eben nur bei Traumata auftritt. Es wäre also zu klären, ob es "Auslöser" für das Benommenheitsgefühl bei ihnen gibt. Emotionale Anlässe, Gesichtsausdrücke, ein Tonfall in de Stimme...

Guter Rat ist da wirklich nicht so leicht online zu klären.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich bin halt bevor das anfing mit diesem zustand auto gefahren auf der autobahn auf der 3.spur und hatte bei der fahrt einen beginnenden kreislaufkolapps wobei ich direkt abgebremst habe aus angst das ich ,,umkippe''.

Bin folglich danach mit dem krankenwagen ins krankenhaus gefahren wo keine organischen sachen gefunden wurden. alles in ordnung. auch blutbild völlig in ordnung.

was bedeutet das nun folglich für mich?


Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich empfehle halt da einen Freund von mir, der aber kein offizieller Psychotherpeut ist, aber gerade bei derartigen (aus meiner Sicht traumatischen) Zustände gut helfen kann. Wäre in Gifhorn (siehe unter www.emoflex.de). Diese Art von "Dissoziation" wird einfach von normalen Psychotherapeuten nicht als Trauma erkannt bzw. auch schwer zu behandeln. Herr Drischel arbeitet mit einer Abwandlung des Traumatherapieverfahren EMDR. Nur mit inneren Bildern. Vermutlich kann man recht genau lokalisieren, ab wann dieser Zustand begonnen hat bei dem Gefühl und Verhalten nicht mehr synchron laufen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Kann man das auch Deralisation nennen? wieso schwer zu behandeln? Wieso kommt der Zustand nicht ständig sonder in phasen?

Ich weiß nur das ich damit zur Reha gegangen und gekommen bin. Dort wurde wie gesagt:

(Depression und Anpassungsstörung (hatte ich schon vorher), Angststörung/Panikstörung und Soziale Phobie gesagt (DAS kam aber durch den Medikamenten-Absetzung.

Nun auch noch eine Dissoziation...das wurde in bad Salzig (mittelrhein-klinik) auch nicht gefunden bzw. diagnostitiert.

Das benommensein und die müdigkeit kann ja auch vom Cipralex kommen 10mg morgens...oder?
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Man kann das auch Derealisation nennen. Keine Frage. Das Problem ist nicht so sehr, dass sie jetzt mehr und mehr Diagnosen um den Kopf geschmissen bekommen. Diagnosen sind eigentlich nur Kommunikationshilfen für die Therapeuten. Eine Diagnose ist zudem immer deskriptiv, d.h. eine äußere Beschreibung. Die passt aber selten auf eine Entwicklung.

Cipralex würde ich mal ausnahmsweise nicht anschuldigen. Das macht weder müde, noch löst es typischerweise Benommenheit aus.

Wenn Sie in Bad Salzig waren, wird doch da auch ADHS ein Thema gewesen sein, oder ?
Aus meiner Erfahrung ist es halt so, dass reizoffenen Menschen (wie Sie ?) eben emotionale Erlebnisse nicht wie Erfahrungen verarbeiten und damit ablegen, sondern eher wie "traumatische" Erlebnisse mit sich rumtragen. Dabei ist es eben kein "richtiges Trauma" (und damit auch keine "echte" dissoziative Störung), weil sie eben keine Flashbacks haben. Gefühl und Erleben laufen aber eben nicht synchron. Das Gefühlserleben ist irreal bzw. irgendwie "klemmt" es. So wie ein schlecht synchronisierter Film eben auch keine echte Stimmung erzeugt.

In der Therapie hier in der Klinik versuche ich das wieder zu in die Spur zu bringen. Das ist aber ganz und gar keine herkömmliche psychiatrische oder psychotherapeutische Sichtweise. Wie ich schon geschrieben habe : Es ist ein anderes Erklärungs- und Therapiemodell. Vielleicht lesen Sie mal folgenden Artikel http://www.emoflex.de/5.html
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja ADHS wurde da auch behandelt, leider war ich nur für die Angstgruppe bzw. Depressionsgruppe vorgesehen.

Was mir aber merklich auffällt ist auch, das sich meine freundin teilweise schämt auf der straße, weil ich dann so hyperaktiv bin...was auch zu hause zuweilen auftaucht, das aber eben auch schon seid jahren (mal mehr mal weniger). also ich singe einfach so und laufe auch bei telefonaten ständig durch die ganze wohnung kann nicht sitzen, sobald ich sitze kann ich mich nicht mehr konzentrieren beim telefonieren...komisch...

Bin sehr schnell gereizt und benutze auch schnell schimpfwörter, fällt mir selber sehr negativ auf.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Es ist dann aber sehr schwer zu unterscheiden, ob nun diese Unruhe wirklich "Hyperaktivität" ist. Nach meiner Erfahrung wird dies viel zu häufig angenommen. Es kann auch getriggert durch äußere Einflüsse wie ein Blick, ein Wort oder andere Dinge sein, dass man sich unwohl in seiner Haut oder einer Situation fühlt.

ADHS bedeutet einfach, dass es eindeutige auffällige Hinweise in der Kindheit gab. Man muss quasi schon "Schulgespräch" gewesen sein bzw. es müssen quasi Anekdoten der Familie darauf hindeuten. So oder so : Ihr Entfremdungsgefühl würde durch eine (medikamentöse) ADHS-Behandlung vermutlich auch nicht anders werden.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Also was würden sie jetzt rein spekulativ als ''fern-diagnose'' stellen?
Zumindest das ausmaß und einzelheiten zu meinem gesagten.

Mit besten Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Kann das auch medikamentös (Neuroleptika) behandelt werden?? Und weiteres...?!
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Diagnosen passen da einfach meist "deskriptiv" nicht. Das ist ja der grosse Irrtum der Psychiater bzw. Patienten. Mit einer "Diagnose" in der Psychiatrie geht nicht zwangsläufig EINE Behandlung einher. Neuroleptika kann man versuchen (z.B. atypische wie Solian, ggf. Nipolept), verschlimmbessern häufig aber auch nur das Problem. Häufig muss das ganze Umfeld stimmen bzw. man muss über einen Zeitraum von Monaten bis Jahren ein passendes Umfeld und Menschen, die mir gut tun, suchen und finden. Das ist auch Schicksal oder Glück. Ein Patentrezept gibt es da nach meiner Erfahrung nicht.
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Aber Psychose bzw. Schizophren bin ich nicht...oder?!

Weil sonst habe ich aj normales befinden, geht halt nur darum, das ich teilweise nen Benommenheitsgefühl habe. Mein Bruder (14) hat ADHS und wurde anfangs im Kindesalter mit Ritalin behandelt, dann abgesetzt wegen nebenwirkungen und jetzt nimmt er seid kurzem Neuroleptika.

Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nein, Psychose ist was anderes.
Es ist auch eher eine selten Ausnahme (Unding ?) wenn ehemalige ADHSler dann Neuroleptika bekommen. Ich mache das hier ganz selten und erläutere das dann ausführlich. Neuroleptika können manchmal eine "dickere Haut" für emotionale Belastungen durch andere Menschen bieten. Dafür engen sie die Konzentrationsfähigkeit eher noch weiter ein und machen pharmakologisch eher das genaue Gegenteil von Ritalin.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Er bekommt Neuroleptika wegen seiner Nachtangst. Also er hat Angst abends allein ins Bett zu gehen, muss immer bei meiner Mutter schlafen...macht ab und zu ''fratzen'' und sitzt auch nur den ganzen tag an der Playstation - lässt sich zu kaum was motivieren bzw. macht nur das was ihm spaß macht.

Tanzt rum und ist ziemlich hyperaktiv.

Die Psychologin sagte wohl das er Tics habe...wie das vermehrte (mind.5mal) aufs Toilette müssen vor dem ins bett gehen.