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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
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Christian Lee ist jetzt online.

Ich hab probleme mit dem Muskel an der linken Schulter, da

Kundenfrage

Ich hab probleme mit dem Muskel an der linken Schulter, da der Muskel laut Arzt im Ruhezustand immer arbeitet ist er immer total hart und macht mir ziemliche Probleme im HWS Bereich, mir springen auch mal die Wirbel raus. Im Nackenbereich hab ich oft solche schmerzen das ich totale Kopfschmerzen bekomm,mein Kopf nicht mehr bewegen kann und mich dann vor lauter schmerzen übergeben muss. Es schlaft auch immer mein linker Arm ein und kribbelt die ganze Zeit. Was kann ich denn da machen? Der Neurologe hat gesagt ich muss damit leben,aber das kann ich net weil es immer schlimmer wird und da ich im LWS Bereich auch schon so heftige Probleme hab wird es langsam zuviel für mich um damit klar zu kommen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Nachmittag,
Ihr Problem wurde schon vom Neurologen beurteilt der gemeint hat, Sie müssten 'damit leben'. Diese Auskunft ist gleichbedeutend mit "man kann das nichts machen, das ist halt jetzt Ihr Schicksal..." Dazu beginnt es nun auch im LWS-Bereich mit ähnlichen Symptomen...

Falls der Neurologe wenigstens eine ihm bekannte neurologische Grundproblematik (in Hirn, Rückenmark, Nervenwurzeln, Stoffwechselproblem etc.) ausgeschlossen hat, ist glücklicherweise sehr viel mehr Hoffnung als der Neurologe vermitteln kann.

Der Schlüssel zum Problem liegt in der Beobachtung des Arztes, dass offenbar ein (oder ws. mehrere!) Muskel in einem Dauerzustand hoher Spannung sind. Dadurch fühlen sie sich hart und schmerzhaft an beim (kräftigen) Abtasten.

Die beschriebenen Symptome passen hervorragend zu einem leider in den neurologischen Lehrbüchern kaum beschriebenen Phänomen das aber als Ursache akuter oder chronifizierter Schmerzen in einer Hausarztpraxis praktisch täglich zu beobachten ist. Aus verschiedenen Gründen, manchmal auch ohne erkennbare Ursache, kann ein Muskel einen Dauerhartspann entwickeln.

Viele Beobachtungen zeigen nun dass sich dieser Hartspann auch auf direkt oder indirekt funktionell zusammenhängende Muskel und ganze Muskelgruppen ausdehnen kann. Bei Ihnen beginnt, nach einiger Zeit mit Problemen im Schultergürtelbereich, nun Ähnliches im LWS-Bereich. Solche Verläuft habe ich sehr oft beobachtet. Als Patient muss man dabei aufpassen sich nicht etwa dem Verdacht einer sog. "Symptomausweitung" auszuliefern. Dieser Begriff, ich bestreite nicht dass es das auch gibt, wird oft synonym zu 'Simulantentum' verwendet und kann unerhört verletzend und beleidigend sein!

Die Schmerzen und andere Phänomene wie z.B. Schwindel, Übelkeit, Ohrsausen oder Ohrschmerzen, Sehstörungen (!), Kribbelparästhesien (wie bei Ihnen), ausstrahlende Schmerzen etc. können durch den Dauerzug der Sehen dieser Muskel an ihren Verankerungsstellen (Knochenhaut) entstehen oder auch durch Kompression von Gefässen und peripheren Nerven durch die unnatürlich verspannten Muskel.

Was lässt sich nun therapeutisch machen? Eine sehr einfache Methode eignet sich einerseits zur Bestätigung dieses Zusammenhanges (==> Diagnose) und gleichzeitig als Therapie, meistens mit dauerhaftem Erfolg: Zunächst müssen alle diese verkrampften Muskel getastet werden, immer beidseits gleichzeitig um gut vergleichen zu können.

Wenn so alle betroffenen Muskel identifiziert wurden, können sie sukzessive mit einer sog. Infiltrationstherapie behandelt werden. Dabei wird ein Lokalanästheticum, optimal Lidocain ab 0.25% je 5ml mit der schwarzen Nadel in verschiedene Tiefen des Muskels infiltriert, verwendet (ohne Kortison übrigens). Es braucht oft eine ganze Anzahl solcher Infiltrationen und nach jeder Injektion muss neu getastet werden welche weiteren Muskel noch zu behandeln sind. Bei der Konzentration 0.25% (direkt in der Spritze mit NaCl verdünnen) können so meist gefahrlos ca. 16 Infiltrationen je Sitzung gemacht werden ohne die Maximaldosis zu überschreiten (muss für jeden Pat. evaluiert werden). Meist reicht das aus, um alle Beschwerden am Ende der Sitzung eliminiert zu haben.

Bei Ihrem Problem, ich würde empfehlen zunächst nur den Hals/Schulter/Armbereich zu behandeln, könnten durchaus 2 oder 3 solcher Sitzungen erforderlich sein. Diese Technik wirkt hervorragend und Sie werden Ihren Arzt bereits nach der ersten Infiltrationsserie mit grossen Augen anschauen!

Sofern wirklich alle beteiligten Muskel auf diese Weise 'beruhigt' wurden, ist der Erfolg übrigens meistens anhaltend. Gelegentlich erscheint der Patient ein oder zwei Jahre später wieder und bittet um eine erneute Therapie weil die Symptome wieder aufzutauchen beginnen. Mehrheitlich besteht aber über Jahre wieder Ruhe, zumindest entspricht dies meiner Beobachtung bzw. Erfahrung. Zusätzliche Schmerzmittel sind übrigens fast immer unnötig und helfen ja bei diesen Problem auch kaum.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX
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falls diese Info hilfreich war, danke XXXXX XXXXX für die Honorierung mit "Akzeptieren"

Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 23.07.2010 um 12:35 Uhr EST
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung: Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
Christian Lee und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXXür Ihre Antwort bin wieder etwas schlauer geworden. Hab jetzt mal meine Krankengeschichte etwas genauer beschrieben,vielleicht können Sie sich damit ein besser Bild machen. Im LWS Bereich hatte ich vor 6 jahren einen Bandscheibenvorfall L5 S1 hatte schon 3 eingriffe der erste war eine Laser Op da sind sie an meine Nerven ran gekommen hatte dann fast 3 Monate meine ruhe dann fingen die schmerzen wieder beim zweiten eingriff wurde dann das kaputte gewebe von der Bandscheibe raus geschabt und das hat auch nur eine erleichterung von 4 monaten gebracht seitdem hab ich Tag und Nacht nur schmerzen und Probleme. Letztes Jahr bin ich dann im Koma gelegen, hatte einen Muskelzerfall und einen leichten Schlaganfall, seit diesem Vorfall hatte ich dann die Probleme im Schulter bzw. HWS Bereich. War fast 4 Wochen in der Uniklinik in Regensburg und sie machten sämtliche Tests usw, aber haben sich das alles nicht erklären können. War in der Klinik bis jetzt das größte Rätsel. Als ich entlassen wurde war die Schulter und HWS Bereich nicht so schlimm, dafür wegen meinem langen liegen ist es wieder zu heftigen beschwerden im LWS Bereich gekommen so das ich mir einen Kateter setzen lies. Hat leider auch nicht lange angehalten aber für die kurze Zeit ohne schmerzen war ich sehr froh. Hab mittlerweile alles ausprobiert was ich nur machen konnte doch nichts hilft. Ich will und kann mich net damit abfinden das ich wie die Ärzte sagen damit leben muss dafür bin ich zu jung ich bin erst 26 Jahre und hab noch mein Leben vor mir bin aber schon 40% behindert und leide jeden Tag unter den schmerzen im HWS und LWS Bereich und das wird jetzt wieder alles schlimmer. Ich kann langsam nicht mehr musste schon 2 Berufe deswegen aufgeben die ich sehr gerne gemacht habe. Können Sie mir vielleicht helfen oder mir eine Methode sagen bzw. schreiben die mir helfen kann das ich auch mal wieder schmerzfrei werde?
Wie gesagt ich hab schon alles mögliche versucht und auch schon sehr viel Geld ausgegeben für Ärzte und Op`s wo alles nichts geholfen hat. Wenn es um meine Gesundheit geht bin ich wirklich um jeden Rat dankbar.
Vielen Dank XXXXX XXXXX im vorraus
Mfg
Beatrice
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,
den erwähnten 'leichten Schlaganfall' gibt es nicht. Ein Schlaganfall ist immer eine sehr ernst zu nehmende Sache und in Ihrem Alter ohnehin! Was hatte denn dieser Schlafanfall für einen Hintergrund? Da muss ja eine massive Grundkrankheit vorhanden sein? Und was war die Ursach des Komas?

Meine oben geäusserten Vermutungen über die Ursache Ihrer Beschwerden gingen natürlich nicht von derartigen Grundkrankheiten aus. Ich kann also nicht ausschliessen dass diese eine wichtige Rolle spielen.

Sofern dies aber ausgeschlossen werden kann, bin ich nach wie vor der Überzeugung dass Sie einen interessierten Arzt aufsuchen sollten der Ihnen die Muskulatur gründlich untersucht (wurde das überhaupt schon mal gemacht?) und die allfälligen schmerzenden, verspannten Bereiche mit Lidocain infiltriert. Das kostet wirklich fast nichts und ist diagnostisch enorm aussagekräftig und im positiven Fall gleich auch die rascheste und optimalste Therapie.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
ich habe Schmerztabletten genommen und Alkohol getrunken war keine gute Mischung, da ich aber erst nach fast 2 Tagen in meiner Wohnung gefunden wurde konnten die Ärzte nicht nachweisen wieviel Tabletten und Alkohol ich zu mir genommen habe. Ich kann mich leider an gar nichts mehr erinnern. Da ich an meiner linken Körperhälfte eine Muskelentzündung hatte wäre ich fast auch noch erstickt da die Muskeln auf meine Luftröhre gedrückt haben oder so die Ärzte haben mir das auch nicht genau erklären können was da genau los war da sie selbst noch nie so einen Fall hatten.Die haben mich in letzter Sekunde intubiert sonst wäre ich jetzt nicht mehr hier. Das war aber erst in einer anderen Klinik und dann haben sie mich mit dem Hubschrauber auf Regensburg geflogen.
Mein rechtes Auge war auch wie gelähmt es war fast zu und die Pupille hat auch nicht reagiert was sie bis heute noch nicht richtig macht also sehr langsam reagiert sie mittlerweile. Ich konnte nachdem Koma nicht reden und schlucken musste ich auch erst wieder lernen wurde 3 1/2 Wochen künstlich ernährt. Hab im KHS auch schon mit aller Kraft gekämpft da die Ärzte jeden Tag mit mir sämtliche Untersuchungen und Tests machten doch sie haben nichts gefunden, daher war ich das größte Rätsel in der Klinik und der Neurologe sagte zu mir das er so etwas wie bei mir noch nie gesehen hat das die Muskulatur im ruhezustand voll arbeitet daher war ich für ihn ein Phänomen. Soweit bin ich gekommen, was soll man denn mit so einer antwort anfangen ? Dann hab ich ihn halt gefragt was das genau heist und ob es wieder weg geht und er sagte entweder es geht irgendwann weg oder ich muss damit leben. :-( als ich auf die Normalstation kam hat sich mein Muskel wieder entzunden über Nacht so das sie mir dann auch ein sctück raus geschnitten haben um es zu Untersuchen aber auch nichts gefunden und wieder wusste keiner warum die entzündung kam. Ich würde alles dafür geben um ohne schmerzen und Probleme leben zu können,aber bei den ganzen Ärzten wo ich bis jetzt war heist es fast nur immer ich muss damit leben oder es ist psychisch bin aber in psychologischer behandlung also weis ich langsam nicht mehr weiter, aber die Therapie werde ich auf jeden fall versuchen. Werde mal mit meinem Hausarzt darüber reden oder muss man da zu einem bestimmten Arzt?
Danke nochmal
Gruss Beatrice
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
technisch gesehen ist es eine einfache Angelegenheit, macht aber nur Sinn wenn die Muskel nicht entzündet sind, also 'einfach' in einem Dauerkrampfzustand. Mit dem Lokalanästhetikum kann der Muskelkrampf sofort unterbrochen werden und Sie spüren umgehend ob das Vefahren funktioniert.

Das Medikament Lidocain ist übrigens sehr gut verträglich, ungefähr dasselbe das auch der Zahnarz für seine Spritzen braucht und der Schmerz bei der Infiltration ist minimal. Ein Versuch dürfte sich jedenfalls lohnen und kann auch von einem Arzt ohne Erfahrung in dieser Hinsicht problemlos 'gewagt' werden. Andere, z.T. sehr viel gefährlichere, Medikamente spritzt man ja in die Muskeln.

Wenn der Hausarzt trotzdem Bedenken haben sollte, so würde es sicher ein Rheumatologe machen.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX

Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 23.07.2010 um 18:19 Uhr EST
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
wollte mich nochmal bei Ihnen bedanken. Ihre Antworten haben mir sehr geholfen. Ich werde am Montag gleich mal zu meinem Hausarzt gehen und mit ihm über die Therapie reden ob er die macht oder ob er mir einen anderen Arzt empfehlen kann der das macht.
Wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende und nochmals vielen Dank.
Werde Ihnen eine Nachricht schreiben wie die Theraphie anschlägt.

Mfg
Beatrice

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