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Thomas Roden
Thomas Roden, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 100
Erfahrung:  Diabetologe, Schwerpunktpraxis Diabetes seit 1997
42565219
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Thomas Roden ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe eine Frage zu einem Falithrompatienten. Meine

Kundenfrage

Guten Abend,
ich habe eine Frage zu einem Falithrompatienten.
Meine Frau (Jahrgang 1934) nimmt seit 6 Jahren nach Rhythmusstörungen Falithrom.
Hinzu kam im vergangenen Jahr eine Lungenembolie nach Knieoperation.
Dosis: 1/2 -1/2 -1-1/2- 1/2- 1 - 1-
Bei dieser Disis hatte sie stets einen Quick um 25 herum.
Am 7.7. lag der Quick plötzlich bei 80 %. Vom Hausarzt kam telefonisch die Mitteilung:
"nehmen sie heute Abend 1/2 mehr und dann sehen wir uns nach meinem Urlaub am 4.8. wieder.
Uns war sie Sache spanisch. Wir haben noch am gleichen Tage in einer Klinik einen Kontroll-Quick machen lassen, der lag wiederum bei 78 %.
Daraufhin wurde die Dosis auf 1 Tablette täglich erhöht. Bei einer erneuten Untersuchung am 13.7. lag der Qick sogar bei 87 %.
Wiederum Dosiserhöhung auf 1 - 1- 1,5 - 1 - 1,5 - 1.
Ich hab die Fragen: Was müsste vom Arzt bei einem so sprunghaften Anstieg getan werden, um die Ursache zu klären.
Was sind mögliche Ursachen? Kann es die Hitze sein?
Pünktliche Einnahme des Falithroms ist gabz sicher.
Nahrung wie immer, getrunken wurden bis 3 l pro Tag. Lebensumstände ohne
Besonderheiten, keinerlei gesundheitliche Beschwerden.
Ich wäre für ein paar aufklärende Worte sehr dankber. Und meine Frau erst.

Liebe Grüße aus Leipzig


j
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Kardiologie Herz Rhythmus hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guess Gott aus Franken nach Leipzig!

Ich nehme an, bei Ihrer Frau handelt es sich um eine Dame die an Vorhofflimmern leidet, ich gehe davon aus, dass Ihre Herzklappen und Herzfunktion in Ordnung ist.

Hat sie Diabetes, Bluthochdruck, ist ueber 75 Jahre alt, und erlitt bereits einen Schlaganfall, so sind dies Risikofaktoren die sich zum Gesammtrisiko aufsummieren, einen Schlaganfall zu erleiden.

Die Lungenembolie nach der Knieoperation spielt jetzt eigentlich keine Rolle, da Sie im Monent nicht operiert worden ist.

Bewegen Sie sich ansonsten viel! Rauchen Sie auf keinen Fall!. Vermeiden Sie Kontaktsport, reden Sie vor dem Skifahren mit dem Arzt. Achten Sie auf die Ernaehrung: Keine Gruenen Speisen, Lakkritz und Bananen, vorsichtiger Alkoholkonsum (interaktion mit dem Medikament).

Ich empfehle allen meinen antikoagulierten Patienten die Anschaffung eines INR (Quick) Messgeraetes. Das macht Sie unabhaengig von den staendigen Arztbesuchen und ermoeglicht eine sehr sichere Antikoagulation.

Ihr Arzt will sicher, unabhaengig von seinem Urlaub, eine ueberschiessende Reaktion vermeiden, sonst ist das wie wenn Sie unter der Dusche staendig heiss nach kalt wechseln, und es ist o.k. die Dosis langsam zu steigern. Ich wuerden bei diesen Werten allerdings empfehlen, die Dosis fuer drei Tage um eine Tablette zu steigern, Ihr Arzt kennt Ihre Werte und Ihre Reaktion auf Anpassung der Mediaktion aber besser. Irgend etwas aenderte sich ja, oft sind es Vitamin K haltige Nahrungsmittel deren Einnahme sie sich nicht bewusst waren (Restaurant und Fertigessen).

Viel Glueck!


Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,
schade, meine Fragen wurden nicht wirklich beantwortet. Sicher haben Sie die eigentliche Fragestellung irgendwie überlesen.
Vielen Dank für Ihre Wünsche und freundliche Grüße
Sie müssen sich nicht weiter bemühen.
Experte:  Thomas Roden hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,
bei dieser einstellung handelt es sich ja immer um das Gleichgewicht zwischen Vitamin K und dem Medikament, der als gegenspieler vom Vitamin K auftritt.
So gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Ihre Frau hat versehentlich kein Falithrom genommen ( neue Verpackung, Verwechslung, nicht richtig gestellt, durch Rabattvertrag geändertes Medikament oder ähnliches, wegen Nebenwirkung abgesetzt )
oder
2. sie hat zu viel Vitamin K zu sich genommen ( deutliche Diätveränderung, Vitamin K Präparat
Die Indikation zur Antikoagulation ist durch die Rhythmusstörung und die Embolie gegeben soweit man dies Ihrem Anschreiben entnehmen kann. Dann sollte man vorübergehend eine Therapie mit Heparinspritzen durchführen, damit Ihre Frau auch während der Zeit mit dem dickflüssigen Blut Schutz hat.
Andererseits ist das auch immer eine Möglichkeit, die Indikation zur Therapie zu überprüfen, vielleicht kann das Falithrom ja auch abgesetzt werden. Wenn die Indikation mit den Rhythmusstörungen noch gegeben ist, geht ja momentan noch kein Weg an dem Medikament vorbei.
Spechen Sie mit der Vertretung Ihres Hausarztes, ob nicht eine vorübergehende Therapie mit Heparinspritzen sinnvoll ist, bis der INR Wert wieder im Zielbereich ist.

Thomas Roden, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 100
Erfahrung: Diabetologe, Schwerpunktpraxis Diabetes seit 1997
Thomas Roden und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend!
Vielen Dank für ihre Antwort. Da eine nicht richtige Einnahme des Medikamentes ausgeschloosen ist, kann ich gut Ihrem Punkt 2 folgen. Wir essen sehr viel Grünzeug, werden das sinnvoll reduzieren müssen. Ich darf dann als Diabetiker also nicht nur die BE zählen, sondern auch die Kaliumeinheiten der Ernährung ;)
Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße aus Leipzig
Experte:  Thomas Roden hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend,
das habe ich selten gesehen. Das muß wirklich viel Grünzeug gewesen sein. Da spricht ja auch wirklich nichts dagegegn. Es geht halt einfach um dieses Gleichgewicht zwischen Vitamin K und dem Gegenspieler Falithrom. Machen Sie eine Ernährungsumstellung nach Dr.Pape? ( Schlank im Schlaf??) Dann könnte es sein, dass sie langfristig mehr Falithrom brauchen.( Was auch nicht schlimm ist)
Wegen des vorübergehenden Einsatzes von Heparin sollten Sie den Vertreter Ihres Hausarztes ansprechen.
Ihnen Alles Gute!