So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an drhippokrates.
drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
28345046
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
drhippokrates ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Tochter nimmt seit

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter nimmt seit ca 1 1/2 Jahren Concerta 27mg ein. Wir hatten erst Verbesserungen in der Schule fest gestellt, wobei sie ein Teil des Stoffes durch die Wiederholung der Klasse zum 2. Mal hörte. Im Mathe ist Ihre Leistung noch immer besser, wobei Sie in Deutsch wieder abgefallen ist (es wurde ebenfalls eine LRS festgestellt).
Nun bin ich der Meinung das Concerta nicht das richtige für meine Tochter ist, denn es bringt nicht den erwünschten Erfolg und ich denke es ist unnötig sie weiter mit den Tabletten voll zustopfen!?
Man muss sagen, dass Sie auch sehr wenig an Gewicht zunimmt. Da sie kaum etwas ist.

Wir sind ziemlich ratlos - vielleicht haben Sie einen Tipp für uns.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !
Ehrlich gesagt bin ich etwas irritiert, wenn sie allein von Concerta = Methylphenidat nun eine Veränderung der Leistung erwarten. Methylphenidat wirkt häufig wie eine Art "Brille". Damit wird die Wahrnehmung verbessert, die Ablenkbarkeit reduziert und damit überhaupt Voraussetzungen für eine längere Aufmerksamkeit geschaffen. Vorausgesetzt die Diagnose stimmt. Ist bei ihrer Tochter ADHS vom unaufmerksamen Subtyp diagnostiziert ? Da ist es noch schwieriger, was medikamentöse "Ergebnisse" angeht.

Nun reicht das aber nicht. Ein ADHS-Kind muss in seiner speziellen Art zu lernen gefördert und verstanden werden. Gerade bei Vorliegen weiterer Teilleistungsstörungen (LRS, ggf. auch auch eine Rechenschwäche) ist nicht zu erwarten, dass nun Medikation allein ein Wunder bringt.

HIer wäre ein Elterntraining (am besten nach Cordula Neuhaus) und eben auch eine Therapie für ihre Tochter erforderlich.

Wenn schon Concerta 27 mg ausgewählt wurde spricht es ja schon dafür, dass ein Arzt sich spezieller Gedanken gemacht hat. Sie sollten unbedingt mit diesem Kollegen Rücksprache halten. Es geht nicht um vollstopfen mit Medikamenten. Es geht um die Förderung der Entwicklung ihres Kindes. Natürlich kann ich nicht entscheiden oder beurteilen, ob sie Medikamente braucht. Aber sie brauchen offenbar Ansprechpartner in Sachen ADHS-Therapie, so dass ich ggf. auch den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe (z.B. ADHS-Deutschland.de) empfehlen würde.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Medizin