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docapplepie
docapplepie, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 203
Erfahrung:  Facharzt Neurologie und Psychiatrie, Schwerpunkt Gerontotherapie (Altersmedizin), Notfallmedizin
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ich liebe meinen partner sehr aber sex ist eigentlich nur ein

Kundenfrage

ich liebe meinen partner sehr aber sex ist eigentlich nur ein pflichtprogramm für mich, ich empfinde seht langer zeit keine lust mehr auf sex warum??
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  pm hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sie leiden wohlmöglich unter HSDD - ich habe Ihnen da mal etwas kopiert:

 

LEIDENSDRUCK DURCH VERMINDERTES SEXUELLES VERLANGE

Leidensdruck durch vermindertes sexuelles Verlangen
Vermindertes sexuelles Verlangen ist eine der häufigsten sexuellen Störungen bei Frauen in der Menopause. Ein relevanter Anteil der Betroffenen leidet darunter, nach chirurgisch bedingter Menopause etwa 14 Prozent (1). Empfindet die Frau den dauernden oder wiederkehrenden Mangel an bzw. Verlust von erotischen Phantasien und die mangelnde Empfänglichkeit für sexuelle Aktivitäten als belastend, wird dies als HSDD (Hypoactive Sexual Desire Disorder) bezeichnet. Frauen mit HSDD haben sich selbst gegenüber häufiger eine negative Einstellung als Gleichaltrige mit zufrieden stellendem sexuellem Verlangen. Sie empfinden sich als weniger weiblich und 90 Prozent von ihnen machen sich Sorgen über die Auswirkungen ihrer Unlust auf ihre Partnerschaft bzw. ihren Partner (1).

Ursachen des Libidoverlustes
Als Ursachen der HSDD kommen verschiedene Faktoren in Betracht:Nebenwirkungen bestimmter Arzneimittel wie einiger Antidepressiva oder Antihypertensivachronische Erkrankungen wie Diabetes, Depression, Angststörungen Probleme in der PartnerschaftTestosteronmangel, als bisher eher unterschätzte Ursache.

Testosteron und Verlangen
Testosteron, das wichtigste Androgen der Frau, wird bei prämenopausalen Frauen jeweils etwa zur Hälfte in den Ovarien und in den Nebennieren gebildet. Gesunde junge Frauen produzieren ca.100 bis 400 Mikrogramm Testosteron in 24 Stunden (2). Das entspricht etwa fünf bis zehn Prozent der von Männern synthetisierten Menge. Wird bei einer prämenopausalen Frau eine beidseitige Ovariektomie durchgeführt, sinkt ihr Testosteronspiegel innerhalb weniger Wochen um bis zu 50 Prozent (3, 4, 5). Diese Erkenntnis ist nicht neu - sie stammt aus den 70er Jahren -, aber die Rolle des Testosterons für die weibliche Sexualität wurde bisher nicht genügend berücksichtigt. Ein Drittel bis die Hälfte aller ovarektomierten Frauen berichten über postoperativ vermindertes sexuelles Verlangen und etwa eine von drei dieser Frauen leidet darunter im Sinne einer HSDD (1).

Diagnostik der HSDD
Die medizinische und sexuelle Anamnese zusammen mit der körperlichen Untersuchung führen bei entsprechenden Befunden zur Diagnose einer HSDD - unter der Voraussetzung, dass die Frau über ihr Problem und den damit für sie verbundenen Leidensdruck spricht. Da die Betroffenen dies von sich aus nur selten tun, empfiehlt sich der Einsatz des validierten Kurzfragebogens B-PFSF (Brief Profile of Female Sexual Function;à Link zum Fragebogen: DocChec-geschützt unter www.intrinsa.de/professional/pfsd.jsp). Der Fragebogen umfasst sieben körperliche und emotionale Aspekte sexuellen Verlangens, welche die Patientin selbst einschätzt und mit einem einfachen Punktesystem bewertet. Dieses Instrument kann in der Praxis als Gesprächseinstieg genutzt werden.

Therapieoptionen
Je nach vorliegender individueller Konstellation kann HSDD durch eine Psychotherapie, Paartherapie oder Sexualberatung behandelt werden. Für Frauen mit chirurgisch bedingter Menopause, die eine Östrogentherapie erhalten, steht ferner seit Februar 2007 das niedrig dosierte Testosteronpflaster Intrinsa zur Verfügung. Das durchsichtige Matrixpflaster (28 cm2) wird auf der Bauchdecke aufgebracht und zweimal wöchentlich gewechselt. Das Testosteron im Pflaster ist identisch mit dem körpereigenen Testosteron der Frau; es wird in niedrigen Dosen kontinuierlich in die Blutbahn abgegeben.

Intrinsa steigert bei chirurgisch bedingter Menopause das sexuelle Verlangen, die Häufigkeit befriedigender sexueller Aktivitäten und lindert die seelische Belastung, die mit sexueller Lustlosigkeit verbunden ist. Das belegen zwei klinische Phase-III-Studien (6, 7) mit über 1.000 Frauen. Nach 24 Wochen erhöhte sich der Gesamtwert für befriedigende sexuelle Aktivitäten der Frauen mit HSDD im Vergleich zum Ausgangswert um 74 Prozent in Studie SM1 (p=0,0003), beziehungsweise um 51 Prozent in Studie SM2 (p=0,001). Die Wirkung setzte ab Woche fünf nach Therapiebeginn ein und erreichte einen maximalen Effekt nach drei Monaten. Intrinsa ist nach Vorlage einer ärztlichen Verschreibung in Apotheken erhältlich, wird allerdings von den Gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.

Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo!
Leider schreiben Sie nicht, wie alt Sie sind und wie lange Sie zusammen sind. Das ist aber für eine qualifizierte Antwort erforderlich. Ob es HSDD tatsächlich gibt ist unter Ärzten durchaus umstritten und ob es bei Ihnen vorliegt, wie der Kollege pm meint, ist m.E. aus den Angaben, die Sie gemacht haben, nicht abzuleiten. Bitte ein paar Details mehr, dann können Sie auch eine detaillierter Antwort erhalten. MfG P.T.
docapplepie, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
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Erfahrung: Facharzt Neurologie und Psychiatrie, Schwerpunkt Gerontotherapie (Altersmedizin), Notfallmedizin
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