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pm
pm, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 358
Erfahrung:  Arzt mit breitem Wissen
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pm ist jetzt online.

Halloich bin gerade mal 20Jahre und meine Blase schr nkt

Kundenfrage

Hallo
ich bin gerade mal 20Jahre und meine Blase schränkt mein Leben sehr ein!!!
Können sie mir sagen, wie ich vorgehen soll?
Angefangen hat alles, als ich mit 16 eine Blasenentzündung bekam.
Seitdem habe ich Probleme mit meiner Blase und dies hat dich in den letzten 4Jahren verstärkt und momentan bin ich soweit, dass ich nicht mehr ohne Einlagen wegfahren kann, oder wenn ich nicht genau weiß wie lange die Fahrt dauert, an unbekannte Orte, lange Fahrten, Shoppen in der Stadt... werden für mich langsam unerträglich, denn ich fühle mich dann unwohl und bekomme Panik, dass ich nicht rechtzeitig zur nächsten Toilette kommen würde, obwohl ich mir noch nie in die Hose gemacht habe, habe ich wahnsinnige Angst davor. Es könnte sein, dass es eine psychosomatische Reizblase ist oder eben eine Neurose. Denn ständig habe ich den Zwang, sofort eine Toilette errichen zu können und die Angst, dass ich sie nicht mehr erriche. Die Ausmaße sind mittlerweile mehr als krank, meistens ziehe ich mich schwarz an, damit man es nicht sieht, falls ich mir mal in die Hose machen, weil es könnte ja sein, obwohl es mir noch nicht passiert ist und dann meist ein langes Oberteil darüber. Oder ich überlege wenn ich einen Film sehe, wie die das machen, denn in dieser Zeit müsste ich schon wieder auf die Toilette. Jeder Lebenstag, wenn ich nicht gerade zu Hause bin, schränkt mich mittlerweile so ein, kein Kinobesuch oder so...., dass ich wirklich darunter leide und mir meine Blase Stress macht, mehr als alles andere und ich schäme mich dafür vor meinen Mitmenschen und mache mich sozusagen dadurch dass ich das habe selbst zum Außenseiter, weil ich ja da und da und da nicht mitmachen kann.
Fraglich ist nun, was mir in diesem ausgeprägten Stadium nun hilft, wenn ´möglich auch eine Liste von Ärzten, Psychologen oder Therapiezentren, die mir helfen könnten!!!
Dankeschön
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  pm hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sie brauchen einen vernünftigen Urologen, der das Ganze systematisch abklärt inklusive Röntgen und Blasenspiegelung. Gut wäre, wenn er einen Magnetstuhl hätte. Damit kann man nebenwirkungsarm solche Beschwerden lindern. Aber auch an Wirbelsäulen und ä. Probleme muss bei der Diagnostik gedacht werden.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich war bereits bei Urologen und es liegen medizinisch keine Probleme vor, nur allein die Psyche bestimmt meine Toilettengänge

Experte:  pm hat geantwortet vor 6 Jahren.
So wie Sie es schildern glaube ich das nicht, da macht es sich ein Kollege nur einfach. Wo wohnen Sie denn? Oft wird umgekehrt "ein Schuh" daraus. Wenn jemand ständig Blasenprobleme hat schlägt es ihm letztlich auf die Psyche verständlicher Weise und nicth ungekehrt (das ist eher selten).
pm, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 358
Erfahrung: Arzt mit breitem Wissen
pm und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Dr.med.24h hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich gebe dem Kollegen pm Recht, dass Ihre Beschwerden erschöpfend somatisch abgeklärt werden müssen. Allerdings sind Ihre Symptome, die Sie schildern, auch wegweisend für eine Zwangsstörung, die mittlerweile einen großen Teil Ihrer Lebensqualität wegnimmt.
Dafür kennzeichnend sind bspw.:
Ständiges Gedankenkreisen, dass selbst als belastend empfunden wird. Vermeidungsverhalten und "überwertige" Ängste, die nicht absolut angemessen sind.(De facto haben Sie ja seit Jahren nur Angst, Urin zu verlieren, ziehen sich sogar schwarz an, aber passiert ist es noch nie.)
Aus meiner Sicht brauchen Sie auch psychotherapeutische/nervenärztliche Hilfe. In diesem einen Punkt muss ich meinem Kollegen widersprechen; es gibt relativ häufig Menschen mit Beschwerden wie Ihren, die Hilfe in psychosomatischen Praxen und Ambulanzen suchen, die keinerlei organisches Korrelat aufweisen, auch nach langjähriger Abklärung. Harndrang ist z.B. ein häufiges Symptom von Angststörungen und Verlustängsten. Mich würde interessieren, ob Sie weitere Symptome haben, die mit derartigem vereinbar sind. Wie ist denn Ihr Schlaf? Wie ist denn Ihre Stimmung? Wie ist denn Ihr Antrieb? Sind sie oft schreckhaft, nervös, oder reizbar?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Dr. med 24h

 

ja ich habe Schlafbeschwerden, aber das ist immer nur wenn ich ziemlichen Streß habe oder mir was Wichtiges durch den Kopf geht!

Wenn ich in eingeschränkten Situtationen bin, auf meine Blase bezogen, dh wenn ich in einer fremden Umgebung bin, im Auto sitze mit Mitfahreren..., ja dann ist die Stimmung sehr gereizt in mir, natürlich kann ich das dann immer niemanden erklären und so können es die anderen natürlich auch nicht verstehen, aber ich habe Angst darüber zu sprechen, vorallem steigere ich mich dann noch mehr hinein!

Ich kann einfach keine Aktivitäten genießen, die mich sonst vll interessieren würden, aber die Anspannung und der Zwang bzw die Angst nimmt mir dann jede Freude!! Und manchmal deprimiert mich die Situation sehr, weil ich einfach nicht weiß wie es weitergehen soll und ich dann total fertig bin und mich als Außenseiter fühle, obwohl ich überhaupt nicht so eine Schüchterne bin, aber meine Blase schränkt mich einfach so sehr ein, dass ich auf so vieles mit Freunden etc verzichten muss, das nimmt einem den Antrieb natürlich sehr!!

lg

Experte:  Dr.med.24h hat geantwortet vor 6 Jahren.

Liebe Fragestellerin,

danke für die Zusatzinformationen. Es ist in Ihrem Fall nicht sicher, inwieweit "Ihre Nerven" das Leiden mit ausgelöst haben - mit Sicherheit können Sie aber selbst fühlen, wie Anspannung und das "Hineinsteigern" den Harndrang und damit diesen "Teufelskreis" verstärken. Ich meine damit folgenden Kreis: Angst vor dem Harndrang- Stress- damit also verstärkter Harndrang ( wie bei jedem anderem Menschen auch, z.B. in einer Prüfungssituation) - noch größere Angst und so weiter.

Mein Rat wäre, neben der somatischen Abklärung, die Hilfe eines Psychotherapeuten zu suchen. Das sollte in Ihrem Fall einer/eine sein, die "Verhaltenstherapie" durchführt, das erkennen Sie auf dem Praxisschild. Sie benötigen hierfür keine Überweisung; allerdings haben nicht immer Therapeuten Termine frei - also muss man im Regelfall ein paar antelefonieren. Dort würde der Therapeut dann 5 sogenannte "probatorische Sitzungen" mit Ihnen machen, damit Sie sich zum einen kennenlernen, und zum anderen sehen, ob eine Therapie mit Ihnen beiden Sinn macht.

In Ihrem Fall sehe ich gute Chancen für eine rasche Besserung der Beschwerden.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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