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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Meine Frau leidet seit ca.10-12 Jahren an manische Depressionen.

Kundenfrage

Meine Frau leidet seit ca.10-12 Jahren an manische Depressionen. Sie ist in neurologische Behandlung, d.h. sie nimmt ein Medikament, das ihren Zustand nivelliert (angeblich). Sie wird aber immer ungehaltener, meint alle, aber in der ersten Linie ich, würde ihr "was" wollen. Sie verkracht sich mit ihrer eigenen Verwandtschaft. Nur wer ja und Amen zu ihr sagt, ist o.k. Ich bin zu ihrer Ärztin gegangen. Diese hat ihr vorgeschlagen in Kur zu gegen. Sie weigert sich, denn sie hat "Nichts". Welche Möglichkeit hätte ich, sie zu Mindest zu einem Psychologen zu bringen. Es ist 5 vor 12!
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !
Das klingt wirklich nicht gut und könnte u.a. auf eine unzureichende Bereitschaft bzw. Regelmässigkeit bei der Tabletteneinnahme zrück zu führen sein. Eine stationäre Behandlung wäre sicher nicht verkehrt. Nur : Wirkliche Möglichkeiten haben sie leider direkt nicht. Ein Psychologe wäre der falsche Ansprechpartner. Ihre Frau braucht einen Facharzt für Psychiatrie, ggf. eine Tagesklinik für Psychiatrie oder eine Institutsambulanz. Gerade auch, weil sie psychotische Symptome zeigt.

Leider kann man sie aber solange nicht zwingen, wie keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht (es sei denn, es läge eine gesetzliche Betreuung vor). Die fehlende Krankheitseinsicht bei dieser Erkrankung ist eine Katastrophe für Angehörige und Betroffene. Vielleicht können sie sie ja überreden, sich zumindest bei der Neurologin vorzustellen ?
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung: Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Thomas Roden hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,
das Zusammenenleben mit einem an einer Manie erkrankten Menschen ist sicher sehr schwer und guter Rat ist sehr schwierig.
Verständnis und Tipps zum Umgang gibt es meist in Selbsthilfegruppen von Angehörigen dieser Erkrankung.
Das grosse Dilemma ist ja tatsächlich die fehlende Krankheitseinsicht der Erkrankten. Sie können für sich nur versuchen, klare Position zu beziehen und die Notwendigkeit der Behandlung betonen.
Ich habe gute Erfahrungen mit der Hilfe des sozialpsychiatrischen Dienstes gemacht. Auch die können natürlich keine Behandlung gegen den Willen Ihrer Frau erzwingen, solange keine Gefahr für Ihre Frau oder die Umgebung besteht. Jedoch ist es oft der Schritt in die notwendige Öffentlichkeit, die als Signal ernst genommen wird.
( Das bedeutet, Sie steigen aus Ihrer Rolle als ständiger Prellbock aus )
Damit wird sich die Beziehung zu Ihrer Frau verändern, und Sie werden sich evtl. heftige Kritiken einfangen, aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Führen Sie nochmals ein Gespräch mit der Neurologin, Fragen sie nach Selbsthilfeeinrichtungen Ihrer Region und nach geeigneten Kliniken, damit Sie im Falle einer Eskalation gerüstet sind.