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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
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Christian Lee ist jetzt online.

Guten Tag, ich hatte im Dezember das CMV Virus mit starker

Kundenfrage

Guten Tag,
ich hatte im Dezember das CMV Virus mit starker Hepatitis. Momentan bin ich noch immer in der "Erhohlungsphase" um mich langsam wieder belasten zu können. Seit ca. April habe ich auf einmal mit starkem Schwindel und Ohrgeräuschen zu kämpfen. Gibt es da einen Zusammenhang?
Ich bekam vom HNO Arzt Physiotherapie verordnet. Es geht schleppend voran.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Virus und dem Schwindel incl.Ohrgeräuschen? Was kann ich sonst noch tun um mir selbst Linderung zu verschaffen? (Vorallem die momentane Wärme verschlimmert alles natürlich noch mehr)
Seit Dezember hatte ich diverse Dinge im nachhinein des Virus´: einen Kreislaufkollaps, Unterfunktion der Schilddr.,Magnesiummangel,Eisenmangel. Gerne würde ich mich nun wieder auf die Rehabilitierung meines Körpers konzentrieren (muskelaufbau,usw.),leider lässt es aber der Schwindel und die Ohrgeräusche nicht zu. Neurologisch bin ich abgeklärt,ich war im Kernspint.Alles OK
Ich danke XXXXX XXXXX Ihre Antwort.
Grüße von Katrin
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,
dieser Verlauf einer CVM-Infektion ist (bei Immungesunden) eine Rarität, kommt aber vor. Genauso wie auch eine 'gewöhnliche' Mononukleose (=Pfeiffer'sches Drüsenfieber verursacht durch EBV, das Epstein Barr Virus) ab und zu einen längeren Verlauf mit relativ langer Rekonvaleszenz macht, kann dies auch bei CMV geschehen. Beide Viren gehören zur Gruppe der Herpesviren (aber nicht zu verwechseln mit Herpes simplex!) und bleiben nach einer Infektion lebenslang im Körper drin. Probleme entstehen höchstens bei Immunmangelzuständen wie etwa bei Organtransplantierten unter den Medikamenten welche die Transplantat-Abstossung verhindern sollen. Aber auch sonstige Ursachen eingeschränkter Immunität wie AIDS etc. können zur Reaktivierung von CMV führen (sehr selten).
Betreffend Ihrer jetzigen Hauptsymptome, Schwindel und Tinnitus, wären noch zwei wichtige Fragen zu klären:
  • ist es ein Drehschwindel (falls ja, mit oder gegen Uhrzeiger? stets vorhanden oder abhängig von Kopflagerung oder Bewegungen? mit Übelkeit oder gar Erbrechen? gibt es Stunden oder Tage ohne diesen Schwindel? Zusammenhang mit Kopfschmerzen oder Hals-/Nackenverspannungen bemerkt?
  • oder ist es ein Schankschwindel (Unsicherheitsgefühl). Auch hier: wann tritt er auf und welche Zusammenhänge haben Sie beobachtet?
  • der Tinnitus (Ohrgeräusch): hängt er mit dem Schwindel zusammen (falls dieser variabel ist)? ... die selben Fragen wie beim Drehschwindel.
Wenn es Ihnen möglich ist die Zusammenhänge möglichst präzise zu beschreiben, können viele Schlüsse daraus gezogen werden.

Ich sehe Ihrer Antwort mit Interesse entgegen und grüsse Sie freundlich

ChristXXXXX XXXXX
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung: Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
Christian Lee und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag Herr Lee,
danke XXXXX XXXXX Antwort. Zu dem Virus möchte ich noch sagen, dass ich nach nun einem halben Jahr noch immer sehr geschwächt bin und nur mit viel Anstrengung meinen Alltag (mit 2 Kindern) meister. Kann ich irgendetwas tun, damit ich schneller aus diesem Erschöpfungs und Schwächezustand komme?
Und nun zu dem Schwindel:Ich denke es ist ein Drehschwindel, stehts vorhanden,aber in welche Richtung dieser geht,kann ich leider nicht sagen. Zu Beginn hatte ich sehr mit Übelkeit zu kämpfen.Ich merke eine Besserung seitdem ich beim Physiotherapeuten in Behandlung bin (auch Verspannungen wurden gelöst,Kopfschmerzen weniger). Nur momentan stagniert der Zustand leider. Verschlimmern tut es sich, sobald ich in Hektik gerate oder viel um mich passiert, Geräusche,Menschen,viele Stimmen,im Laden hoch/runter schauen.
Und nun, sind mindestens gleich schlimm,vielleicht sogar noch schlimmer die Ohrgeräusche ((überlappend?)helles Sausen und ein Druck auf den Ohren-wie wenn man im Flugzeug startet). Ich habe sie nonstop,tagsüber komme ich zurecht, Nachts ist es furchtbar.Ich kann weder ein- noch durchschlafen.
Ich freue mich auf Ihre Antwort, vielleicht haben sie noch einen guten Ansatz oder eine Hilfestellung für mich. Ich wär heilfroh.
Viele Grüße
Katrin
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Herr Lee,

muss ich bevor Sie meine Frage final beantworten den "Akzeptieren"-Button drücken? Denn Sie hatten ja noch Rückfragen, die ich ja beantwortet habe.

Grüße

Katrin Reber
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Frau Reber, ich bitte Sie um Entschuldigung für meine gestrige Abwesenheit. Ich hatte eigentlich eine solche Geschichte erwartet.

Sie beschreiben ja auch einen gewissen Zusammenhang der Phänomene mit "Verspannungen" der Muskulatur und dazu passt auch die teilweise Besserung unter der physiotherapeutischen Behandlung.

Insbesondere auch die Ohrsymptome, dazu gehört immer auch der (Dreh-) Schwindel, sind höchst verdächtig auf diesen Zusammenhang, besonders natürlich auch wenn der Ohrenarzt 'nichts findet'.

Ich würde wetten dass gewisse Bereiche Ihrer Halsmuskulatur enorm verspannt sind, und zwar vor allem die Muskel im vorderen-seitlichen Halsbereich evtl. beidseits oder jedenfalls dort wo Sie die Ohrsymptome haben.

Sie können das selbst herausfinden:
Setzen Sie sich auf einen Stuhl und tasten mit der Handfläche oder (kräftiger) mit den Fingerspitzen die Muskulatur unterhalb der Ohren. Sie werden dort harte Muskelstränge tasten: M. sternoclaidomastoideus (http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_sternocleidomastoideus); M. splenius cervicis, M. splenius capitis u.a.m.) die überdies sehr druckschmerzhaft sind und evtl. sogar Übelkeit und Schwindel auslösen. Vorallem wenn Sie nun etwas weiter unten gegen das Schlüsselbein hin und gleichzeitig weiter nach vorne tasten, dann stossen Sie auf weitere verspannte Muskel die Ihnen evtl. starke Übelkeit auslösen beim drauf drücken. Dies wäre die Scalenusmuskulatur (Mm.scalenus anterior, medius, posterior).

Vielleicht schauen Sie mal die Bilder in wikipedia an und suchen diese Muskel an Ihnen selbst?

Ich kann Ihnen einfach aus langer Erfahrung bzw. Beobachtung sagen dass Verspannungen dieser Muskel sehr häufig die Ursache solcher Probleme sind.
Allerdings werden diese Phänomene seltsamerweise in den Lehrbüchern nicht beschrieben.

Die Physiotherapie ist leider oftmals von ungenügender Wirkung weil diese Muskel ja nicht sehr geeignet sind für eine (sehr) kräftige Massage (Lokalisation!). Trotzdem könnte ein guter, interessiertere Therapeut vielleicht eine Methode finden welche diese Muskel wirklich zur Entspannung bringt?

Ich selbst habe eine sehr effiziente und sofort wirkende Methode bevorzugt:
Infiltration der verspannten Muskel mit einem Lokalanästheticum. Dabei wird eine sehr stark verdünnte Lösung von Lidocain (0.25% reicht aus, ohne Kortisonzusatz) mit der feinen schwarzen Nadel zu 5ml je Injektionsstelle in den verspannten Muskel injiziert, dabei verteilt auf verschiedene Tiefen. Wichtig ist dass alle verspannten Muskel infiltriert werden. Oftmals ist aber bereits der M.sternoclaidomastoideus mit einer einzigen Infiltration unterhalb des Ansatzbereiches am Proc. mastoideus ein sehr dankbarer Kandidat! Dieser Muskel ist oft schon alleine verantwortlich für die Ohrsymtomatik (+ Kopfschmerzen nach frontal gegen das Auge ausstrahlend).

Bei der Infiltration treten oft sog. Irradiationsschmerzen auf, also Ausstahlungen in die Bereiche wie ins Ohr oder gegen das Auge hin (völlig harmlos, reine Nervenreizung die sofort wieder aufhört).

Die Infiltration der Scalenusmuskulatur ist, wegen der anatomischen Lokalisation, etwas difficiler und muss natürlich mit Vorsicht gemacht werden. Jedenfalls hatte ich nach ca. 18'000 Infiltrationen keine einzige nennenswerte Nebenwirkung oder gar Komplikation beobachtet.

Das Schöne an dieser Behandlungsmethode ist, dass sie gleichzeitig Bestätigung der Verdachtstiagnose sowie Therapie ist. In der Regel ist der Patient umgehend (!) beschwerdefrei:
Ohrgeräusche, Hörstörung, Schwindel, Sehstörung und Übelkeit: alles sofort weg.

Gelegentlich muss nach 2 oder 3 Tagen nochmals etwas nachinfiltriert werden. Eine eigentliche Rückfallgefahr ist aber recht selten zu beobachten.

Noch ein Wort zum Zusammenhang mit der CMV-Infektion. Es entspricht meiner Beobachtung dass recht häufig Menschen nach einer durchgemachten fieberhaften Infektion von Problemen dieser Art "befallen" werden. Was der Grund ist kann ich auch nicht sagen.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX
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falls diese Info hilfreich war, danke XXXXX XXXXX für die Honorierung mit "Akzeptieren"


Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 23.07.2010 um 16:33 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend Herr Lee,

können Sie mir noch mitteilen ob nur Sie diese Art der Behandlung vornehmen, d.h. müßte ich in die Schweiz kommen? Oder gibt es in Süddeutschland auch Ärzte die diese Art der Behandlung vornehmen? Übernimmt die Krankenkasse diese Art der Behandlung und was kostet dieser Eingriff?
Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Grüße
Katrin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend!
Ich habe diese Methode über einen Zeitraum von etwa 8 Jahren angewendet, bis zum Schluss meiner Praxistätigkeit stetig weiterentwickelt und insgesamt sehr viele Beobachtungen und Erfahrungen gemacht. Seit 6 Jahren bin ich wieder als Mikrobiologe und (beratender) Infektiologe tätig und habe meine Praxis aufgegeben.

Es ist mir aber immer noch ein grosses Anliegen, das in der Regel hochwirksame und effiziente Verfahren den Interessierten Kollegen, wo auch immer sie sind, weiterzugeben. Es könnten viele Umtriebe, Kosten und Medikamenten-Nebenwirkungen, aber auch viel Leid (Arbeitsplatzverluste, Invalidisierungen etc.) vermieden werden, mit dieser Möglichkeit für Diangnostik und Therapie.

Obschon ich mit Überzeugung voll und ganz 'Schulmediziner' bin musste ich erfahren dass es leider nicht ganz einfach ist Kollegen von einem nicht in den Lehrbüchern beschriebenen Diagnostik- und Therapieverfahren zu überzeugen. Das Problem ist meist die Voreingenommenheit: "was nicht in den Büchern steht gibt es nicht". Einige Kollegen, die mich persönlich gut kennen, haben Versuche gemacht, aber leider zu schnell wieder aufgegeben als sich die Erfolge nicht so schnell und exakt wie erwartet eingestellt hatten.

An sich ist das Verfahren aber wirklich sehr einfach durchzuführen, braucht aber schon ziemlich Zeit um sich ein gutes Bild über den Funktionszustand der Muskel zu machen und diejenigen die vom Problem betroffen sind zu lokalisieren und zu behandeln.

Allenfalls wäre ich aber gerne bereit interessierten Kollegen die Technik wie ich sie (mit der Zeit) angewendet hatte, bekannt zu machen.

Es tut mir leid Ihnen nicht in dieser direkten Form helfen zu können, hoffe aber dass Sie einen Arzt (natürlich auch Ärztin!) finden der interessiert und wissbegierig genug ist dies zu versuchen.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX
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Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 25.07.2010 um 16:41 Uhr EST
Experte:  Dr. med. Hoyer hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag lieber Patient, und sehr verehrter Kollege Lee,

 

mit Freude haben wir diesen Thread durchgelesen und Hut ab, das ist wirklich Super!!!

 

Wo kann man mehr davon bekommen - schicken Sie uns bitte eine Mail, z.B. per PN!!!

 

Das klingt so super, insb. wenn man die Nachbarschaftsbeziehungen zum Vagus und des oberen Quadranten des Sympathikus (und sein "Syndrom") mitbedenkt!!!

 

Das ist Medizin mit Hirn und Herz und das ist wesentlich mehr auch wert als nur Brain-Heart-Infusion (BHI, auch ex Mikrobiol.), das ist soooo toll - haben Sie das auch mit Bupi/Lido-Mix oder mit Opioid-Supplementierung, GLOA-ähnlich gemacht? Erfahrungen dazu?

 

Wir hoffen auf weitere Nachricht, mit freundlichen Grüßen

 

das A.Hoyer-Team - Machen Sie weiter!!! Forstmann, Semmelweis und Co. ging es auch so! - keep going!



Verändert von Dr. med. Hoyer am 17.10.2010 um 13:59 Uhr EST

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