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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Guten Tag, meine Frau (65) leidet seit Monaten unter Darmproblemen

Kundenfrage

Guten Tag, meine Frau (65) leidet seit Monaten unter Darmproblemen (Reizdarm?), Nahrungsmittelunverträglichkeiten (evtl. Histaminintoleranz), in Verbindung mit Depressionen. Rhagaden am Mundwinkel heilen nicht trotz Cortisonbehandlung, bzw. sie kehren wieder. Extreme Probleme mit Schleimhäuten im äußeren Vaginalbereich (sehr schmerzhaft). Auch trockene, gerötete Augen. Ein Internist hat vor Monaten mittels Analyse festgestellt, daß kein Zink vorhanden sind. Eine weitere Analyse bei einer Inernistin dagegen hat wenige Wochen ergeben: genügend Zn vorhanden.

Welche Diagnostik empfehlen Sie ?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Mühe.
Heinz Mayer

Kürzlich habe ich gelesen, daß hohe Calciumgaben die Zn-Aufnahme behindern können. Meine Frau trinkt täglich gut 4 l Mineralwasser mit 600 mg Zn. Kann das ein Problem sein ?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen !

So ganz klar ist mir nicht, warum Sie so auf das Zink, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Histaminintoleranz aus sind. Das sind eher Untersuchungen die Orthomolekularmediziner machen, seltener aber ein Facharzt für Gastroenterologie. Der aber wäre für eine vernünftige differentialidagnostische Behandlung erforderlich. So sollten chronisch entzündiche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) ausgeschlossen sein.

Bei einem Reizdarmsyndrom wäre wiederum eine vernünftige Behandlung mit Nahrungsumstellung, ggf. Gabe von Pfefferminzöl bzw. entsprechender Behandlungen einschliesslich einer psychotherapeutischen Begleitung sinnvoll.

So stark kann Calcium nun die Zinkaufnahme nicht blockieren. Und umgekehrt : So gross kann ein Mangel an Zink gar nicht sein, dass es die Beschwerden erklären könnte.

Also muss es andere Erklärungen geben. Was wurde zuvor an Diagnostik gemacht ?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo, erst mal vielen Dank für Ihre Antwort.
Col. ulc. und Morbus Crohn sind bereits ausgeschlossen worden. RDS ist wahrscheinlich, aber welche klare Diagnose gibt es da überhaupt ?
Sicher ist auch die psychosomatische Schiene beteiligt.
Auf Zinkmangel sind wir gekommen, weil eine ganze Reihe von Symptomen darauf hindeuten und, wie schon geschrieben, ein Internist a. Gr. einer Analyse von Null Zn
gesprochen hat.
Auch die Symptomatik, wie sie bei HIT dargestellt wird, ist gegeben. Tatsächlich ist der Genuß histaminreicher Nahrungsmittel immer mit negativen Folgen belastet.
Da kann man drauf wetten, daß starke Reaktionen folgen. z.B. bei Erdbeeren, Himbeeren, reifer Käse etc. Was mich aber nachdenklich stimmt, ist, daß DAOSIN praktisch nichts hilft und auch ein Versuch mit AERIUS nichts brachte.
Könnte eine Darmsanierung weiterführen ?
Leider sind die Kassenärzte so wie es scheint, nicht gewillt und wohl aus Kosengründen auch nicht in der Lage, wirklich grundlegende Untersuchungen anzubieten. Wir sind ja sowieso schon bereit, sinnvolle Diagnostik und/oder Therapie privat zu bezahlen. Aber da scheint es bei vielen Ärzten eine Hemmschwelle bei "Selbstzahlern" zu geben. Wir haben jedenfalls bis jetzt keinen Arzt gefunden, der meine Frau mal "an die Hand genommen" und ihr die verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Wege aufgezeigt hätte. Der eine kommt mit Globuli, der nächste akupunktiert und wieder der nächste hält es mit der orthomolekularen Richtung.
Bis hin zu Gaben von Tramal und Diacepam haben wir auch schon alles erlebt, ohne daß wirklich Klarheit über die Ursachen der Beschwerden herrscht.
Wo kann man einen Arzt finden, der den Ursachen wirklich auf den Grund geht ?

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Mayer



Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Zum Reizdarmsyndrom gibt es schon klare Diagnostik- und Therapieempfehlungen, auch wenn es vielleicht eher ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von angeborenen und erworbenen Überempfindlichkeiten ist. Natürlich spielen da auch mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten bzw. Überempfindlichkeitsreaktionen eine Rolle. Ich selber habe ein wenig Probleme, wenn dann aber leichtfertig eine Histaminintoleranz diagnostiziert bzw. ja eher aus dem klinischen Eindruck "diagnostiziert" wird. Histamin wird sehr allgemein bei Stress bzw. Unverträglichkeit ausgeschüttet. Nun hat mein früherer Chef dann immer als Trick bzw. Empfehlung eine klare Diätempfehlung für die Nahrungsmittel ausgesprochen, die der Patient nicht verträgt. Einem Teil der Patienten geht es damit besser. Ich bin (obwohl eher jetzt Psychotherapeut und durchaus ungewöhnlichen Therapien sehr offen) Schulmediziner. Was aus dieser Sicht sinnvoll bzw. erforderlich ist, wird auf folgender Webseite gut zusammengefasst. Ich persönlich würde mich immer an eine Gastroenterologen wenden, der lange selber in einer Klinik gearbeitet hat bzw. dort noch arbeitet und sich an Leitlinienempfehlungen zur Diagnostik und Therapie hält.

Möglicherweise ist das aber tatsächlich ambulant kaum noch zu leisten, so dass man auch an eine stationäre Rehabiliation denken könnte.

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