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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

unser sohn weilt zur zeit nach einen l ngeren auslandsaufenthalt

Kundenfrage

unser sohn weilt zur zeit nach einen längeren auslandsaufenthalt bei uns.er fühlt sich leer und ausgebrannt,ist aggresiv.wir wissen nicht mehr wie wir mit ihm umgehen sollen.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !
Da ist guter Rat wirklich schwer zu geben. Eine telefonische Kontaktaufnahme mit uns ist leider laut Regeln von JustAnswer nicht erlaubt. Das Problem ist ja, dass ihr Sohn offenbar keine Hilfe annimmt. Sich als beleidigte Leberwurst mit Vorwürfen aufzuspielen, ist natürlich unmöglich. Egal ob er ausgebrannt ist oder nicht. Das müssen sie sich nicht gefallen lassen und sollten es ihm auch deutlich machen. Er ist ja offenbar erwachsen und sollte dann gefälligst sich andere Leute suchen, die er nerven kann.
Wenn er fremdaggressiv gegen sie wird, könnten sie die Polizei alarmieren. Sonst notfalls den Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes. Die werden aber wirklich nur aktiv, wenn eine psychiatrische Störung im Sinne von Sucht oder Psychose vorliegt.

Wenn er Hilfe annehmen würde, könnte man mit Antidepressiva und ggf. kurzzeitig Neuroleptika eine Entlastung erzielen. Der richtige Weg wäre für ihn kurzzeitig wohl eine stationäre psychiatrische Behandlung. Schon allein, um eine Entlastung für sie zu erreichen. Nur : Dazu müsste er selber bereit sein.

So bitter es klingt und ist : Rausschmeissen wäre der einzige Weg oder weiter aushalten.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
ich denke unser sohn hat allen anzeichen nach das bournout-syndrom.problematisch macht die situation, das er hier in deutschland nicht krankenversichert ist und auch am 15.8. wieder nach australien zurück will. wir machen uns sehr viele sorgen, denn nach diesen aggresiven wutausbrüchen, klammert er sich an mich und sagt er kann nichts dafür.ich denke er bräuchte unbedingt hilfe.für mich wäre es hilfreich,wenn ich wüßte wie ich mich verhalten soll
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ein "Burn-out" Syndrom gibt es ja so im eigentlichen Sinne nicht. Es gibt Anpassungsstörungen bzw. depressive Reaktionen. Es gibt Persönlichkeitsakzentuierungen oder - störungen. Ihr Sohn verhält sich einfach in einer nicht zu akzeptierenden Art und Weise und lässt alle Zügel fahren. Können sie ihn nicht früher nach Australien zurück schicken ?

Sonst werden sie es wohl oder übel bis zum August aushalten müssen. Ich persönlich würde es nicht aushalten wollen und können. Sie können sich nicht richtig verhalten, weil ihr Sohn sich in einer Opferrolle sieht und die locker gegen sie ausspielt. Wenn sie sich darauf einlassen wollen / müssen, bitte.

Die Hilfe für ihren Sohn besteht darin, ihn rauszuschmeissen und ihm klar zu machen, dass man sich so nicht verhält. Das mag hart klingen und ungerecht. Aber es wäre die einzige Hilfe und Lösung.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
ich kann ihn doch nicht rausschmeißen,wenn er hilfe braucht.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Warum denn nicht ? Wenn er sie tyrannisiert, würde ich das machen. Es gibt keine Hilfe, wenn sich Jemand nicht helfen lassen will. Das ist eine bittere Erkenntnis. Sie müssen bzw dürfen sich sein Verhalten nicht gefallen lassen.

Wenn er Hilfe wollte, wäre es anders. Hilfe brauchen und Hilfe annehmen sind 2 Dinge. Er will Jammern bzw. sich bemitleiden lassen. Diese Bühne sollten sie ihm nicht geben. Alternativ könnten sie auch in Urlaub ohne ihn fahren.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
unser sohn ist 28 und erwill sich ja helfen lassen aber ohne provesionelle hilfe wird das nicht klappen und soweit ist er noch nicht. ich wollte von ihnen einen rat, wie wir mit ihm umgehen sollen.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich hatte versucht, einen Rat zu geben. Sie wollen einen Rat, den es nicht gibt. Sie können es natürlich auch mit Freundlichkeit und Nachgeben versuchen. Das haben sie aber doch selber schon versucht und das Ergebnis gehabt, dass er nur noch massloser und ungerechter reagierte. Nachgeben ist einfach keine gute Lösung bei diesen Problemen.

Medikamentös könnte man als Eigenbehandlung Johanniskraut versuchen, was zumindest ein wenig Entspannung und antidepressive Wirkung haben könnte. Mein Rat wäre aber Abstand von ihm. Entweder mit Urlaub oder mit seiner Rückkehr nach Ausstralien. Dort soll er sich in professionelle Behandlung begeben.

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