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docapplepie
docapplepie, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 203
Erfahrung:  Facharzt Neurologie und Psychiatrie, Schwerpunkt Gerontotherapie (Altersmedizin), Notfallmedizin
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docapplepie ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Schwester, die 7 Jahre j nger ist, also

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich habe eine Schwester, die 7 Jahre jünger ist, also 50 und in Amerika lebt. Wir haben es beide sehr schwer gehabt im Elternhaus und ich bin dank langjährige Therapie und medikamentöser Einstellung ganz zufrieden. Meine Schwester bekommt nichts auf die Reihe. Sie ist entweder euphorisch von etwas begeistert oder es ist dramatisch schlecht. Im Internet sucht sie sich immer die unmöglichsten Männer (müssen schwarz sein), die sie dann unglücklich machen und dXXXXX XXXXXegt sie wieder am Boden. Was mich aber interessiert ist ihr Zwang, an ihren Haaren rumzuschnippeln, wenn es ihr nicht gut geht. Sie schaut sich dann ganz streng im Spiegel an und schnippelt da und dort an den Haaren bis es richtig mies aussieht. Was ist das? Selbst als sie in Deutschland war weil unser Vater gestorben war, habe ich sie auf den Internetseiten gesehen, und es ist schon recht oridinär wie sie sich da ausdrückt. Dabei kommen wir aus dem selben Nest und sind sehr streng erzogen worden.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,

es klingt ein wenig so, als ob ihre Schwester an einer bipolaren Störung (von manisch bis depressiv schwingende Gefühlslage) leidet oder unter einer Borderline-Störung. Dies ist allein durch eine Internet-Diagnostik schlecht zu klären, ist aber aufgrund Ihrer Schilderung sehr wahrscheinlich. Die Behandlung sollte medikamentös basiert sein und bei ausreichender psychischer Belastbarkeit sollte dann eine umfangreiche Psychotherapie erfolgen. Medikamentös bedeutet allerdings eher ein für diese Störungsbilder besser geeignete Substanz als Prozac (Sertralin), sondern eher Lithium, Valproat, Olanzapin oder Quetiapin. Für die Psychotherapie gibt es sehr gute Manuale, die mit recht ordentlicher Erfolgsaussicht erlauben, den Patienten zu behandeln - man sollte sich vorher vergewissern, dass der Therapeut nach einem solchen Manual arbeitet (gibt es auch und stammen zum Teil sogar aus Amerika). Keinesfalls ist eine tiefe Religiosität zu verwechseln mit psychotherapeutischer Heilkraft - und eigentlich alle Glaubensrichtungen geben diesen Unterschied auch zu (außer Scientology und ein paar Sekten, die meinen, mit Spiritualität könnte es gehen). Aber ein ernsthafter Psychotherapeut wird dem Patienten auch den Glauben nicht nehmen, sondern die Gläubigkeit als Basis zu nutzen wissen - also das ist eindeutig kein Ausschlusskriterium für eine Psychotherapie. MfG P.T.
docapplepie und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo!
Das Haareschnippeln hat wahrscheinlich eine milde selbstzerstörende, gleichzeitig aber auch entlastende Funktion. Wenn man sich selbst einen "Schaden" zufügt, betont man einerseits die eigene Wertlosigkeit, erhält andererseits aber auch Selbstgefühl und damit wieder etwas Selbstwert - ist ein paradoxes, aber teilweise noch viel extremer durchgeführtes Verhaltensmuster vieler Menschen mit Persönlichkeitsstörungen.