So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an drhippokrates.
drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
28345046
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
drhippokrates ist jetzt online.

Mein Vater starb an einer Lungenembolie, 5 Tage nach einer

Kundenfrage

Mein Vater starb an einer Lungenembolie, 5 Tage nach einer Leistenbruch OP. Die Ärzte in der Klinik haben dies wahrscheinlich übershen, es war Sonntag und die Klinik war nur schmal besetzt. Er starb 7,5 Stunden nach den ersten Anzeichen wie Atemnot und Herzrhythmusstörungen. Diese zwei typischen Symtome darf man doch nicht übershen.
Es wurde über den ganzen Tag hinkeine Therapie eingeleitet.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !

Zunächst mein Beileid für diesen tragischen Verlust.
Leider ist es so, dass auch bei scheinbaren Routineeingriffen ein solcher Ausgang nicht immer zu vermeiden bzw. zu erkennen ist. Ich war etwas verwundert, dass er überhaupt 5 Tage in der Klinik bleiben musste, da so ein Eingriff ja teilweise sogar ambulant gemacht wird. Daraus ergibt sich die Frage, ob es weitere Risikofaktoren bei ihm gab, die für ein Thromboserisiko sprechen. Eine Lungenembolie ist ja ein in die Lunge versprengter Thrombus , also ein Gerinsel.
Auf einer normalen Station ist eine Lungenembolie schwer zu erkennen im Vorfeld. Man rechnet einfach nicht damit. Natürlich ist es eine Katastrophe wenn die Warnzeichen akute Luftnot und Herzrasen nicht erkannt bzw. richtig gedeutet werden. Das ist eigentlich nicht zu entschuldigen. Aber :

Wenn es dann soweit kommt, ist Hilfe häufig kaum möglich. Es ist ein so akutes Geschehen, dass Hilfe meist zu spät kommt (bei der sog. fulminanten Embolie).
Man kann versuchen, eine Lyse zu machen. Wenn man es richtig deutet. Als Arzt denkt man aber einfach nicht wirklich dran, wenn man keine klare Anzeichen einer Thrombose sieht. Leider. Unentschuldbar. Aber es passiert.