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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Also, es geht um meine Mutter, sie ist 60 Jahre alt aber wirkt

Kundenfrage

Also, es geht um meine Mutter, sie ist 60 Jahre alt aber wirkt wie eine 80 jährige. Mein Vater verstarb vor 7 Jahren und seit 4 Jahren hat sie aber einen neuen Lebensgefährten, der sehr lieb zu ist und alles für sie tut. Und sie ruht sich darauf aus ist mein Eindruck. Sie geht nicht mehr einkaufen, Zigaretten holen und wir sind nun insgesamt 7 Kinder die mal auf einen Besuch warten. Geburtstage werden nur noch an runden besucht und nun ist mein " Neffe " 30 geworden und ich habe sie fast erpresst dort zu erscheinen . Wir sind schon alle sauer , aber ich habe auch gesagt, das sie irgendwie krank ist.
Meine Mutter war da aber als sie aufstehen "sollte" um ein kleines Neugeborenes anzugucken, da zitterte sie wie eine alte Frau ( wie gesagt, 60 !). Ihr Hausarzt verschreibt ihr seit dem Tot meines Vaters ( seit 7 Jahren Tabletten gegen Angstzustände,obwohl sie nie da war. Ich habe es durch Zufall vor kurzem erfahren. Was können wir für meine Mutter tun ????
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Zunächst stellt sich ja die Frage, ob ihre Mutter bereit für eine Behandlung wäre. Daran habe ich aber so meine Zweifel. Diagnostisch würde ich eher auf eine Depressive Anpassungsstörung mit Vermeidungsverhalten als allein auf eine Angststörung (Agoraphobie) tippen. Das ist natürlich nur eine "unseriöse" Vermutung.
Ganz problematisch wird es, wenn die Medikamente gegen Angstzustände Benzodiazepine sind (was einige Hausärzte immer noch machen). Dann könnte es sich bei der Problematik ihrer Mutter auch um eine Entzugssymptomatik handeln. Das mag paradox erscheinen. Aber diese Medikamente erzeugen schnell eine Abhängigkeit bzw. Toleranzentwicklung. Das bedeutet, dass ohne Dosissteigerung ein relativer Entzug auftritt. Wenn sie dann die gleiche Dosis nimmt, kann es zu Verwirrtheit, Zittern und sonstigen Symptomen kommen.

Grundsätzlich wäre ihre Mutter bei einem Experten für Gerontopsychiatrie am besten aufgehoben. Obwohl sie dafür eigentlich formal noch zu "jung" wäre. In den meisten Psychiatrischen Kliniken gibt es inzwischen Tageskliniken für Senioren bzw. eben Experten für Gerontopsychiatrie. Dort könnte man schauen, was nun diagnostisch vorliegt bzw. wie man die Behandlung optimiert.

Nur : Dazu müsste sie bereit sein. Vielleicht könnten sie ja auch meine Zeilen motivieren, sich zumindest einmal bei einem Arzt mit Erfahrung vorzustellen. Zwingen kann man sie aber leider (?) nicht.

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