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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
32376790
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Christian Lee ist jetzt online.

guten tag, ich bin ein mann von 58 jahren und m chte wissen,

Kundenfrage

guten tag,
ich bin ein mann von 58 jahren und möchte wissen, ob der hefepilz beim zungenkuss übertragbar ist? auch habe ich gelesen, wenn man eine diät wärend den medikamenten einnahmen macht, dass dann der pilz schneller reagiert und verschwindet. stimmt das? habe auch prostata beschwerden und mein artz findet nur, dass die blase dem alter entsprechend sich normal vergrössert hat. tut mir aber jedesmal beim urinieren schmerzen. kann das auch von den candida pilze kommen?
besten dank für ihre antworetn.
jacques schouwey
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Nachmittag, Herr Schouwey,
da sprechen Sie gleich mehrere Probleme an.

Zunächst einige Frage zu den Pilzen:
  • in welcher Körperregion (Mundhöhle? Darm? etc.) hat man denn bei Ihnen einen Hefepilz, eben wahrscheinlich Candida albicans, gefunden?
  • wie wurde die Diagnose gemacht: mit einem mikrobiologischen Abstrich oder mit einem Bioresonanzgerät oder einem andern Gerät?
dann die Fragen zur Prostata:
  • was sind Ihre Prostatabeschwerden: schwacher Harnstrahl? Nachtröpfeln? mehrfache Unterbrüche beim Wasserlassen? häufiger Harndrang, wobei dann doch nicht viel kommt? Schmerzen im Beckenbereich? brennende Schmerzen im Harnröhrenbereich beim Wasserlösen, sonst aber nicht? Schmerzen eher ganz am Schluss des Wasserlösens (beim 'Abklemmen') oder schon gleich zu Beginn und während des Wasserlassens?
  • Sie wurden antibiotisch behandelt. Was hat der Arzt gesagt? Handelt es sich um eine Blasenentzündung und eine Prostataentzündung? Wie lange (5-10 Tage? 4-6 Wochen?) mussten Sie das Antibiotikum nehmen? Wurde eine Urinprobe ins Labor zur Untersuchung geschickt? Wissen Sie vielleicht noch den Namen des Antibiotikums?
Wenn Sie die obigen Fragen beantworten kann ich Ihnen vielleicht weiterhelfen. Ich warte auf die Antwort. mfg, ChristXXXXX XXXXX

Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 07.07.2010 um 12:02 Uhr EST
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung: Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
Christian Lee und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
-der artzt hat in der mundhöle und unter dem zehen hefepilze gefunden. (siehe meine erste frage!)
-es wurden überhaupt keine abstriche oder teste gemacht.
- habe über 2 jahre darmkrämpfe, gliederschmerzen, kopfschmerzen, grosse reizbarkeit ud beginne depressiv zu werden.besuche diesbezüglich einen Psychiater.
- habe meine essgewohnheiten geändert (Vollkornbrot, gemüse, eiweiss, kein schweinefleisch, kein alkohol und keine süssigkeiten)
- gehe 2 stunden pro tag laufen und mache 30min. pro tag homevelo fahren.
- einmal war es eine prostata endzündund und dann war es die blase
- muss viel urinieren und dabei kommt meistens wenig urin und dann schmerzt es beim wasserlassen.
- ich weiss den nahmen der antibiotika nicht mehr.
würde mich freuen auf eine LÖSUNG
gruss
jacques Schouwey
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
sorry, da hatte ich wohl ein Brett vor den Augen...
Sehr gerne bin ich Ihnen behilflich beim Finden einer Lösung, das ist ja meine Aufgabe. Dazu muss aber ein Minimum an speziellen Informationen verfügbar sein, sonst lässt sich - seriös - nichts sagen und alles andere wäre Kaffeesatzlesen.

also:
wenn keine Abstriche gemacht wurden, wie wurden dann die Pilze diagnostiziert?
  • Im Mundhöhlenbereich müssten (schmerzhafte) weissliche Beläge gesichtet worden sein, die ziemlich typisch sind für Candida-Infektionen der Schleimhäute. Ohne mikrobiologische Untersuchungen gibt es keinen andern Weg zur Pilzdiagnose (-Vermutung) als den Nachweis dieser Beläge.
  • falls es wirklich eine Candia-Infektion im Mund war, auch dann ist das Risiko einer Ansteckung mit nachfolgender Erkrankung kaum gegeben, weil nämlich praktisch alle Menschen ohnehin eine gewisse Zahl von Candida-Hefen in Mundhöhle und Verdauungstrakt beherbergen. Solange diese in geringer Zahl bzw. Dichte vorliegen sind sie bedeutunglos und machen keine Symptome.

    Erst bei massenhaftem Vorkommen, mit Verdrängung der normalen Mundflora, bilden sich dann die schmerzhaften weisslichen Beläge auf entzündeter Schleimhaut. Es ist also eine Frage der Quantität und nicht bloss des Vorhandenseins von Candida-Pilzen (meist Candia albicans)!
    Übrigens treten diese, auch Soor-Mykosen genannten, Infektionen nur bei Menschen mit eingeschränktem Immunsystem auf. Bekannt sind sie bei den jungen Säuglingen (Immunsystem noch nicht reif) oder bei schweren Grundkrankheiten wie AIDS aber auch Diabetiker sind häufiger davon betroffen.

    Dass solche Pilzinfektionen mit einer speziellen Diät schneller verschwinden sollen war mir - ehrlich gesagt - nicht bekannt

  • bei dem Zehennagel-Problem hätte ich da eher Zweifel ob dass es sich sicher um eine (sog.) Candida-Onychomykose handelt. Diese kommt erstens viel eher bei Fingernägeln (Nagelkauer) vor und beginnt zweitens praktisch immer um den Nagel herum mit einer sog. periungualen Infektion des Nagelwalles und die Nagelplatte wird erst später befallen. Hier wäre meines Erachtens eine mykologische Untersuchung wichtig, sonst kann selbst eine längere Behandlung unter Umständen erfolglos bleiben.
    Candida verursachen hingegen zwischen den Zehen Mykosen die recht typisch sind aber mit Sicherheit nur mit einem Abstrich identifiziert werden können. Diese werden als Interdigital-Mykosen bezeichnet. Es sind Rötungen mit weisslichen Belägen und Hautrissen.
  • am meisten Sorgen würden mir Ihre Harnwegs-Symptome bereiten. Fast sicher haben Sie immer noch eine Infektion von Blase, Harnröhre oder der Prostata. Doch diese Unterscheidung lässt sich nicht aus der Ferne machen, da muss man seriös untersuchen können und Materialien (Urin, evtl. Harnröhrenabstrich und Ejakulat) mikrobiologisch untersuchen. Dann sieht man (meistens) sehr schön in welche Richtung ein Problem geht. Vorallem die Prostatainfektion kann übrigens äusserst langwierig und hartnäckig sein und antibiotische Behandlungen über lange Zeit erfordern. Manchmal gelingt eine wirklich kurative Behandlung nur teilweise.
  • dann erwähnen Sie noch weiter Probleme, vorallem auch die Gliederschmerzen usw. Diese könnte auf eine entzündliche Ursache schliessen die wieder Querverbindungen zu den Harnwegsinfektionen hat.
Leider kann ich Ihnen, ohne zu orakeln, keine Lösung für Ihre vielfältigen und komplexen Probleme anbieten. Mit diesen wenigen Informationen, und vor allem ohne Sie selbst untersucht und Ihre ganze Krankengeschichte studiert zu haben, inklusive aller Labor- und sonstigen Befunde, wäre ein Lösungsvorschlag jenseits aller Seriosität. Sie wollen ja sicher auch nicht angeschwindelt werden, denke ich.

Mein Vorschlag ist deshalb ganz einfach:
Sofern nicht bereits vorhanden, suchen Sie sich eine guten, interessierten Hausarzt der mit Ihnen zusammen den (nicht einfachen) diagnostischen Weg geht und die allenfalls nötigen Spezialistenbesuche koordiniert und Sie aufkärt über Befunde, Diagosen und Therapien.
Falls Sie schon einen solchen Hausarzt haben, sprechen Sie mit ihm und suchen Sie zusammen eine Lösung ihrer Probleme und Fragen.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX

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