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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Meine Freundin 40 leidet seit Januar unter Angstst rungen.

Kundenfrage

Meine Freundin 40 leidet seit Januar unter Angststörungen. unruhiger Schlaf, schneller Atem, heftiges Herzklopfen. Doch seit zwei Wochen ist sie nur noch in der Angststörung. Bereut jede Entscheidung, die sie gemacht hat. KXXXXX XXXXXm mehr schlafen, Wacht fast jede Stunde auf und weckt mich, nur um mir immer dieselben Fragen zu stellen. Tagsüber ist sie nur noch am fragen und bereuen. Sie sieht ganz verängstigt aus, ist bleich und isst sehr wenig. Sie kommt mir sehr triebhaft vor. Sie will oder kann nicht loslassen: Seit sechs Wochen war sie nämlich mit einem Arbeitgeber in Verhandlung. Der Arbeitgeber hatte ihr zugesagt, doch sie hatte angst, die Stelle anzutreten, da sie evt. für das Geschäft ins Ausland reisen sollte. Sie machte lange hin und her und rief immer wieder der Arbeitgeber an und verlängerte so die Bedenkzeit. Nach gut fünf Wochen sagt der Arbeitgeber ihr ab, da sie nun genug Zeit gehabt hätte ja zu sagen. Ab diesem Zeitpunkt ist sie nur noch am bereuen und extrem triebhaft, denn nach dieser Absage ruft sie täglich der verflossene Arbeitgeber an und bittet ihn, sie doch noch einzustellen. Kommentar des Arbeitgebers: Rufen sie nicht mehr hier an. Sie sind penetrant und müssen sich professionelle Hilfe holen.
Gestern waren wir für das Erstgespräch bei einem Verhaltenstherapeuten in Bern.
Kommentar: Ich kann ihnen nicht helfen, sie müssen zu einem Psychiater. Danach war die Hölle los. Meine Freundin überhäufte mich immer mit denselben Fragen und machte sich und mir Vorwürfe, dass sie nun ihre Traumstelle nicht bekommen hat. Letzte Nacht haben wir kaum geschlafen und ich mag langsam auch nicht mehr, denn meine Freundin ist mir plötzlich total fremd. Sie ist wie ein anderer Mensch geworden.
Seit zwei Wochen extrem selbstbezogen, ohne Anteilnahme was um sie herum passiert, rücksichtslos (weckt mich nachts, nur um mir wieder dieselben Fragen zustellen). Wir wohnen in Olten, was sollen wir machen? Ich so schnell wie möglich eine Lösung finden, denn heute morgen habe ich entdeckt, dass meine Freundin sich selbst nicht mehr helfen kann... Vielen Dank D.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Tag !

 

Hier braucht sie zunächst eine psychiatrische Stabilisierung / Krisenintervention. Das kann eine psychiatrische Tagesklinik oder Institutsambulanz sein, z.B. an der Uniklinik Bonn. Eine Verhaltenstherapie wäre richtig, vermutlich aber erst in 3 bis 6 Monaten. Wenn sie örtlich flexibel sind, würde ich ihnen zu einem Kontakt nach Gifhorn raten. Johannes Drischel arbeitet sehr unkonventionell mit Angstpatienten über innere Bilder. Das Grübeln bzw. "nicht weiterkommen" über Entscheidungen kann er sehr gut angehen. Er ist nicht ganz billig, aber sehr effizient. Schauen sie mal unter www.emoflex.de

 

Sonst könnte man wirklich nur medikamentös zunächst mit einem Angstlöser bzw. dann Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer arbeiten. Entscheidungen kann man nicht rückgängig machen. Aber ihre Freundin könnte lernen, über die Blockade bzw. ihre "Fehlentscheidung" hinwegzukommen. Was sie so offensichtlich nicht kann.