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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
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Christian Lee ist jetzt online.

Mein Mann hat gerade eine schrere O.P hinter sich.Enfernung

Kundenfrage

Mein Mann hat gerade eine schrere O.P hinter sich.Enfernung eines Hepazellularkarzinoms.
Leider sind durch duch den zirrhotischen Umbau,bedingt durch eineHepatitis B keine zellen mehr gesund. Als ich ihn kennenlernte war er laut seines Hausarztes,nach einer Blutuntersuchung,die ich gefordert habe,da ich eine Tochter habe gesund.Die Hepatitis war angeblich geheilt,spontanheilung ha,ha. Sie hatte sich nur zur Ruhe gebettet.
Die Leberzirrhose besteht schon seit 30 Jahren. Wir kennen uns aber erst seit 2006.
leider bin ich chronische Schmerzpatientin und packe das alles nicht mehr.
Können sie mir einen Rat geben?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,
leider verstehe ich Ihre Frage nicht so richtig.

Ihr Mann hat eine chronische Infektion mit Hepatitis B - Virus worauf sich auf zunächst eine Leberzirrhose und nun leider ein Leberkrebs entwickelt hat. So weit scheint alles klar.
Die Aussage "die Hepatitis war angeblich geheilt" hingegen beinhaltet nicht selten ein Missverständnis, was ja vielleicht auch der Grund Ihrer Sorge/Aufregung ist:

Als Hepatitis wird, wie bei jeder ".....itis" eine Entzündung verstanden, in diesem Fall der Leber und mit einer Aktivität welche durch Messung der Leberenzyme ziemlich gut zu beurteilen ist: erhöhte Leberenzyme = Hepatitis.
Eine Infektion der Leber mit HBV (Hepatitis B - Virus) muss aber nicht unbedingt Einzündungszeichen machen, bzw. nicht unbedingt mit erhöhten Leberenzymen einhergehen. Das heisst, normale Werte der Leberenzyme im Blut schliesst zwar eine momentan bestehende Entzündung (Hepatitis) aus, aber keineswegs eine Infektion der Leber mit HBV!

Diese dürfte damals die Situation bei Ihrem Mann gewesen sein:
bestehende Infektion mit HBV aber keine Entzündungszeichen im Blut. Diese Aussagen schliessen sich also nicht gegenseitig aus.

Leider ist es nun so dass eine HBV-infizierte Leber selbst wenn im Blut keine Entzündungszeichen vorhanden sind, sich trotzdem in eine Zirrhose und ein hepatozelluläres Karzinom weiterentwickeln kann.

Die Unsicherheit rührt also wahrscheinlich, wie so oft, daher dass der Begriff 'Infektion mit HBV' gleichgesetzt wird mit 'Hepatitis'. Und dies ist definitiv falsch. Der erste Terminus ist ein mikrobiologischer und der zweite ein klinischer Begriff.

Allerdings sollte jemand mit einer HBV-Infektion und aber normalen Leberwerten, also ohne Hepatitis, nicht als gesund zu bezeichnet werden, eben wegen des möglichen Verlaufs wie es Ihr Mann erfahren musste.

Unklar ist mir auch die Aussage betreffend Ihrer Tochter. Weshalb forderten Sie wegen der Tochter eine Blutuntersuchung beim Mann? Wie auch immer, die Ansteckungsgefahr bei lediglich familiären Kontakten ist sehr gering aber etwas höher als z.B. bei HIV oder Hepatitis C. Heute würde man den Familienangehörigen, erst recht natürlich dem Sexualpartner, die Hepatitis B - Impfung empfehlen.

Sie kennen Ihren Mann erst seit 4 Jahren. War ihm vielleicht damals die fortschreitende Krankheit nicht bewusst? Vielleicht hielt ihn die Versicherung, dass die Entzündung (Hepatitis) abgeheilt ist und er verdrängte die Realität, wie wir es ja alle (auch zum eigenen Schutz) oftmals gerne tun?

Ich denke dass es fehl am Platz wäre ihm jetzt Vorwürfe zu machen, wie auch immer etwas fehlgelaufen sein mag. Es freut mich dass Sie sich zu ihm stellen und ihn auf seinem letzten Weg noch begleiten.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und grüsse sie freundlich, ChristXXXXX XXXXX
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falls diese Info hilfreich war, danke XXXXX XXXXX für die Honorierung mit "Akzeptieren"

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