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OrthopaedeDdorf
OrthopaedeDdorf, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 864
Erfahrung:  Orthopädie und Unfallchirurgie, Osteopathie, Sportmedizin, Akupunktur, spez. Schmerztherapie
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OrthopaedeDdorf ist jetzt online.

Hallo,ich habe folgendes Problem. Bei mir wurde vor einem Jahr

Kundenfrage

Hallo,ich habe folgendes Problem. Bei mir wurde vor einem Jahr eine Arthroskopie im rechten Knie vorgenommen. Die Schmerzen sind seit dem nicht weg, trotz mehrerer physiotherapeutischer Maßnahmen. Seit etwa 14 Tagen schmerzt nun auch noch das linke Knie, so dass ich kaum auftreten kann.Mein Arzt hat mir eine Stoßtherapie Predni H verordnet,es ändert sich aber nichts. Diagnose ist:Meniscusreizung.Was soll ich tun?Den Arzt wechseln,oder haben Sie eine andere Idee.Mit freundlichen Grüßen Elke Schulz
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  OrthopaedeDdorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Liebe Patientin,
nicht immer sofort Cortison in das Knie spritzen lassen, da die langfristig den Knorpel angreift. Meine Patienten bekommen für 10 Tage Diclofenac 75 2x1/ d, wenn es keine Kontraindikationen gibt und wenn die Beschwerden dann noch vorhanden sind, ist ein MRT des Kniegelenkes notwendig
VG
wenn diese Info half, bitte mit "akzeptieren" honorieren
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
das wäre noch eine ergänzende Bemerkung zu machen:
auch wenn unter direkter Sicht (endoskopisch), oder mit indirekten Methoden wie Röntgen- oder MRT-Diagnostik, eine Knorpelschädigung nachgewiesen oder vermutet werden kann, so ist damit in der Regel nichts über die Ursache der Schädigung ausgesagt. Ein Gelenk kann heute zwar (meist) problemlos ersetzt werden, trotzdem ist aber das eigene Gelenk immer doch die beste Variante sofern eine Heilung möglich ist.

Im deutschen Sprachraum wird leider den möglichen Ursachen von Knorpelschädigungen (noch) viel zu wenig Beachtung gezollt. Dies ist alleine schon deswegen schade, weil diese Ursachen auch in andern Organsystemen fatale Folgen haben können, insbesondere im Herz-Kreislaufsystem.

Im deutschen Sprachraum einfach unterscheiden wir (zugegebenermassen etwas vereinfacht) nur zwischen Arthritis, den entzündlichen Gelenkserkrankungen (Polyarthritis, Gichtarthritis, "aktivierte Arthrose", Psoriasis-Arthritis etc.) und den sog. nicht-entzündlichen, degenerativen Erkrankungen (allem voran die Gelenks-Arthrose).
Von der Arthrose wird auch vereinfachend als "Abnützungserscheinung" gesprochen, was aber einen falschen Kausalzusammenhang suggeriert und den eigentlichen Hintergrund der Erkrankung völlig verschleiert!
Sehr fettleibige Personen leiden häufig an Knie- oder Hüftgelenksarthrosen. Logisch, würde man sagen, dies ist Folge der Überlastung durch das Körpergewicht. Nur, solche Patienten zeichnen sich in der Regel nicht aus durch übermässigen Gebrauch ihrer Beine sonder verbringen im Gegenteil den Tag mehrheitlich meist in sitzender oder gar liegender (Beine hochgelagert) Position. Weshalb soll es sich da nur um eine mechanische Überlastung handeln?

Die Antwort liegt im entzündlichen Hintergrund auch der Gelenksarthrosen oder "Abnützungserscheinungen". Bei diesen Patienten findet man erhöhte Entzündungswerte im Blut, unter anderem CRP (muss mit speziell sensitiver Methode gemessen werden, mit üblichen Laborgeräten nicht genügend exakt messbar), Leukotrienen, Zytokinen wie Interleukin-1, Interleukin-6, TNF-alpha etc.

Wo werden diese Entzündungsstoffe im Körper gebildet? Unter anderm (aber nicht ausschliesslich) im (Bauch-) Fettgewebe von Übergesichtigen Patienten. Dies ist die eigentliche Ursache nicht bloss der erhöhten Anfälligkeit auf "Arthrose" sondern auch auf alle (bzw. viele) gesundheitlichen Probleme die durch die erhöhte Entzündungsaktivität (mit-)verursacht werden. In den letzten Jahren wurden eine grosse Zahl von Forschungsartikeln zu diesem Thema veröffentlicht die auch einige der bisherigen therapeutischen Methoden in Frage stellen.
Ein Lichtblick ist aber der, dass zunehmend die Bedeutung der sog. Omega3-Fettsäuren erkannt wird und auch Zusammenhänge mit Vitamin E. Jedenfalls konnte gezeigt werden dass genügend hoch dosierte Omega3-Fettsäuren sowohl labormässig als auch klinisch (schmerzlindernd) den Antirheumatika nicht unterlegen sind und überdies ursächlich wirken und nicht bloss symptombekämpfend (Diclofenac fördert bei längerer Therapiedauer die Knorpeldestruktion).

Ich empfehle Ihnen den Hausarzt aufzusuchen und mit ihm diese ganzheitliche (hat nichts zu tun mit Alternativmedizin!) Schau der Gelenksproblematik und die allenfalls zusätzlich bestehende Herz-Kreislauf-Risikosituation abzuklären.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX

Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 25.06.2010 um 13:22 Uhr EST
Experte:  OrthopaedeDdorf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Da kann ich nur zustimmen, jedoch lege ich immer wert herauszufinden, was den Knorpel zerstört hat.

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