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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Meinem Vater (86) wurde aus der Leiste ein Lymphknoten entnommen.

Kundenfrage

Meinem Vater (86) wurde aus der Leiste ein Lymphknoten entnommen. 3 Tage später wurde er aus dem KH entlassen. Die Wunde wurde vom Hausarzt weiter versorgt. Nach weiteren 4 Tagen wurden die Fäden gezogen. Weitere 5 Tage später war er wieder im KH, da sich sein Zustand mehr u. mehr verschlechterte, die Wunde wieder offen u. vereitert war. Er ist nicht mehr nach Hause gekommen, denn nach weiteren 18 Tagen ist er gestorben. Es hatte sich zwar in der Zwischenzeit das Mantelzelllymphom bestätigt, unsere Meinung für den schnellen Tod ist aber, dass sich die Wunde entzündet hatte. Kann das die Ursache sein und hätte man sich die Lymphknotenentnahme, die, wie wir aber erst später erfahren haben, ja nur die Bestätigung der bereits getroffenen Diagnose war, nicht ersparen können?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen !

Das ist eine tragische Entwicklung. Die genaue Todesursache hätte aber nur eine Obduktion erbringen können. Sicher ist es aber eher unwahrscheinlich, dass das Lymphom so schnell zum Tode führt. Die eigentliche Frage ist eher, wodurch der Allgemeinzustand des Patienten schon geschwächt war. Hier kommt das Alter, das Lymphom selber mit einer Einschränkung der Immunabwehr und die Vereiterung in Frage.

Eigentlich ist die Lymphknotenentnahme eine Routinegeschichte. Sie ist notwendig, um die genaue Histologie zu ermitteln und damit die genaue Behandlung. Ich gehe zumindest davon aus, dass dies noch nicht genau bekannt war, legt aber die genau Form der Therapie fest (hier gibt es einfach verschiedene Lymphomtypen bzw man müsste eben auch eine harmlose Lymphknotenreizung oder eine bösartige Metastase eines anderen Tumors ausschliessen).

Ich denke, die Entscheidung zur Lymphknotenentnahme war richtig. Keinesfalls zu erklären oder rechtfertigen ist dann aber der weitere Verlauf. Warum es zu einer Wundinfektion gekommen ist, ist wirklich tragisch oder Schicksal. Das hätte aber ganz klar nicht passieren dürfen. Leider ist es häufiger in der Medizin so, dass gerade bei immungeschwächten Patienten dann so ein fürchterlich Verlauf eintritt. Das kann bzw. konnte aber kein Arzt vorhersehen.

Ich hoffe, dass dies ein wenig erklären kann, was in den Köpfen der Ärzte vorgegangen sein könnte.
drhippokrates und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Information. Ja, den Verlauf hat man nicht vorhersehen können und ihm ist vielleicht durch diese unglückliche Entwicklung ein anderer, evtl. schlimmerer Krankheitsverlauf erspart geblieben. Die Diagnose war allerdings nach 2 Knochenmarkpunktionen bekannt u. die Lymphknotenentnahme sollte nur noch die Bestätigung sein (so haben wir es zumindest verstanden).
Kann man denn im KH oder beim Hausarzt in Erfahrung bringen, ob es sich bei der Wundinfektion z.B. um Staphylococcus Bakterien oder MRSA handelte oder werden diese Informationen aus naheliegenden Gründen nicht gern herausgegeben? Als Betroffene sucht man natürlich nach möglichst vielen Erklärungen, zumal mein Vater , trotz seines Alters, vor seinem KH-Aufenthalt (Grund waren schlechte Blutwerte u. Müdigkeit) noch verhältnismäßig fit war.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Knochenmark ist nun mal nicht Lymphknoten. Häufig versucht man eine genauere immunologische Bestimmung zu machen, die anhand bestimmter Rezeptoren etc. das Ansprechen auf Therapie bestimmen soll. Da üblicherweise eine Lymphknotenentnahme eine Routinegeschichte ist, die ähnlich "schwer" wie die Entfernung eines Muttermals ist, macht man sich wegen möglicher Komplikationen da wirklich vorher kaum Gedanken.

Was die Wundinfektion angeht : Wenn Abstriche und / oder Blutkulturen gemacht wurden, kann die Klinik ihnen das sicher sagen. Natürlich ist es denkbar, dass ein Krankenhauskeim für diese schicksalhafte Wendung verantwortlich ist. Ich wüsste keinen Grund, warum die Klinikleitung bzw. die Ärzte das verheimlichen sollten. Es sollte auf jeden Fall möglich sein, darüber zu sprechen. Verantwortliche Ärzte machen das auf Nachfrage der Angehörigen sicher auch. Das gebietet schon der menschliche Anstand, da so offen wie möglich zu sein.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nochmals vielen Dank, XXXXX XXXXX froh, dass es diese Möglichkeit gibt. Es ist doch sehr hilfreich, auf diesem Weg wieder ein paar Unklarheiten bereinigt zu haben.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gern geschehen. Ich finde auch, dass es hilfreich sein kann 2. Meinungen oder schlicht eine Beratung online zu erhalten. Daher mache ich mit :-)

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