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docapplepie
docapplepie, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 203
Erfahrung:  Facharzt Neurologie und Psychiatrie, Schwerpunkt Gerontotherapie (Altersmedizin), Notfallmedizin
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docapplepie ist jetzt online.

atemproblem bin sehr vitaler 75er, hatte mai 2009 hochmalignes

Kundenfrage

atemproblem: bin sehr vitaler 75er, hatte mai 2009 hochmalignes non-hodgkin lymphom phase 1;erfolgreiche operation 2009,6 und chemo bis 2009, 10. nun zunehmend(?) gedächtnisprobleme und energieverlust nachmittags (= fatigue).
was mir zusätzlich sorgen macht: im ruhezustand neigt mein atem dazu stillzustehen, ähnlich schlafapnoe, aber auch ständig tagsüber. im internet finde ich nichts einschlägiges. mein erfahrener hausarzt ist ratlos und macht stärkende infusionen.
depression schließe ich aus. haben Sie irgendwo etwas ähnliches kennengelernt?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo!
Es fehlt die Angabe der Lokalisation des Lymphoms. Wurde auch eine Bestrahlung durchgeführt? Zu den Symptomen, die Sie beschreiben: Es klingt nach einem paraneoplastischen Psychosyndrom, also einer Veränderung der psychischen (und psychovegetativen = Atmung) Leistungsfähigkeit. Diese Störung ist gar nicht so selten bei Tumorpatienten, ähnliche Symptome gibt es nach Hirnhautentzündungen oder sehr schweren Allgemeinentzündungen und Intensivstation auch, hier heißt es postinfektiöse Fatigue. Gemeint ist immer das gleiche: Wie Sie es beschreiben ein Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit und Wachheit, zum Teil diffuse vegetative Nervensystemstörungen. Auch wenn das keine echte "Depression" ist, hilft ein Wirkprinzip aus der antidepressiven Therapie in der Regel recht gut, wenn auch sehr langsam: Noradrenalin. Sie sollten sich ein Medikament verschreiben lassen, das den Noradrenalin-Spiegel anhebt, Wirkstoff ist Reboxetin. Nebenwirkungen: Schwitzen, gelegentlich Übelkeit. Positive Wirkungen: Aktiver, Energie, Antrieb, weniger Müdigkeit (deswegen nur morgens bis höchstens mittags einnehmen) und eine körperliche Aktivierung etwa von Puls und Atmung. Zudem keine Abhängigkeiten, keine Gewichtszunahme, keine ausgeprägten Auswirkungen auf Leber und Nieren. Wenn der Hausarzt das auch so sieht: Beginnen Sie mit 1/2 Tbl., wenn Sie sehr empfindlich sind sogar mit 1/4 Tbl., steigern Sie dann langsam alle 10-14 Tage auf eine Tablette oder sogar 1,5 Tbl. täglich und nehmen Sie das Medikament für mindestens 3-6 Monate. Sie werden erste Erfolge (und die Nebenwirkungen) nach ca. 1 Woche bemerken, aber bis alles wieder ganz stabil ist, wird es einige Wochen oder Monate dauern. Aber es ist in der Wirkung ziemlich gut gegen die von Ihnen beschriebenen Symptome. MfG P.T.