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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Ich wei mir kaum zu helfen. Meine 30 J hrige Freundin ist

Kundenfrage

Ich weiß mir kaum zu helfen. Meine 30 Jährige Freundin ist wohl paranoid. Ihr ganzes Leben kreist nur darum, daß Ihr Nachbar sie belauscht, die Tür knallt, um sie zu terrorisieren. Sie kXXXXX XXXXXm die Wohnung verlassen, weil sie denkt, der größte Teil der Menschheit will ihr schaden. Die meisten Männer würden sie am liebsten vergewaltigen , sie sieht sich ausschließlich als Opfer. Sie ist Hypochonder, hat panische Angst sich zu übergeben und ernährt sich aus Angst etwas nicht zu vertragen zum größten Teil von Broten und Hipp Brei. U-Bahn fahren, einkaufen gehen, alles kaum noch möglich. Inzwischen wiegt sie nur noch knappe 40 Kilo. All das geht schon seit Jahren, ist nun aber seit einem Jahr wirklich extrem geworden. An ein Studium oder Arbeitsleben ist schon lange nicht mehr zu denken. Psychiatrische Hilfe verweigert sie, da sie auch hier nur Feinde sieht, und ihre Paranoia nicht als solche wahrnimmt. Was kann ich nur tun.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
So wie sie es schildern besteht langsam aber sicher eine Eigengefährdung aufgrund eines vermutlich in Richtung Anorexie gehenden Untergewichtes. Die diagnostische Zuordnung ist natürlich insgesamt schwierig (Persönlichkeitsstörung oder aber paranoide Psychose). Hilfe ist da gegen den Willen der Betroffenen tatsächlich schwierig. Eigentlich bräuchte sie eine gesetztliche Betreuung, weil sie so ja auch gar nicht in der Lage ist, rechtliche Angelegenheiten zu erledigen bzw. angemessen für sich zu sorgen.

Rein formal könnten sie den sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes über ihre Freundin informieren. Dort arbeiten Kollegen, die sie ggf. auch zu Haus aufsuchen würden. Sie könnten entscheiden, ob eine Eigent- oder Fremdgefährdung besteht und notfalls auch eine Behandlung gegen den Willen eingeleitet wird.

Meistens wird dies aber nicht geschehen. Was besonders dann "schade" ist, wenn es sich um eine Erkrankung aus dem Formenkreis der Psychosen handelt. Hier wäre bei adäquater Behandlung wirklich eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität zu erwarten.

Könnten Sie oder andere Personen auf sie einwirken, sich doch nochmal auf eine Behandlung einzulassen ?
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich versuche dies schon lange, es wurden auch schon Psychiater, Psychologen aufgesucht, die sie alle als feindselig und engstirnig sowie frauenfeindlich wahrgenommen hat. Sie seht aber auch keine wirkliche Notwendigkeit und meint, würden sich die Umstände ändern, z.B der Nachbar verschwinden, würde sich ihr Leben verbessern. Auch gewaltphantasien gegenüber den entsprechenden Personen sind häufig. Ständige Aggression sowie großer Schlafmangel (selten mehr als vier Stunden) kommen hinzu.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich befürchte ja fast, dass es eher in Richtung einer emotional instabilen und paranoiden Persönlichkeitsstörung geht und ihre Freundin in der frühen Kindheit Opfer von massiven emotionalen oder sonstigen Traumatisierung war. Da wird es umso schwerer, eine "Kontrollabgabe" an Therapeuten zuzulassen. Es ist wirklich eine sehr schwierige Situation.

Letztlich ist manchmal eine Behandlung gegen den Willen bzw. die Einleitung einer Gesetzlichen Betreuung der richtige Weg. Es kann nur sein, dass dieser Weg nicht möglich ist bzw. eben ein Richter überhaupt keine Notwendigkeit dafür sieht. Das muss man dann Akzeptieren.

Leider stellt sich dann für eine Beziehung oder Freundschaft irgendwann die Frage, ob und wieviel man da noch mitmachen kann und will.
Aufgrund der wahnhaften Verstrickung kommt man aber leider mit Argumenten oder guten Worten allein (oder auch nur schwerpunktmässig) überhaupt nicht heran.

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