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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11441
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich habe vorhofflimmern. In der Kardiologie der Uni.Klinikum

Kundenfrage

<p>Ich habe vorhofflimmern. In der Kardiologie der Uni.Klinikum Lübeck wurde ich 2x mit Elektroschock behandelt, es hat aber nicht geholfen. Nun hat man mir Marcumar, grosse Dosis Beta-blocker, Diuretika, Ramipril gegeben und man will es erneut mit Elektroschocks probieren. Ist das OK? Grüsse Dr. Efferoth</p><p>Ich bin 80 Jahre alt.</p>
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo und guten Tag,

letztlich sind Sie es, der die Entscheidung treffen muss. Um diese treffen zu können fasse ich kurz den Sachstand zusammen:

Vorhofflimmern bewirkt eine Verwirbelung des Blutes; dabei kommt es hin und wieder zu kleinen Verklumpungen im Blut die dann einen Schlaganfall oder auch eine (sehr schmerzhafte und bedrohliche) Lungenembolie auslösen können.
Dieses Risiko ist nicht unbeachtlich
Das Marcumar verhindert nunmehr das Zusammenklumpen des Blutes, sodass das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden oder ein Lungenembolie deutlich geringer ist.
ABER das hat auch eine Schattenseite: Bei Stürzen oder -je nach Qualität der Gefässe- auch bei kleineren Stössen kann es unbemerkt zu Einblutungen führen, die nicht mehr von selbst aufhören. Meistens werden die schon im Laufe der Zeit bemerkt, aber oft ist dann höchste Eile geboten.
Bei einem Elektroschock wird das Herz kurz angehalten und mittels eine Sonde ein kleiner elektrischer Schlag auf den Erregungsherd gegeben.
Danach wird mittels Elektroschock das Herz wieder angeregt.
Es besteht eine gute Chance dass hiermit das Vorhofflimmern aufhört und Marcumar überflüssig wird.
Diese Behandlung ist auch nicht ohne jedes Risiko; es liegt im Promille Bereich

Es hängt nun von Ihrem Temperament, Ihrer Art das Leben zu leben, Ihren persönlichen Umständen ab, ob und wieviel Sie ins Risiko gehen wollen, um ein größeres mögliches "Später Risiko" zu vermindern.
Kein Arzt kann diese Entscheidungsverantwortung wirklich tragen, denn wer kennt Sie so gut, wie Sie selbst?

Verändert von Dr. A. Teubner am 04.06.2010 um 17:10 Uhr EST