So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an drhippokrates.
drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
28345046
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
drhippokrates ist jetzt online.

Bin 58 Jahre und gehe in 2 Jahren in Pension. Ich bin oft schon

Kundenfrage

Bin 58 Jahre und gehe in 2 Jahren in Pension. Ich bin oft schon sehr deprimiert, weil ich nciht weiß, was ich in der Pension tun soll. Habe 2 erwachsene Kinder und einen aktiven lieben Mann. Es geht mir im Beruf immer sehr gut, da habe ich keine deprimierenden Gedanken.Wenn ich jedoch an die Pension denke, könnte ich nur weinen. Was soll ich tun.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !
Sind bei ihnen denn Stimmungsprobleme vorbekannt bzw. haben sie im Rahmen der Menopause hormonelle Veränderungen bemerkt, die jetzt eine eher pessimistische Weltsicht erklären könnten ? Dies sollte zunächst ärztlich geklärt sein.

Sie stehen vor einer Anpassungsanforderung, die für alle Menschen schwierig ist. Für den Einen ist es leichter, weil er oder sie schon jede Menge Pläne für den nächsten Lebensabschnitt hat. Aber dabei darf man nicht vergessen, dass es eben auch ein Abschied ist und damit eine Trauer völlig normal ist. Es sind häufig also total sich gegensätzlich gegenüber stehende Gefühle, die eben nicht logisch sondern emotional sind. So schön auch die Zeit nach dem Beruf sein kann, so schwierig ist die Neuorientierung. Hier könnte eine Kurzzeit-Psychotherapie für Sie eine Orientierungshilfe darstellen. Es geht dabei darum. seine Gedanken und Gefühle über die scheinbare "Hürde" des Pensionszeitungs hinaus lenken zu können. So wird häufig eher ein Grübeln (im englischen auch besser als "Worries" bezeichnet) zu unproduktiven Gedankenkreisen führen. Daneben könnte ggf. eine niedrig dosierte Antidepressivamedikation (z.B. mit einem Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Johanniskraut) das Grübeln hin zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft führen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Habe Cipralex verschrieben bekommen und diese bis vor 3 Monaten tägl. eine halbe eingenommen. Denke, dies ist nur ein Medikament, kann Gedanken nicht beeinflußen.
Mein Mann ist schon in Pension, er hat immer das Gefühl, etwas zu versäumen. Ich habe das Gefühl, zu viel Zeit zu haben, diese nicht sinnvoll nützen zu können. Ich war wegen meiner Kinder 16 Jahre zu Hause, habe mich nicht wohl gefühlt, erst die Berufstätigkeit zeigte mir, wie schön das Leben sein kann. Man kommt sich wertvoll und gebraucht vor, wichtig und kompetent. Ich werde für meine Tätigkeit bezahlt, das heißt, man ist etwas wert. So scheint alles sinnlos zu sein.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Haben Sie sich mal überlegt, ehrenamtlich tätig zu werden ? Es muss ja nicht eine Vollzeitberufstätigkeit ist schön und gut. Aber ich kenne eine Menge Menschen, die beispielsweise ehrenamtlich im Krankenhaus ("Grüne Witwe"), in der Schülerbetreuung und Nachhilfe oder auch im Bereich Naturschutz / Tierschutzverein tätig sind. Auch ein Engegement in einem Verein oder Kirche kann interessant sein und Kontakte bringen.
In fast allen Orten gibt es darüber hinaus eben Projekte, die einen Austausch von Jung und Alt (z.B. in Seniorenwerkstätten) fördern und gerade die Hürde des Berufsausstiegs mindern.

Leider sind ihnen "Werte" eingebleut worden, die so in ihrer Absolutheit nicht simmen. Sie sind nicht weniger wert , wenn sie nicht mehr bezahlt werden.

Cipralex ist nicht verkehrt, vielleicht aber eher in einer eher zu niedrigen Dosis (ich würde eher regelmässig 10-20 mg Cipralex empfehlen). Vielleicht hängt ihr gegenwärtiges depressives Tief auch mit dem Absetzen des Cipralex zusammen ?