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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11175
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Meine Tochter hatt im September 2009 eine Mykoplasmenpneumonie.

Kundenfrage

Meine Tochter hatt im September 2009 eine Mykoplasmenpneumonie. Seit dieser hatte sie 13 frische Infekt, die leicht verlaufen, aber inzwischen zu Depressionen bei ihr geführt haben. Es wurde alles (Bronchoskopie, PH-Metrie, Muko-Testung usw.) gemacht, aber nichts gefunden. Die Infekte kehren immer wieder (Nachweis der Entzündungswerte im Blut vorhanden). Was können wir noch tun. Sie wird diese Klasse (8) nicht schaffen, aber wenn das so weitergeht (häufige Krankschreibung) auch die Weiderholung nicht. Was sollen wir nur tun?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin

 

Bei dieser Geschichte drängt sich mir der Verdacht auf einen Immundefekt auf.

 

Falls noch nicht erfolgt würde ich Ihre Tochter bei dieser Anzahl an wiederkehrenden Infekten pro Jahr unbedingt auf ein variables Immundefektsyndrom (sogenanntes CVID = engl. Common Variable Immunodeficiency) untersuchen lassen (siehe z.B. hier -> http://de.wikipedia.org/wiki/Variables_Immundefektsyndrom).

Ich spare mir hier die detaillierten Ausführungen darüber - man kann sie sich z.B. mittels o.g. Link durchlesen und aneignen und dann beim Hausarzt/Krankenhaus ansprechen und darauf untersuchen lassen.

 

An diese Erkrankung wird leider sehr selten gedacht weil sie auch wirklich selten ist. Bei Erhärtung der Diagnose kann man die betroffenen Personen aber sehr gut behandeln und den Leidensdruck (hier sogar schon mit psychischen Problemen) verringern.

 

 

Ich hoffe Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben und wünsche Ihrer Tochter gute Besserung!!

 

Mit freundlichen Grüssen

 

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für die schnelle Antwort und den hilfreichen Link. Werde mit der Kinderärztin sprechen. So weit ich weiß waren die Bluwerte bis jetzt immer halbwegs i.O. Im Krankenhaus in Leipzig wurde neben Blutbild Infektionsserologie und Sekretanalyse gemacht. Mir wurden keine Auffälligkeiten bei beiden benannt. Ist das schon ein sicherer Ausschluss für das Immundefektsyndrom?

Mit freundlichen Grüßen

A. Falke

Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ein o.g. Immundefektsyndrom muss u.a. mittels quantitativer Bestimmung der Immunglobuline sowie deren Subklassen aktiv gesucht werden (man würde u.a. eine Erniedrigung von IgG und der bestimmter IgG-Subklassen erwarten). Durch ein unauffälliges Routine-Labor, Infektionsserologien oder Sekretanalysen kann man dies mit Sicherheit nicht ausschliessen.

 

Ich würde mich, aus medizinischem Interesse, sehr über eine Rückmeldung ([email protected]) über die weiteren Abklärungen und den Verlauf bei Ihrer Tochter freuen.

 

 

Beste Grüsse und gute Besserung!

 

 

 



Verändert von Der_Internist am 26.05.2010 um 12:58 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo Herr Doktor, vor einiger Zeit hatten Sie mir über Justanswer auf eine Frage geantwortet. Dort ging es darum, dass meine Tochter nach einer Lungenentzündung im September 2009 nicht mehr gesund wurde und inzwischen 15 neue Infekte hatte. Sie schrieben mir von Ihrer Vermutung, meine Tochter könne eine Autoimmunerkrankung haben. Gerne wollten Sie über den weiteren Verlauf informiert werden. Wir haben inzwischen die Ergebnisse der Elektrophorese und der Immunglobuline, die nicht dramatisch auffällig sind. Was gefunden wurde waren auffällige Werte der Antinuklearfaktoren. Ich wollte Ihnen die gescannten Befunde als Anhang mailen (an Ihre Mail-Adresse:http://[email protected], dies ging aber irgendwie nicht)

Ich würde mich über eine ganz kurze Beurteilung Ihrerseits freuen. Mit freundlichen Grüßen Antje Falke