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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Mein Mann wir dzur Zeit mit Doxepin 100mg 2 x t glich behandelt. Ursache

Kundenfrage

Mein Mann wir dzur Zeit mit Doxepin 100mg 2 x täglich behandelt.
Ursache für seine Angstzustände sind berufliche Probleme. er traut sich nichts mehr zu und fühlt sich überfordert. Er mach seit vielen jahren Wechselschicht.
Sonst war nach 3 Wochen die depressive Phase im Griff - er wurde aktiv. Jetzt hat er den 4 Arbeitstag und bereits wieder Angstzustände, Versagensängste usw.
Das 1 Vorstellungsgespräch beim Neurologen (IM JANUAR - Termin Mitte April) dauerte ca 10 min. Medikamente OK, Kein neuer Termin.
ich weiß mit keinen RAT mehr.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Abend !

Ist ihr Mann in begleitender Psychotherapie ? Die Doxepin-Therapie ist schon recht hoch dosiert, primär aber ja auch eher bei Depressionen wirksam. Möglicherweise spielt jetzt eher eine Stressbelastungsproblematik eine Rolle. Manchmal liegt gerade bei Schichtarbeit auch eine Störung des Tag-Nacht-Rhythmus (nicht erholsamer Schlaf, Probleme beim Einschlafen) vor. Hier kann eine Tageslichtlampe tagsüber (bzw. Sport an der freien Luft) bzw. das Schlafhormon Melatonin (Circadin 2 mg) 30 min vor dem Schlafen helfen.

 

Sport an sich wäre gut bzw. jegliche Form von Ausgleich mit Bewegung oder Aufenthalt in der Natur. Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training / Yoga etc (wenn er es schon kann).

 

Ich selber wende mit meinen Patienten ein Immaginationsverfahren gerne an (siehe auch www.emoflex.de), das gerade auch bei Burnout und Existenzängsten gut wirkt (hier findet am 29.5. ein Seminar- und Infotag zu statt).

 

Dabei werden Stress und Belastungen (aber auch die Vorstellung von Entspannung) in Bilder übersetzt und mit Augenbewegungen verarbeitet :

 

Also einmal angenommen, das Leben ihres Mannes wäre idealtypisch verlaufen. Er hätte immer seine Bedürfnisse erfüllen können, Anerkennung und Ausgleich gehabt. Artgerechte Haltung würde man bei Tieren sagen.

 

Wenn es dazu einen "Lebensraum" gäbe, den man sich bildlich als Zimmer vorstellen könnte : Welche Farbe hätten die Wände ?

Welche Fußboden wäre darin (Holz, Teppich, Sand, Gras, Wasser ?)

Welche Lichtverhältnisse wären im Raum

Wie warm wäre es ?

Gehört ein Duft dazu ?

 

 

Wie würde sich ihr Mann JETZT füphlen, wenn er immer diesen Lebensraum gehabt hätte ?

Welche Farbe passt zu diesem (beseren) Gefühl ?

Welche Form ?

 

Er soll sich mal diesen Raum und diese Form zusammen vorstellen (beispielsweise eine helle Kugel) vorstellen und dann 10 Augenbewegungen von rechts nach links machen. Augen zu und wieder auf

 

Weitermachen wenn das Gefühl besser wird.

 

Klingt vielleicht merwürdig. Kann aber als Selbsthilfe helfen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Mein Mann geht regelmäßig ins Sportstudio, Schwimmen + Sauna. In den letzten Wochne war er auch mit dem Rad unterwegs. Am Wochenende sind wir 2 Stunden spazieren gegangen. Da ging es ihm ohne die Arbeit gut.

Die depressiven Phasen treten seit Jahren immer wieder auf. Aber die Abstände werden kürzer. Dieses Mal zieht es sich seit Januar hin. er kämpft sich durch die Arbeitstage. Wenn die freien Tage sich, wird es besser.

Aber heute hätte er fast wieder nicht zur Arbeit gehen können wegen der Unruhe und Angst.

Auf der Arbeit hat er Schweißausbrüche, Unruhe. Angst die Arbeit nicht zu schaffen.

Der Neurologe hatte beim Gespräch keine Therapie oder Ähnliches empfohlen. Die vom Hausarzt 1 x wöchentlich verordneten Imap Spritzen Zusätzlich zu den Doxepin sollten nur abgesetzt werden.

Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Imap ist Mist, um es deutlich zu sagen. Hat ihr Mann mal an eine tagesklinische Behandlung oder sogar eine medizinische Reha aufgrund seiner Problematik gedacht ?

 

Die Abhängigkeit von der Arbeit bzw. Arbeitsbelastung ist kein gutes Zeichen. Es kann objektiv eine Überlastung sein, die dann letztlich zu einem Arbeitsplatzwechsel führen müsste. Es kann aber eben auch eine Angst sein, dass seine depressive Problematik herauskommt und er dafür als "schwach" eingeschätzt wird.

 

Man könnte versuchen, auf ein anderes Antidepressivum mit etwas stärkerer Wirkung bei Angstproblemen zu wechseln (beispielsweise ein Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wie Citalopram oder aus einer anderen Stoffgruppe Venlafaxin).

 

Aber lange wird es so nicht mehr gut weitergehen können....

drhippokrates und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Danke für Ihre Antwort. Genau das befürchte ich ja auch. Wie lange kann das noch so weiter gehen..........

Nur ist unser Gesundheitssystem nicht mehr so unterstützend, wie es mal war. Ich bin ja mit zum 1. Termin beim Neurologen gewesen. Habe es meinen Mann überlassen, ob er lieber allein das Gespräch haben möchte oder ob ich dazu kommen soll. Ich muß ihm doch Entscheidungsfreiheiten lassen!!!! Was mach ich denn jetzt. Hausarzt ist schneller errreichbar, aber bringt uns nicht wirklich weiter. In 3 Monaten den nächsten Termin beim Neurologen????????

Zuhören, reden, Geduld haben - das mach ich ja schon die ganze Zeit. Aber allein schafffe ich das nicht ihn aus dem Teufelskreis zu holen.

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