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Dr. A. Teubner
Dr. A. Teubner, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 3331
Erfahrung:  35 Jahre Privatpraxis; Akupunktur, ganzheitl. Schmerztherapien, Naturheilverfahren
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Dr. A. Teubner ist jetzt online.

Mein Sohn ist 22 und seit seine Freundin ihn verlassen hat

Kundenfrage

Mein Sohn ist 22 und seit seine Freundin ihn verlassen hat vor fast 2 Jahren (1 Kind entstand noch kurz nach der Trennung) ist nichts mehr mit ihm anzufangen. Er hat das Abi geradeso geschafft (direkt nach der Trennung), nach über 1 Jahr endlich ein Studium (Informatik) begonnen, um nach 1 Semester wieder zu schmeissen... Er jobbt stundenweise, ansonsten verkriecht er sich in seinem Zimmer - allein od. m. Freunden - ist sehr abgemagert, schläft sehr schlecht bzw. nur am Tag. Auf Ratschläge, sich Hilfe zu suchen, reagiert er negativ - weiss sowieso alles besser... Für mich hat er eine massive Depression (sagt er sogar selbst). Wenn wir drohen, ihn rauszuwerfen, bettelt er, das nicht zu tun - wir wären doch sein einziger Halt... <br />Was können wir tun, um ihm zu helfen???? <br />Frdl. Gruss - Angela E., Würzburg
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. med. N. Gabriel hat geantwortet vor 7 Jahren.

Liebe Angela,

 

wieso rät Ihre Freundin dazu ihn rauszuwerfen? Offensichtlich ist ihr Sohn krank. Eine Depression ist eine behandlungsbedürftige manchmal auch lebensgefährliche Erkrankung, er braucht ihre Hilfe. Eine manifeste Depression gehört in die Hände eines Psychiaters, nicht die eines Hausarztes und nicht die eines Psychologen. Sie sollten ihm allerdings keine Wahl lassen. Wenn er sich weigert, in Behandlung zu gehen bleiben Ihnen nur noch Folgendes: Entweder Sie schauen zu, wie er immer kränker wird, oder Sie lassen Ihn zwangseinweisen, wenn Sie Sorge haben, dass er sich etwas antun könnte.

 

Außerdem würde ich Ihnen raten, dass Sie auch jemanden finden, mit dem Sie über Ihre Gefühle dabei sprechen können: Dafür empfehle ich Ihnen als ersten Schritt folgende Telefonnummern:

Telefonseelsorge
(0800)(NNN) NNN-NNNNund (0800)(NNN) NNN-NNNNbr />Depressions-Hotline
(0180)(NNN) NNN-NNNN

 

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen.

 

Herzliche Grüße

Dr. Katja Gabriel

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Liebe Fr. Dr. Gabriel!
So sehe ich das eigentlich auch, hätte trotzdem gern die Antwort von einem FA gehabt.

Die Psychologin ist nicht die einzige, die zum Rauswerfen riet - auch ein KH-Pfarrer und Psychologe hat mir dazu geraten. Sie meinen, er müsse erst ganz am Boden sein, um sich dann selbst um Hilfe zu bemühen. Das macht mich unsicher.
Es hat überhaupt keinen Sinn, ihn unter Druck zu setzen, etwas bestimmtes von ihm zu verlangen, er entzieht sich oder wird verbal aggressiv. Er explodiert nahezu, wenn wir ihm Fragen stellen od. etwas von ihm verlangen - z.B. dass er sich endlich um Ausbildung kümmert. Er weiss nicht, welche...
Gruss - A.E.
Experte:  Dr. med. N. Gabriel hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich verstehe Ihr Dilemma. Einerseits benimmt er sich so schwierig, dass er einen Rauswurf eigentlich verdient hätte - wenn er gesund wäre.

Ist er dies aber nicht, wird ihn ein Rausschmiss vielleicht tatsächlich ganz niederschmettern, was lebensgefährlich sein kann.

Es müsste also wirklich eine gute psychiatrische Evaluation stattfinden. Soweit ich weiß gibt, es hier in diesem Forum keinen angemeldeten Psychiater. Außerdem ist es wirklich sehr schwer, da eine Ferndiagnose zu stellen.

Ich wünschte, dass ich Ihnen besser helfen kann, aber ich kann nur meine genannten Vorschläge wiederholen. Vielleicht kann Ihnen ja bei der Depressionshotline doch jemand noch besser weiterhelfen.

Herzliche Grüße
Dr. Katja Gabriel
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Herzlichen Dank erstmal!
Da Blöde ist, dass mein Mann mir auch keine Unterstützung gibt. Gesprächspartner habe ich sonst genug. Aber es kann ja niemand helfen, wenn unser Sohn sich nicht helfen lässt. Er meint, er kriegt das allein in den Griff und mit einem "Psycho" würde er niemals reden wollen... Ich sehe, dass Ablenkung ihm enorm hilft - wenn er sich den ablenken lässt. Er ist so gefangen in seinem Elend - keine unserer 3 älteren Töchter hat jemals so viel geweint, wie unser Sohn.

A.E.
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo und guten Tag,
mich bewegt das Schicksal Ihrers Sohnes so, dass ich mich hier einmische und noch einen anderen Denkansatz vortrage:
Er hat Liebeskummer, der sich im Lauf der Zeit - als chronische Folge davon- in ein selbstzerstörerisches Selbstmitleid gewandelt hat.
Es gibt in der Homöopathie tatsächlich ein Mittel, dass bei Liebeskummer und "chronischen Folgen davon" mit oft/meist durchschlagendem Erfolg gegeben wird- das sage ich aus eigener Erfahrung und den vielen Erfahrungen meiner Patienten.
Nehmen Sie es selbst für sich und dann werden Sie den Weg finden, Ihren Sohn zur Einnahme zu bewegen:
Ignatia D12 Di. Hiervon morgens nüchtern und abends unmittelbar vor dem Schlafengehen je 8 Tr. auf die Zunge geben und resorbieren lassen.

Wenn Sie sich dazu entschliessen, wäre ich für ein feed-back in ca. 1-2 Wochen dankbar; ich nehme an, das würde die Kollegen auch interessieren

-Probieren geht über Studieren auf Ihrem leidvollen Erfahrungsweg, der hoffentlich bald endet
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Liebe Fr.Dr. Teubner!
Herzlichen Dank! Davon habe ich sogar schon mal gelesen, es aber wieder vergessen. Ich halte viel von Homöopathie und lebe von Kindheit an damit.
Mein Sohn hält natürlich nichts davon...
Ich werde es mir gleich morgen besorgen und ausprobieren.

Das Schlimme an seinem Liebeskummer ist, dass er durch die kleine Tochter, die er nur ab und zu sehen darf, noch verstärkt wird. Seine Liebe konzentriert sich jetzt eher auf die Tochter, die nächste Woche ein Jahr alt wird. Wenn er Bilder von ihr sieht - er hat 100e davon auf seinem PC - bekommt er Tränen in die Augen und seufzt: Ich vermisse sie so!

Gruss A.E.