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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

guten Tag Vor 10 Tagen hatte ich pl tzlich und mehrmals starke

Kundenfrage

guten Tag
Vor 10 Tagen hatte ich plötzlich und mehrmals starke Herz-Kreislaufbescherden (Panikattaken), so dass ich einige Tage hospitalisiert werden musste.
Festgestellt wurde eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und man verabreichte mir Trittico zur Einnahme.
Fragen::
a) Was bedeutet diese Diagnose genauer?
b) macht Trittico abhängig? Ich möchte möglichst bald weg von den Medikamenten
Elisabeth (57 J. Oberstufenlehrerin)
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !

So ganz knapp bzw. genau sind ihre Fragen nicht zu beantworten. Panikattacken können als eigenständige Angststörung oder eben auch "gemischt" mit depressiven Symptomen auftreten.

Die Diagnose "Anpassungsstörung" bezeichnet eine psychische Problematik meist mit gemischten Symptomen, die eine deutliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens aufgrund einer Schwierigkeit der Anpassung an bestimmte Lebensanforderungen (Stress, Veränderungen). Im Gegensatz zu einer depressiven Episode sind die depressiven Symptome meist nicht so schwer ausgeprägt, dafür ist eher eine längere Beeinträchtigung zu verzeichnen. Allerdings ist es in der Praxis schwierig bis unmöglich, eine genaue Abgrenzung vorzunehmen. Die Diagnosen verstehen sich eigentlich auch eher als "Kommunikationsabkürzungen" für den Entlassungsbrief, weniger als Erklärung.

Trittico macht (wie alle Antidepressiva) nicht abhängig. Mehr zum Nebenwirkungsprofil könnten sie hier nachlesen. Allerdings treten die dort geschilderten Beschwerden längst nicht bei allen Patienten auf. Um eine Wirkung zu haben, sollten Antidepressiva mindestens 4-6 Wochen, besser aber 4-6 Monate genommen werden. Die Befürchtung der Abhängigkeit ist wie geschrieben unbegründet. Im Einzelfall treten aber beim Absetzen die alten Symptome wieder auf bzw. es können Absetzphänome auftreten.

Bei der Panikstörung würde man das Erlernen von Entspannungsmethoden und eine kognitive Verhaltenstherapie empfehlen. Ich selber arbeite darüber hinaus noch mit einem etwas ungewöhnlichen Verfahren, das die Ängste bzw. Emotionen in vorgestellte Bilder übersetzt und dann mit Augenbewegungen analog dem Traumschlaf verarbeitet (mehr dazu ggf. unter www.emoflex.de)
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
Ihre etwas spezielle Behandlungsmethode interessiert mich sehr. Wie nennt sich Ihre Methode und handelt es sich dabei um Elemente aus der Kinesiologie und/oder Hypnoherapie?
mit freundlichen Grüssen
Elisabeth
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja, richtig erkannt : Es gibt Gemeinsamkeiten. Aber letztlich ist es eine Eigenerfindung von Johannes Drischel und eher abgeleitet aus einem Traumatherapieverfahren (EMDR).

Von der Kinesiologie stammt die Rechts-Links-Aktivierung, die wir aber quasi zeitgleich mit den vorgestellten Bildern machen. Das wiederum ist Arbeit aus der Hypnotherapie bzw. auch NLP (Neurolinguistisches Programmieren).

Die Methode hat einen Eigennamen (EMOFLEX), ist aber derzeit eben nicht weit verbreitet. Bisher gibt es vielleicht 5-10 Therapeuten, die es gut anwenden können. Weil man es aber kinderleicht selber erlernen kann (Kinder können es weit besser als Erwachsene und wenden es dann auch in der Schule an), machen wir aber u.a. auch Workshops zur Selbstanwendung.


Bei Panikattacken ist es in aller Regel sehr einfach, nicht nur die aktuelle Panikattacke, sondern über speziellere Werkzeuge (Timeline wie bei NLP) auch vorherige Blockaden als Auslöser bzw. Vorläufer zu erfassen und zu behandeln. Der von mir erwähnte Link (http://www.emoflex.de) bzw. auch (http://www.besser-als-erwartet.de) informiert etwas mehr darüber.