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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Mit meinem Psychiater habe ich gestern Tavor 1mg auf 3x tgl.

Kundenfrage

Mit meinem Psychiater habe ich gestern Tavor 1mg auf 3x tgl. vereinbart. Fühlt sich zwar nicht wirklich gut an, bin aber damit zumindest ansatzweise arbeitsfähig und etwas ruhiger. - Wie lange das so gehen soll/kann weiß ich nicht. Zumal ich davon ja auch irgendwann wieder "runter" muß.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Zielgröse für die Einnahme sollten längstens 2 Wochen sein. Im Ausnahmefall vielleicht 3- 4 Wochen. Aber sie werden die Krise auch vorher bewältigen. Bei einer so kontrollierten und abgesprochenen Einnahme ist das Risiko vertretbar (daher hatte ich es auch empfohlen). Lieber einmal "runterkommen" und klare Sicht bzw. Gefühle bekommen, als unter Daueranspannung in Panik und noch mehr Unsicherheit zu verfallen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sorry, es ist nicht o.k., dass ich Ihnen mit diesem Kram immer wieder auf die Nerven gehe.

Eigentlich sollte ich in der Klinik sein, v. a. auch wg. der S.gedanken. D. h. ich nehme Tavor, um die S. irgendwie in den Griff zu kriegen.

Und versuche, damit noch einen letzten Rest an Kontrolle aufrecht zu erhalten - von Vernunft kann dabei wohl keine Rede mehr sein.

Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Doch. Sie kämpfen. Natürlich ist es eine verdammt schwierige Situation. Aber sie ist es wert. Wichtig und wünschenswert wäre, dass sie an die emotionalen Wunden ran könnten und zumindest den Kampf mit den Alltagsanforderungen zu Gunsten einer Auseinandersetzung mit diesen inneren Lasten vorrübergehend eintauschen könnten. Das fällt schwer, weil es auch Angst macht. Und der Alltag bleibt ja eben auch nicht so einfach mal "stehen".
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Wenn es wirklich eine Anpassungsstörung wäre, könnte das sicher ein guter Weg sein. Nur - das sage ich jetzt mal aufgrund meiner klinischen Erfahrung - es ist eben eine verdammte Major Depression. Und die kann ich - da ja eh schon ewig depressiv -irgendwie kontrollieren. Aber wie Sie selbst einmal geschrieben haben; manchmal kostet die Aufrechthaltung des Systems mehr Kraft als man hat.

 

Und warum ich immer noch hier schreibe trotz 1x wöchentlicher Termine bei einem Psychiater, zu dem ich wirklich eine gute Beziehung habe, medikamentöser Einstellung usw.: Ich komm nicht klar. Ich habe angst, darüber zu sprecehn, wie wenig ich klar komme. Er übernimmt sehr viel Verantwortung, indem eben nicht auf eine Einweisung drängt. Das ist dann vielleicht einfach nur Compliance von meine Seite.

Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ja, das ist aber auch der Job des Psychiaters. Er / Sie muss eben auch Halt geben bzw. mal Dinge machen, die vielleicht eigentlich nicht gehen. Das ist schon o.K.

Wichtig ist, dass die Absprachefähigkeit gegeben bleibt. Wenn man da das Gefühl hat, dass es nicht mehr geht, weil die Kraft fehlt (oder der Klient zu viel Rücksicht auf die Belastbarkeit des Psychiaters nimmt) ist die Einweisung der bessere Weg.

 

Wenn sie nicht klar kommen, ist das doch nur zu verständlich. Dann wäre aber eine ggf. auch längere psychotherapeutisch orientierte stationäre Behandlung sinnvoll, oder ?

drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Das nun wirklich zu letzt: Genau das ist das Problem. Ich weiß, dass ich eigentlich nicht/kaum mehr um einen stationären Aufenthalt herumkomme.

Aber: ich hab jetzt nach langen Jahren mit ziemlich miesen Jobs endlich einen Job bekommen, der ansatzweise meiner Qualifikation entspricht und mir meistens sogar Spaß macht. Außerdem habe ich noch ein Wohnungsproblem zu lösen, will heißen, es gibt derzeit keine Möglichkeit, um mich irgedwie auszuklinken. Ich kann nicht mein gesamtes wirtschaftlich/soziales Leben auf's Spiel setzen, weil es mir jetzt eben nicht gut geht. De facto kann ich nur irgendwie so lange weitermachen, wie es irgendwie geht. Und wenn nicht, dann kann ich eben auch gehen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Will heißen: Ich kann nicht mehr.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Na ja. Ich glaube meine Empfehlung als Alternative hatte ich schonmal gepostet (J. Drischel in Gifhorn www.emoflex.de). Auch wenn ich eine stationäre Behandlung für sinnvoll halte, gibt es eben auch Kurzzeittherapieoptionen, die die Löcher in ihrem Energiehaushalt stopfen. Sie benötigen einfach derzeit zu viel Kraft für das reine Funktonieren und haben zu wenig für das wirklich freie Leben. Das lässt sich aber ändern. Fahren sie am 29.5. zu dem Informationstag nach Gifthorn oder vereinbaren sie vorher einen Termin mit ihm. Ich denke, es lohnt sich.

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