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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 19844
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
28905844
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Doktor, sehr geehrter Herr Doktor, ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau Doktor,
sehr geehrter Herr Doktor,

ich habe seit 1983 ein berufsbedingtes Kontaktekzem, welches auch als Berufskrankheit (5101) anerkannt wurde. Seit 1986 beziehe ich deshalb eine kleine Rente. Immer wieder wurde ich zu Gutachtern zitiert. Nach inzwischen 7 durch die BG durchgeführten Gutachten wurde nunmehr folgendes festgestellt: Zitat aus dem Gutachten: „Bezüglich der Sensibilisierung des Versicherten ist ein Dauerzustand eingetreten. Der Versicherte wird seine Sensibilisierung lebenslang behalten.“

Dennoch verlangt die BG auch weiterhin Gutachten, da sich ja das klinische Bild noch ändern könnte (nach inzwischen knapp 30 Jahren) und daher nicht von einem Endzustand gesprochen werden kann. Ich habe wirklich das Gefühl, dass man immer weiter nach Wegen sucht, die MdE zu drücken um mir so die Rente entziehen zu können – ist aber nur meine persönliche Einschätzung.

Der Zustand meiner Hände und Füße hatte bereits 1991 in dem Gutachten den Zustand erreicht, welcher seither der beste war. In einem weiteren Gutachten von 1998 kam dann noch folgendes dazu, Zitat: „Beide Hohlhände weisen eine verstärkte Hyperlinearität auf, außerdem ist die Haut insgesamt etwas weich und verdünnt (Folge der langjährigen, immer wieder notwendigen Cortison-Behandlung).“

Schlechter wird der Hautzustand nur bei wiederkehrenden Schüben, welche sich leider nicht vermeiden lassen. Meine Frage ist nun, wann kann man bei einem Kontaktekzem mit einer lebenslang anerkannten Sensibilisierung von einem Endzustand ausgehen?

Ich bedanke XXXXX XXXXX jetzt recht herzlich für Ihre Mühen!

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Pritz
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Herr Pritz,

in dem von Ihnen zitierten Gutachten wird ganz klar eine lebenslange Sensibilisierung konstatiert, von daher sollte das eindeutig als Endzustand gewertet werden, der auch von der Berufsgenossenschaft anerkannt werden sollte. Dabei immer wieder erneute Gutachten zu verlangen, kann ich aus medizinischer Sicht auch nicht nachvollziehen. Im Endeffekt wird der Fall damit aber eher zu einem juristischen Problem, ich rate Ihnen daher, Unterstützung bei einem in medizinischem Recht versierten Anwalt zu suchen.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Dr. Scheufele,

vielen Dank für Ihre Antwort. Es wird seitens der BG die Sensibilisierung jetzt auch nicht mehr in Frage gestellt, sondern jetzt geht es bei den zukünftigen Gutachten um das klinische Bild. Dies hat sich aber seit 1991 auch nicht mehr positiv verändert und Schäden durch die langjährige Cortisonbehandlung sind noch dazugekommen. Daher eben die Frage, was ist bei dieser geschilderten Erkrankung ein Endzustand? Die Haut hatte bereits 1991 den besten Zustand und erreicht diesen auch immer wieder. Nur die Schübe verändern die Haut zum negativen, was aber immer wieder abheilt. Also, ist hier der Endzustand der, dass im klassischen Sinne ein Endzustand nicht erreicht wird, wie z.B.bei einem Knochenbruch?

Ich hoffe, Sie verstehen, wie ich es meine. Kurz gesagt, der Hautzustand ist so, dass der Hautarzt keine Behandlungsnotwendigkeit sieht, außer bei den Schüben, welche ja immer wieder bei unabsichtlichen Kontakten vorkommen. Es handelt sich übrigens um folgende Allergieen: Kaliumdichromat, Kobaldsulfad, Holzteer, Triethylentetramin, Pentachlorphenol, Kobald(II)-chlorid, (Chlor)Methylisothiazolon, Benzoylperoxid, Chromsäure.

Nochmals recht vielen Dank für Ihre Hilfe!!!

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Pritz
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Herr Pritz,

sicher kann sich das klinische Bild in Form Ihrer Beschreibung und in Zusammenhang mit den Schüben immer wieder verändern, da dies aber nicht zu einer relevanten Veränderung der durch die Grunderkrankung und den Gesamtzustand bedingten Einschränkung kommt, handelt es sich diesbezüglich sehr wohl um einen Endzustand. Dies wäre juristischerseits entsprechend zu formulieren und vorzubringen.

MfG,
Dr. N. Scheufele
Dr.Scheufele und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank für die schnelle und aussagekräftige Antwort.
MfG
Wolfgang Pritz
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gern geschehen, viel Erfolg.

MfG,
Dr. N. Scheufele

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