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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Guten Morgen, ich (46, m nnlich) qu le mich seit 3 Jahrzehnten

Kundenfrage

Guten Morgen,

ich (46, männlich) quäle mich seit 3 Jahrzehnten mit einem Schaden am linken Sprunggelenk herum. Ursprünglich war es wohl ein unentdeckter Bänderriss, nach 10 Jahren wurde dieser entdeckt, aber kein Band mehr. Daraufhin wurde in einer OP eine Bandplastik angebracht, die aber zu keinerlei Besserung führte. Nach einer wahren Odysee durch die Arztpraxen dieser Republik, entschloss ich mich 2007 nochmals zu einer endoskopischen OP. Dabei wurden verschiedene Einwachsungen aus dem Gelenk entfernt und es kam zu einer kurzzeitigen Besserung. Nach 2-3 Monaten war aber wieder alles beim alten. Anfangs 2009 begab ich mich dann in eine Schmerzklinik, da der Verdacht nahe lag, dass es sich inzwischen um eine chronische Erkrankung handelt und die Schmerzen evtl. nur noch im "Schmerzgedächtnis" vorhanden sind. Das brachte aber auch nichts.

Danach hatte ich es endgültig aufgegeben, den Fuß jemals nochmals normal belasten zu können. Normalerweise klappt das im Alltag auch ganz gut, seit ich gelenkbelastende Sportarten wie Laufen aufgegeben habe. Zur Zeit kann ich aber nicht mal eine halbe Stunde normal gehen oder Nordic Walken ohne hinterher starke Schmerzen zu haben, die in den ganzen Körper ausstrahlen, verursacht wohl v.a. durch schmerzbedingte Fehl- und Schutzhaltung.

Ich bin derzeit gerne nochmals bereit mich der Angelegenheit zu widmen und mich einer Therapie zu unterziehen, evtl. auch einer weiteren OP, wenn mir jemand einen wirklichen Fachmann/-frau auf diesem Gebiet nennen könnte.
Mein laienhaftes Gefühl ist, dass das Gelenk durch seine eingeschränkte seitliche Beweglichkeit auf Unebenheiten nicht richtig reagieren kann und somit die Belastung bei jedem Schritt an die falschen Stellen weitergegeben wird. Die Ursache für die mangelnde Beweglichkeit sehe ich in dem viel zu straffen Bandapparat, welcher bei der Bandplastik nach KUHNERT angebracht worden ist. Dieser sollte nochmals gelockert werden. Mit KG bin ich da bisher auch nie weitergekommen, die Schmerzen wurden eigentlich immer stärker dadurch. Auch Behandlungen durch eine sehr gute Heilpraktikerin (Akupunktur, Massage) brachte nur kurzzeitige Linderung.

Also, wie gesagt, ich bin für jeden weiterführenden Tipp sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Eberhard Nagel
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen !
Sie beschreiben ja selber eine frustrane Suche nach einer chirurgischen Lösung bei einem chronifizierten Problem. Es ist relativ "normal", dass gerade die Seitwärtsstabilität im Fuss nach so einer Op gestört ist. Leider ist das aber meist kein Bandproblem. Jedenfalls nicht allein. Vielmehr ist die normale Koordination der Fussbewegung bzw. des Abrollens verunsichert, da man ständig damit rechnen muss wegzuknicken. Es leuchtet mir nicht zwingend ein, warum nun der Bandapparat zu fest sein sollte. Aber nehmen wir mal an, das würde stimmen. Dann würde eine erneute Op nur zu einer weiteren Instabilität beitragen. Eigentlich müsste man eher durch gute orthopädische Schuhe oder eine geeinete Schiene die Sicherheit im Fuss unterstützen.

Natürlich wird man bei einer Op immer "etwas" finden. Ich habe es aber in meiner Zeit in einer Klinik für physikalische Therapie selten erlebt, dass nach so einem Zeitraum operativ eine Änderung erzielt werden konnte.

Eine Nachfrage habe ich daher noch : Könnten sie den Schmerz in dem "kranken" Fuß als Bild beschreiben ?
Wenn der Schmerz ein Gewicht hätte, wäre das schwer oder eher leicht ?
Welche Form hätte der Schmerz , wenn er eine Form annehmen könnte (eher rund oder eher eckig?)
Wäre er eher warm oder kalt?
Rauh oder eher glatt ?
Welche Farbe hat Schmerz ?

Bewegt sich das vorgestellt Bild ?

Wie sieht "normal" im anderen Fuß aus ?

drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Morgen web4health,

 

stimmt, da hatte ich eine wichtige Info vergessen: Ich neige nämlich überhaupt nicht dazu umzuknicken, das Gelenk ist vielmehr sehr stabil, viel stabiler als das rechte, an dem ich auch schon 2 Bänderrisse hatte, die aber ohne jegliche Folgen blieben.

 

Gerne beantworte ich auch Ihre Fragen, interessanter Ansatz:

 

Gewicht? Sehr schwer!

Form? Eckig mit scharfen Kanten und Zacken

Temperatur? Heiß

Rauh oder glatt? Sehr rauh

Bewegung? Ja, innerhalb des Fußes von vorne nach hinten (Achillessehne z.T. ungluablich angespannt) und vor allem weiter hoch in den Körper über Knie, Hüfte, Rücken, z.T. bis in den Nacken

Normal im anderen Fuß? Leicht, angenehm warm, locker, beweglich...

 

 

 

Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gut. Ich habe jetzt mal von der "Allgemeinheit" rückgeschlossen. Dennoch bleibe ich bei meiner "Erstmeinung", das Op nicht so angesagt ist.

Aber zurück zum "Hokuspokus" der Immagination. Versuchen sie sich dieses sehr schwere, eckig zackige sehr rauhe Gebilde mal vorzustellen. Welche Farbe hätte es ? Wie gross ? Welche Bewegung führt dieses Objekt vor ihrem inneren Auge aus ?

Ich weiss, dass ist Blödsinn. Dennoch mal machen !
Wenn sie ein Objekt (= bildliche Übersetzung des Schmerzes) sich vorstellen können, lassen sie dieses Bild mal unscharf werden, indem sie quasi die Bildschärfe verändern und in die Ferne durch das Objekt schauen. Jetzt versuchen sie mal 10 Augenbewegungen von rechts nach links (bzw. alternativ 10 mal abwechselnd auf die rechte und linke Schulter tippen). Tief durchatmen und einmal Augen zu und wieder auf.
Es kann sein, dass sich das Bild verändert. Dann weitermachen.

Das gleiche mit einer bildlichen Übersetzung des gesunden Fusses probieren und dann beide Bilder nebeneinander vorstellen. Nochmal Augenbewegungen machen.

Letzter Schritt :
Sie kennen ja diesen blöden Schmerz, weil er sie auf Schritt und Tritt begleitet. Stellen sie sich mal einen beliebigen Tag als Zeitleiste vor. Überall da, wo der Schmerz auftrat soll er mal als bildlicher Punkt in der Farbe des Schmerzes auftauchen. Jetzt Zeitleiste unscharf machen und wieder Augenbewegungen.

Die Grundidee ist, den Schmerz durch diese Immaginationsübung vom Schrecken zu befreien, so dass sie ihn vergessen können (analog der Traumverarbeitung im Schlaf von Gefühlen).
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
<p>Das ist ja jetzt genau das was in der DRK-Schmerzklinik in Mainz versucht wurde, nämlich das Schmerzgedächtnis zu löschen. Allerdings mit Schmerzmitteln. Das Ergebnis war, dass ich mit einer ausgewachsenen Depression nach Hause kam.</p><p> </p><p>Ihr Schlusssatz ließ mich jetzt skeptisch werden, da der Schmerz ja nicht ständig da ist, sondern eine kausale Ursache hat - Belastung. Und irgendetwas in dem Gelenk reagiert mit Überbeanspruchung=Schmerz, denn ich mir ja nicht einbilde. Und diese falsch und/oder überempfindliche Struktur muss geändert werden und die ist nicht in meinem Kopf.</p><p> </p><p>Also, mit diesem Ansatz kommen wir nicht weiter. </p><p> </p><p>Ich wollte ja eigentlich nur eine Empfehlung für einen wirklichen Fachmann (Orthopäde) für diese Probleme (Gelenkfehlstellungen etc.) genannt bekommen. Bekomme ich darauf noch eine Antwort?</p>

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