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pm, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 358
Erfahrung:  Arzt mit breitem Wissen
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Vor 3 Jahren an Brustkrebs operiert worden (T1N0M0G2), keine

Kundenfrage

Vor 3 Jahren an Brustkrebs operiert worden (T1N0M0G2), keine Chemo, aber Bestrahlung, 1 Jahr Tamoxifen ( Endometriumhypertrophie), danach Aromasin. Müßte ich jetzt ein Bisphophonat dazu erhalten (z.B.2x pro Jahr Zometa) ? Seit ca. 6 Mon außerdem rechts thorakal Schmerzen, ebenso im re Oberkiefer und in der re Hüfte. Ist noch nicht abgeklärt worden. Käme da ein MRT in Frage? Danke XXXXX XXXXX Beantwortung meiner Fragen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

die Tamoxifen-, bzw. Aromasinbehandlung sollte bis zu 5 Jahren nach der OP fortgeführt werden, Zometa ist aber bei der Klassifizierung nicht notwendig, da es nur bei fortgeschrittener, auf das Skelett ausgedehnter Tumorerkrankung indiziert ist.
Die Knochenschmerzen sollten dennoch durch CT, oder MRT abgeklärt werden.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich hatte gehört, dass man neuerdings Zometa zur Verhütung von Knochenmetastasierungen geben soll. Meines Wissens wird es bei dieser Indikation sogar schon teilweise von einzelnen gesetzlichen Kassen bezahlt. Bei den Knochenschmerzen dachte ich auch an eine Nebenwirkung des Aromasins. Abklären lassen muss ich diese aber auf jeden Fall. Danke für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß B.L.

Experte:  pm hat geantwortet vor 6 Jahren.

... was Sie über Zometa gehört haben stimmt! Eine Studie mit Patientinnen in ähnlicher Situation wie Sie hat den Effekt von Zometagaben geprüft - Ergebnis 16% weniger Metastasen.

 

Der Effekt ist noch nicht ganz geklärt, aber in Analogie zum Prostatakarzinom geht man davon aus, das eine beginnende Osteoporose (therapiebedingt) die Wachstumsfaktoren VEGF und IGF-1 ausschüttet, welche wiederum das Wachstum von Krebszellen anregen.

 

Eine halbjährliche Gabe von Zometa ist daher durchaus sinnvoll - wichtig ist, das Medikament in ausreichend Flüssigkeit zu verabreichen (sonst Nebenwirkungen). Wir geben das Medikament IMMER in 1000 ml Infusionslösung.

 

Aber BEVOR Sie das Zometa nehmen sollte eine Knochenszintigrafie (oder noch besser eine Natriumflourid-PET/CT = 4x genauer) durchgeführt werden.

 

Hintergrund:

 

  1. Metastasen im Knochen?
  2. Zahn-/Kieferprobleme? Denn eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung der Bisphosphonate ist die Kiefernekrose (Absterben von Teilen des Kieferknochens), wenn nicht vorher zahnärztlich alles OK ist

Ansonsten würde ich mir ggf. sogar überlegen (wenn die Kasse nicht zahlen will) die 350 Euro für das Medikament selbst zu tragen.

 

MfG

F. Schulenburg



Verändert von F. Schulenburg am 27.03.2010 um 08:13 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Dr. Schulenburg, haben Sie meinen herzlichsten Dank für Ihre Antwort. Ich hatte auch an ein PET/Ct gedacht, dann aber gelesen, dass man dem MRT jetzt den Vorzug gibt. Mit ihrem Hinweis auf die halbjährlichen Zometa- Infusionen haben Sie mir sehr geholfen, denn genau das habe ich vor. Ich brauchte nur noch ein wenig wissenschaftliche Unterstützung. Da ich privat versichert bin, wird auch die Bezahlung gewährleistet sein, ansonsten bezahle ich diese selbst. Nochmals danke XXXXX XXXXX Grüße von B. L.
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

ich weiss nicht, wie viele Fälle von Brustkrebs der urologische Kollege schon behandelt hat, aber gegenteilige Aussagen zu machen, die fachlich nicht belegt sind, hat lediglich eine Patientenverunsicherung zur Folge.

Zometa hat den Effekt, die Menge an Kalzium im Blut zu vermindern, wenn diese aufgrund eines Tumors zu hoch ist. Es wird zur Vorbeugung skelettbezogener Komplikationen (z.B. Brüche, Wirbelkompression) bei fortgeschrittener Krebserkrankung mit Skelettbeteiligung, sowie zur Behandlung eines erhöhten Kalziumspiegels im Blut, der auf einen Tumor zurückzuführen ist (tumorinduzierte Hyperkalzämie) eingesetzt.

Beides Voraussetzungen sind in Ihrem Fall nicht gegeben, sodass die Anwendung – wie schon gesagt – nicht indiziert ist.

Lassen Sie zur Absicherung und Bestätigung, neben dem MRT, eine Bestimmung der Knochendichte (Osteodensitometrie) und des Kalziumspiegels im Blut durchführen, bevor Sie eine solche, nicht nebenwirkungsarme, Therapie unnötigerweise anwenden.


Mit freundlichen Grüßen,

Dr. N. Scheufele



Verändert von Dr.Scheufele am 27.03.2010 um 11:15 Uhr EST
Experte:  pm hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ergänzung:

 

 

Ich sehe Mammakarzinompatientinnen allerdings nur begleitend, aber Prostatakarzinompatienten ca. 1000 pro Jahr in allen Stadien, die dann bei mir auch inkl. Chemotherapie etc. persönlich behandelt werden.

Die beiden Tumorarten sind sehr identisch in Häufigkeit, Hormonsensibilität, Rezeptorstatus (soweit er beim PCA bestimmt wird) und ein Transfer humoraler Wirkmechanismen ist legitim.

 

 

In der ABCSG-12-Studie sind Patientinnen drei Jahre behandelt und anschließend zwei Jahre beobachtet worden. Es hat sich gezeigt, dass die Gabe von Zometa zusätzlich zu einer hormonellen Therapie (Tamoxifen oder Anastrozol) sowohl das krankheitsfreie Überleben als auch das rezidivfreie Überleben signifikant verlängert. Wurde Zometa zusätzlich zu der hormonellen Therapie gegeben worden, war das Risiko von Ereignissen bezüglich des krankheitsfreien Überlebens - welches Todesfälle aller Ursachen einschliesst - um 36% gesunken im Vergleich zu einer alleinigen hormonellen Therapie.

 

Neue Daten aus der retrospektiven Analyse der AZURE-Studie zeigen, dass Zometa (Zoledronsäure) von Novartis bei Frauen mit frühem Brustkrebs, zusätzlich zur neo-adjuvanten Chemotherapie gegeben, die Größe von Brustkrebstumoren effektiver reduziert als eine alleinige Chemotherapie.

 

In der Analyse zeigte sich bei prä- und postmenopausalen Frauen, die Zometa zusätzlich zur neo-adjuvanten Chemotherapie erhielten, eine signifikante Reduktion des Primärtumors von 33 % (Reduktion der Tumorgröße um 14,1 mm) im Vergleich zu Patientinnen mit alleiniger Chemotherapie-Behandlung. Der Anteil der Patientinnen, die eine Brustamputation benötigten, war in der Gruppe, die nur Chemotherapie erhielt, höher (77,9 %) als in der Gruppe, die zusätzlich Zometa erhielt (65,3 %).

 

Die Anti-Tumor-Wirkung von Zometa wurde bisher in der Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group-12 (ABCSG-12) Studie bei prämenopausalen Frauen mit frühem Brustkrebs beobachtet. Finale Ergebnisse aller Subgruppen der AZURE-Studie werden innerhalb der nächsten 2-3 Jahre erwartet.

 

Bundred N., et al.

Effective Inhibition of Aromatase Inhibitor-associated Bone Loss by zoledronic Acid in Postmenopausal Women With Early Breast Cancer Receiving Adjuvant Letrozole ZO-FAST Study Results

Cancer (2008)

 

Lyseng-Williamson KA

Zoledronic acid: a review of its use in breast cancer.

Drugs (2008)

 

Kohno N.,

Zoledronic Acid Significantly Reduces Skeletal Complications Compared With Placebo in Japanese Women With Bone Metastases From Breast Cancer: A Randomized, Placebo-Controlled Trial

Journal of Clinical Oncology (2005)

 

Rosen L., et al.

Zoledronic Acid versus Pamidronate in the Treatment of Skeletal Metastases in Patients with Breast Cancer or Osteolytic Lesions of Multiple Myeloma: A Phase III Double-Blind, Comparative Trial

The Cancer Journal (2001)

 

pm, Arzt
Kategorie: Medizin
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