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Dr. NET
Dr. NET, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 29
Erfahrung:  Orthopädie / Unfallchirurgie / Traumatologie / Allgemeinchirurgie / Allgemeinmedizin
32112040
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Dr. NET ist jetzt online.

eine Frage an Sportmedic Sehr geehrter Her Doktor, ich

Kundenfrage

eine Frage an Sportmedic

Sehr geehrter Her Doktor,

ich bin fast 40 Jahre alt, habe einen ausfüllenden und mitunter stressigen Bürojob mit wenig Bewegung und verspüre seit 1 Monat ein sich aufbauendes Rumpeln der Herzschläge mit eine leichten Schmerz auf der halblinken Brustseite, was mich tief Durchatmen lässt in der Hoffnung, davon ginge es weg. Tut es aber nicht. Die einzelnen Schläge reichen bis Hals und Ohr.
Vor einer OP 1997 wurde durch den Internisten ein EKG geschrieben, weil ein sogenannter Linksschenkelblock festgestellt wurde. Vor 4 Monaten bin ich mal zum Urologen, weil ich einen Druck im Prostatabereich verspürte. Der Urologe stellte eine BPS (benignes Prostatasyndrom) mit Vergrößerung fest, welches mich nicht beeinträchtigt. Eine nachfolgende Röntgenuntersuchung (Niere, Blase etc) war ohne Befund. Allerdings wies das Blutbild erhöht Blutfettwerte auf. Ich bin 185 cm groß, aber nicht dick, 86 kg.
Sollte ich mal zum Arzt gehen und wenn ja mit welcher Fachrichtung?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. NET hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Tag Herr ,


Sie haben Ihre Frage explizit an den Kollegen Sportmedic gerichtet aber anscheinend ist sie in der allgemeinen Frageliste gelandet. Ich sitze zur späten Stunde im Krankenhaus und warte auf unseren Narkosearzt, um die nächste Operation noch machen zu können, da dachte ich, ich beantworte Ihre Frage mal und wenn Sie unbedingt noch auf den Kollegen warten möchten dann haben Sie ja schon mal zweite Meinung :)


Was Sie beschreiben stimmt mit der Symptomatik einer Angina pectoris (Herzenge) ganz deutlich überein.


Angina pectoris (Herzenge) ist das Hauptsymptom bei Patienten mit einer Arteriosklerose der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit = KHK). Bei einem Angina pectoris Anfall kommt es zu einer vorübergehenden Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff. Die Koronare Herzkrankheit gehört zu den häufigsten und wichtigsten Volkskrankheiten.


Im Allgemeinen beschreiben Patienten mit Angina/KHK ihre Beschwerden so:

beginnen typischerweise plötzlich und dauern Sekunden bis zu Minuten,

werden oft als Brennen, „Sodbrennen“, Reißen oder krampfartiger Druck in der Herzgegend beschrieben,

werden oft hinter dem Brustbein (retrosternal) empfunden, häufig ausstrahlend in beide Brustkorbseiten, seltener auch in beide Schultern und Oberarme, in den Oberbauch und Rücken, über den Hals bis hin zum Unterkiefer (sog. Buddenbrook-Syndrom) sowie in den ganzen linken Arm bis in die Hand,

können auch nur zwischen den Schulterblättern, in der Magengegend und in der rechten Brustkorbhälfte auftreten.

So was macht man nun?

Ich muss Ihnen dringend empfehlen, sich so schnell wie möglich in ärztliche Behandlung zu begeben. Zunächst eine Vorstellung beim Hausarzt, gegebenenfalls werden Sie dann zum Kardiologen geschickt. Es müssen dringend ein paar Untersuchungen gemacht werden und dann muss überlegt werden, ob eine so genannte Koronarangiographie notwendig ist oder nicht.


Klartext: Sie müssen sich unbedingt bei Ihrem Arzt vorstellen. Man kann das Problem sicherlich gut im Griff kriegen, man muss aber schnell handeln. Warten hier ist definitiv nicht angebracht. Sie brauchen aber keine Angst zu haben. Dies ist eine häufige Diagnose und die meisten Patienten sind schnell mit der richtigen Therapie beschwerdefrei.


Nun muss ich jetzt wieder in den OP … wenn Sie doch noch Fragen haben dann schreiben Sie zurück ansonsten alles Gute für Sie

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Tag Dr. Net,

 

einen Arzt (Kardiologen) aufsuchen zu müssen, habe ich schon befürchtet.

Lässt sich so einer Sache nicht mit regelmäßig Sport treiben beikommen, d.h. rückbilden? Sport habe ich in den letzten beiden Jahren echt vernachlässigt. Bauen sich die sklerotischen Ablagerungen damit wieder ab?

Oder ist Sport mit Puls 130 eher kontraindiziert?

Womit muss ich eigentlich rechnen, wenn ich gar nichts tue?

 

Vielen Dank XXXXX XXXXXCustomer/p>

Experte:  Dr. NET hat geantwortet vor 7 Jahren.

HalloCustomer:)

Bitte bedenken Sie, dass dies nur eine Ferndiagnose ist und somit nur einfach einen Verdacht, zwar ein dringender Verdacht aber definitiv kein Ersatz zu einer Untersuchung beim Arzt!!

Nun zu Ihren Fragen im Einzelnen:

Lässt sich so einer Sache nicht mit regelmäßig Sport treiben beikommen, d.h. rückbilden? Sport habe ich in den letzten beiden Jahren echt vernachlässigt. Bauen sich die sklerotischen Ablagerungen damit wieder ab?

NEIN. ABER Sport verbessert die Durchblutung im Allgemeinen und trainiert den Herzmuskel. Sport und gute Kreislaufverhältnisse sind bei kardialer Erkrankung sehr wichtig.

Jeder Mensch mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) muss sich auf eine lange Therapie einstellen. Wird die Erkrankung rechtzeitig festgestellt, ist das oberste Behandlungsziel, einen Herzinfarkt zu vermeiden. Wer bereits einen Herzinfarkt oder starke Angina-Pectoris-Beschwerden hatte, wird durch die Therapie an Lebensqualität gewinnen und bei optimaler Behandlung wieder belastbarer werden.

Entscheidend für den Erfolg der KHK-Therapie ist eine gute Planung: Zuerst schätzt der Arzt ab, welchen Einfluss Risikofaktoren wie Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Diabetes haben. Senken Ernährungsumstellung, Gewichtsreduktion, strenger Nikotinverzicht und körperliches Training die Risiken nicht ausreichend, kommen Medikamente zum Einsatz. Medikamente und ein veränderter Lebensstil werden auch als Basistherapie der KHK bezeichnet.

Oder ist Sport mit Puls 130 eher kontraindiziert?


Hier ist der Knackpunkt. Die Beschwerden die Sie haben, deuten auf Angina pectoris hin. Die Schmerzen entstehen durch mangelnde Durchblutung / erhöhte Sauerstoffbedarf des Herzmuskels. Nun wenn Sie staken Sport betreiben und nicht wirklich wissen was Sache ist dann provozieren Sie eine erhöhte Sauerstoffbedarf und kontten starke Beschwerden entwickeln.

Daher bevor Sie wieder heftig Sport betreiben, wurde ich alles medizinisch abklären lassen.

Womit muss ich eigentlich rechnen, wenn ich gar nichts tue?

Warum wollen Sie das denn? Ich weiß, dass nicht viele Ärzte mögen und dass der Gang zum Arzt beängstigen sein mag ABER wenn Sie nichts tun setzen Sie sich einen lebensgefährlichen und überflüssigen Gefahr aus!

Bedenken Sie folgende Punkte:

- Am Anfang ist die Behandlung einfacher, Sie haben ja noch nichts Gravierendes hoffe ich! Je länger Sie warten, noch mehr Schaden entstehen kann.

- Sie können Beschwerden haben zu den unmöglichsten Zeiten, mitten in der Nacht, im Auto unterwegs, im Urlaub im Ausland, Kurz vor einem wichtigen Termin..usw. warum wollen Sie das riskieren?

- Das größte Risiko bei koronarer Herzkrankheit ist der Herzinfarkt!

Sollten Sie noch Herzrhythmusstörung haben, dann riskieren Sie auch eine Thrombose oder Schlaganfall.


Verdrängen Sie das Problem nicht, Gehen Sie zum Arzt. Es gibt hier keinen anderen Weg. Weder Sport noch Naturmittel oder sonst irgendwelche andere Maßnahmen können dies ersetzen.

Alles Gute für Sie

Dr. NET, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 29
Erfahrung: Orthopädie / Unfallchirurgie / Traumatologie / Allgemeinchirurgie / Allgemeinmedizin
Dr. NET und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Dr. Net,

hier noch ein Feedback. Ich habe mich zunächst bei einem Allgemeinmediziner in Behandlung begeben, der ein EKG schrieb, keine ausreichende Feststellungen darin sah und nach weiterer Untersuchung entschied, mich zwecks Ausschlusses eines ernsthaften Leidens (Myokardinfarkt) in die Rettungsstelle zu schicken. Dort angekommen wurde nach zum Glück negativem Befund aus EKG und Bluttests empfohlen, den Beschwerden durch weitere Untersuchungen auf den Grund zu gehen. Dies betrifft Fettstoffechsel, TSH Basal und eine Lipidelektrophorese. Man gab mir eine Schlaftablette mit, um mal so richtig tief einzuschlafen. So richtig umgehauen hat sie mich nicht. Aber allein schon mit weniger Sorge ließ es sich gut schlafen, auch wenn eine leichte Herzenge bleibt.

Meine abschließende Frage ist, nach welchen Untersuchungen ich mich erkundigen sollte zwecks Ausschluss dieser KHK bzw. Angina pectoris?

Vielen Dank für Die Hinweise und Anregungen!
Freundliche GrüßeCustomer
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Bürojobler,
ich habe mir den Schriftwechsel angeschaut und die umfassenden und kenntnisreichen
Antworten des Kollegen gesehen, was hindert Sie daran diese zu akzeptieren?
-nicht für Ungut
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Dr. Teubner,

Sie erkundigen sich danach, was mich hindert die Antworten zu aktzeptieren. Ich verstehe Ihre Frage hier nicht so richtig, sollte ich das?

Sofern es keine besondere Mühe macht, bitte ich die die letzte Frage noch zu beantworten.

Bitte haben Sie jedoch anhaltend Verständnis, sehr geehrte Frau Dr. Teubner, dass ich eine Antwort von Ihnen nicht akzeptieren kann, sorry.

Freundliche Grüße
Bürojobler
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehen Sie sich doch den Schrftwechsel nochmal an: Sie haben Ihre Ursprungsfrage längst verlassen und immer weiter ausgedehnt; ich habe dieses Vorgehen als Ausnützen empfunden.
Aber vielleicht sehe ich das auch ganz falsch, ich wollte nur wissen, was Sie daran gehindert hat, zu akzeptieren.
Experte:  Dr. NET hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag HerrCustomer

es freut mich für Sie, dass Sie den Weg zum Arzt doch noch bestritten haben, und dass bei Ihnen die ersten Untersuchungen gut ausgefallen sind.
Wie Sie sehen, hat Ihr Allgemeinmediziner so gar Sie zu Notaufnahme geschickt. Das bedeutet dass wir mit unserer Einschätzung richtig lagen und eine Abklärung notwendig war.

Nun Sie fragten welche Untersuchungen noch bevorstehen?
Hier ist nicht nur eine Untersuchung notwendig sondern mehrere! Dies wird der Kardiologe vor Ort besser einschätzen aber die wichtigsten sind
die Belastungs-EKG und die Echokardiographie und eventuell Herzklappenfehler und Herzmuskelerkrankung auszuschliessen.

Ich hoffe, da Sie schon die ersten Schritte gemacht haben noch die restlichen Untersuchungen noch mitmachen.

PS: wir engagieren uns hier im Forum gerne und versuchen den Patienten die beste Beratung anzubieten. Viele User lesen aber die Antworten und melden sich leider nicht wieder. Dies ist sicherlich demotivierend und sehr unfair. Vor allem, weil manche Antworten sehr aufwendig sind und man schon sich dafür Zeit nimmt.

Das liegt natürlich auch am Angebot von JustAnswer aber ich kann die Kollegin gut verstehen, wenn Sie sich darüber ärgert und manchmal nachfragt, warum eine Antwort nicht akzeptiert wurde! Also daher bitte ich um Verständnis und selbstverständlich habe ich auch für Sie eine positive Bewertung hinterlassen.
Sie können sich jederzeit wenn Sie Fragen haben wieder melden.

Alles Gute für Sie und schöne Ostertage
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank nochmal,
einen Termin zum Belastungs-EKG habe ich schon gemacht.

Gutes Gelingen weiterhin
Bürojobler

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