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Dr. NET
Dr. NET, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 29
Erfahrung:  Orthopädie / Unfallchirurgie / Traumatologie / Allgemeinchirurgie / Allgemeinmedizin
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Dr. NET ist jetzt online.

Hallo! Ich bin 56 Jahre alt und bei mir wurde vor 2 Jahren

Kundenfrage

Hallo!
Ich bin 56 Jahre alt und bei mir wurde vor 2 Jahren "Parkinson" diagnostiziert. Ich befinde mich in einem desolaten Zustand, sowohl phsychisch und körperlich. Ich brauche meine gesamte Kraft, um diese Mail zu schreiben. Die Krankheit scheint sich bei mir mit einer höllischen Geschwindigkeit aus zu breiten.
Auf einen Termin muß ich 7 Wochen warten.
Ich fühle mich nicht richtig behandelt und versorgt.
Ich habe Pflegestufe 1 und den Bescheid über die Schwerbehinderung.
Medikation Levocomp 250/25 3 x 2. Ich weiß nicht mehr was ich tuen soll und würde gern meine Neurologen wechseln, aber wie dann weiter?
Ich bin z.Z. völlig immobil und lebe allein. Das Fortschreiten der Krankheit und die damit verbundenen, sich ständig ändernden, Probleme, überfordern mich völlig.
MFG
Psycho Klehn
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. NET hat geantwortet vor 7 Jahren.

 

Guten Tag,

 

Parkinson ist mit Sicherheit keine einfache Erkrankung, ich kann Ihren Frust gut verstehen und habe Verständnis, dass Sie sich zurzeit unter diesen Umständen schlecht fühlen. Wenn man alleine lebt und immobil ist dann sieht das Ganze nicht sehr gut aus.

 

Nun hier kommt ein großes ABER, und bitte bevor Sie sagen/denken na klar, was wissen Sie schön bitte ich Sie über folgende Punkte sehr gut nachzudenken:

 

1. Parkinson ist eine Erkrankung die sehr viele Menschen haben, Sie sind nicht allein, und diese Erkrankung ist SEHR GUT IM GRIFF zu kriegen. Sie scheinen zurzeit nicht gut eingestellt zu sein aber dies ist sicher möglich. Ich kenne viele Parkinson Patienten die sehr gut mit der Erkrankung zu Recht kommen. Sie haben ein erfülltes Leben und sind so gut mobil, dass Sie sogar bei uns in der Orthopädie, eine künstliches Hüft- oder Kniegelenk bekommen im Alter! Also es gibt Hoffnung und dies ist nicht wenig!

 

2. Wenn Sie bei Ihren Neurologen nicht zufrieden sind dann wechseln Sie Ihren Arzt!! Wenn Sie keinen Termin beim nächsten Kollegen wenden dann wenden Sie sich an den nächsten Krankenhaus! Wenn Sie immobil sind und alleinlebend kann man Sie noch stationär aufnehmen solange bis Sie wieder mobil sind, dass Sie nach Hause können. In unserem Haus werden Parkinsonpatienten oft zu Medikamenteneinstellung aufgenommen. Lassen Sie sich auch nicht abwimmeln. Hier kann der Hausarzt Ihnen sicherlich unter diesen Umständen sogar eine Einweisung ausstellen.

 

3. Sie sind noch so jung um sich aufzugeben! Wie Sie schreiben kann ich sagen, dass Sie einen starken Willen haben. Schließlich haben Sie uns ja auch geschrieben. Versuchen Sie so oft wie möglich unter Freunden und Bekannten zu bleiben. Alleinsein ist nicht förderlich. Besprechen Sie das Problem mit Ihrem Umfeld. Wenn es hier keine Vertrauensperson gibt, dann fragen Sie nach Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe. Manchmal hilft es wirklich wenn man einen netten guten Ansprechpartner hat.

 

4. ich bin mir sicher, dass Sie das schaffen werden! Wenn Sie das auch glauben dann ist das auch die halbe Miete. Die nächste ist die Medikamente dann richtig einzustellen!

 

 

Übrigens die Medikamente einfach so über das Internet ohne klinische Untersuchung und richtige ärztliche Beurteilung kann nicht gut gehen. Das kann auch kein Neurologe so aus der Ferne. Also bitte nicht die Medikamente einfach so ändern!

 

Alles Gute für Sie