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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 20463
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Guten Tag, -ein Zitat ...Sollte sich der Verdacht eines

Kundenfrage

Guten Tag, -ein Zitat: " ...Sollte sich der Verdacht eines Tonsillenkarzinoms bestätigen, dann wäre die Therapie der Wahl eine Tumortonsillektomie und eine beiderseitige Neck dissection. .." Klar-wenn ich mein Leben dadurch retten, oder etwas verlängern kann-werde ich da zustimmen.
Aber...ist das als vorab genannter Standart nicht, nun sehr umfassend? Was ich so im Netz las- wird da doch sehr viel herausgeschnitten- ggf. mit den entsprechenden Folgen...
Anderswo las ich, dass zunächst nur eine/ beide Tonsillen heraus genommen wurden. Dann wieder Untersuchungen, ggf. Chemo /Bestrahlung und dann erst -ggf.- später eine einseitige (oder beidseitige) Neck dissection. Auch weiß ich nicht recht, wie ich "Tumortonsillektomie " werten soll- ich las, dass auch da sehr viel "rundum" weggeschnitten wird...Ist das das übliche,gibt es nichts "darunter"? Oder ist auch hier der Arzt vorab/vorsichtshalber sehr, sehr gründlich? Traue mich nicht ihn selbst zu fragen- will es mir nicht "verscherzen"..B.T
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
HalloCustomer

zunächst kommt es natürlich massgeblich auf das Ausmass eines solchen Karzinoms an. So lässt sich im Grunde schon durch die Inspektion feststellen, ob z.B. beide, oder - wie in den meisten Fällen - nur eine Tonsille befallen ist. Sind zudem auch Gaumenbögen und/oder Zungengrund beteiligt, verschlechtert das die Prognose entsprechend und erfordert auch ein erweitertes, operatives Vorgehen. Zunächst wäre dann zur Abklärung und Sicherung der Diagnose eine Biopsie und auch eine Ultraschalluntersuchung des Halses angebracht. Bestätigt sich der Verdacht, kommt je nach Ausmass zunächst die sog. erweiterte Tonsillektomie, bei der neben den Tonsillen auch noch Muskelgewebe des Gaumensegels entfernt wird, in Frage. Ob diese chirurgische Therapie alleine ausreicht, oder ob eine Bestrahlung danach angefügt werden muss, hängt von der Ausbreitung des Tumors ab. Bei weiter fortgeschrittenen Tumoren, wird meist zu Beginn operiert, danach eine Strahlentherapie oder eine kombinierte Strahlen- Chemotherapie angefügt. Nur wenn auch Lymphknoten befallen sind, ist deren zusätzliche Entfernung notwendig, was dann als Neck dissection bezeichnet wird.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag, Herr Doktor Scheufele,
es hieß, man dürfe nochmals rückfragen?
Es ist so- daß was Sie schreiben, ist in etwas das, was ich mir selbst von der Logik her denken könnte- und was ich ähnlich auch bei meinen Recherchen im Netz schon fand.
Ich habe vielleicht nicht richtig, nicht geschickt genug gefragt ...
Mich beunruhigt etwas, daß der Arzt (vom Krankenhaus) mir vorabe mailt:
" ...Sollte sich der Verdacht eines Tonsillenkarzinoms bestätigen, dann wäre die Therapie der Wahl eine Tumortonsillektomie und eine beiderseitige Neck dissection. .."
Verstehen Sie ? Die Formel dort heißt anscheinend: Tonsillenkarzinoms = Tumortonsillektomie plus beiderseitige Neck dissection. Wenn - Dann - Verknüpfung.
Dabei weiß er, das bei mir zunächst nur "links" vermutet wird. Sonst weiß er (noch) nichts. Dennoch diese Antwort.
Noch schärfer formuliert:
Kann es sein, daß in diesem Krankenhaus "radikal übervorsichtig" als Standard gearbeitet wird? Und nochmal schärfer formuliert: Je mehr und je früher rausgeschnitten wird- desto besser?
Entschuldigen Sie bitte diese übermäßig deutliche Ausdrucksweise- aber ich kann es anders wohl nicht gut erklären ... Falls Sie meine Befürchtung für möglich halten- muß ich über Alternativen / Lösungen nachdenken- daher die Frage. MfGCustomerbr />
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
HalloCustomer

natürlich dürfen Sie gerne jederzeit rückfragen, nur in der Kommunikation mit dem Patienten lässt sich ein Problem zufriedenstellend lösen.
Ich kann Ihre Bedenken gut verstehen. Es ist auch meine Meinung, dass da von der in Aussicht gestellten Therapie her übertrieben wird. Laut herrschender Lehrmeinung ist die neck dissection, wie schon ausgeführt, nur bei Lymphknotenbefall angezeigt, entspricht also keinesfalls dem grundsätzlichen OP-Standard. Möglich wäre, dass hier einfach über das im äussersten Fall zu erwartende Vorgehen informiert werden sollte. Ich rate Ihnen zu einer persönlichen Rücksprache mit dem Operateur. Dabei kann man festlegen, wie - je nach Befund - vorgegangen werden soll.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Dr.Scheufele und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo, Herr Dr. Scheufele,

-ja. Das könnte natürlich sein !

Ich werde Augen und Ohren offen halten.

Psychologisch wäre das ja durchaus nicht ungeschickt- wenn es dann später einfacher und weniger gravierend geht, als ursprünglich befürchtet- ist das immer positiv.

Wären anfangs beschwichtigende Formulierungen gekommen und dann in der Praxis hätte sich negativeres ergeben- wäre das in mehrfacher Hinsicht schlecht.

Vielen Dank und
mit freundlichen GrüßenCustomer M.A.
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gern geschehen...ich wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute.

MfG,
Dr. N. Scheufele